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Geringe Stammdaten-Einbettung verhindert Erfolge

Mangelnde Datenqualität behindert die digitale Transformation

(Bild: Kebox/Fotolia)
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Obwohl im Grunde die informationelle Basis eines jeden Unternehmens, erweisen sich Stammdaten und ihr Management häufig noch immer als ungelöstes Problem. Zwar wurde in den vergangenen Jahren in entsprechende Technologien investiert. Augenscheinlich haben es die Unternehmen aber versäumt, ihre Strukturen und Prozesse so zu verändern, dass eine sinnvolle Verwaltung der Stammdaten gewährleistet werden kann. So liegt eine der wesentlichen Ursachen für mangelnde Erfolge im Stammdatenmanagement in der zu geringen Einbettung in die Unternehmensstrategie. Darüber sind sich die im Rahmen der Lünendonk-Studie „Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation?“ 155 Befragten aus Fertigung, Handel und anderen Branchen einig.

Top-Management sieht Stammdatenmanagement häufig als IT-Thema
„Trotz einer unternehmensweiten Koordination der Stammdatenaktivitäten in den meisten Unternehmen scheint die Bedeutung der Stammdaten für den Erfolg von Geschäftsmodellen und die Kundenzufriedenheit von Seiten des Top-Managements nicht erkannt zu werden“, erläutert Mario Zillmann, Partner des Mindelheimer Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder und Autor der Studie. „Zwar ist sich das Top-Management der Bedeutung von Stammdaten bewusst, jedoch wird es häufig als IT-Thema angesehen und entsprechend ‚wegdelegiert‘. Die IT antwortet dann mit Investitionen in Technologien und Prozessoptimierungen, aber die eigentlichen Kernprobleme des Stammdatenmanagements bleiben bestehen.“
Aber auch eine mangelhafte technologische Unterstützung, wie fehlende Automatisierungslösungen, nicht vorhandene zentrale Stammdaten-Managementplattformen oder ein fehlender Single Point of Truth unterstreichen das Argument der fehlenden ‚Stammdatenlobby‘. „Vielen CIOs werden dringend notwendige Investitionen in die Master-Data-Managementsysteme zulasten von Digitalisierungsprojekten entweder gekürzt oder komplett gestrichen“, weiß Zillmann. „Oft wird hier also der zweite Schritt vor dem ersten gemacht.“
Keine gute Stammdatenqualität ohne organisatorischen Unterbau
Für die Qualität der Stammdaten und des Stammdatenmanagements ist aber die Einbindung in die Organisation und die Abläufe entscheidend. So kann der Erfolg des Stammdatenmanagements beispielsweise an der unverzüglichen Verwendung der Daten zur Analyse und übergreifenden Bereitstellung im gesamten Unternehmen ohne Datensilos festgemacht werden. Immerhin mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer (53 %) gibt an, dass neue Stammdaten direkt in Geschäftsanwendungen und Analytik eingespeist werden und nicht in Silos verbleiben.
Eine unternehmensweite Koordination der Strukturen, Funktionalitäten, Prozesse und Tätigkeiten des Stammdatenmanagements wollen 73 Prozent der Befragten sichergestellt haben. Dennoch zeigen sich in der weiteren Analyse der Organisation einige Defizite. Lediglich 51 Prozent geben an, dass das Stammdatenmanagement systematisch in eine Aufbau- und Ablauf-organisation eingebunden ist. Nur 52 Prozent der Unternehmen haben überhaupt Standards und Vorgaben zur Verwaltung der Stammdaten entwickelt und in die Prozesse integriert. Ein eigenes Führungssystem für das Stammdatenmanagement gibt es nach Aussage der Studienteilnehmer erst bei 35 Prozent der Unternehmen; etwa jedes siebte (13 %) arbeitet noch daran. „Daraus folgt, dass einige Unternehmen zwar Aktivitäten unternehmensintern koordinieren, jedoch keine weiteren organisatorischen und prozessualen Maßnahmen ergriffen haben“, kommentiert Mario Zillmann. sas
http://luenendonk.de/
Quelle:
Die Lünendonk-Studie „Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation?“ wurde mit Unterstützung der Beratungs- und Softwareunternehmen KPS, Salt Solutions und zetVisions erstellt und steht unter http://expert.luenendonk.de/studie/stammdaten zum Download bereit.
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