Zentralisierte Lagerhaltung mit Schmalgang-Hochregallager

Alles andere als oberflächlich

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Um alle Produkte unter einem Dach zu lagern, schnell und sicher zu kommissionieren sowie zuverlässig zu versenden, beauftragte die Konrad Hornschuch AG, Hersteller von Funktions- und Schaumfolien, den Lager-spezialisten Bito mit der Ausstattung seines neuen Logistikzentrums. Installiert wurde ein Hochregal sowie Fachbodenregale für die Kommissionierung.

Hornschuch setzt bewusst auf eine hohe Fertigungstiefe. „Wir kaufen Rohmaterialien zu und stellen den Großteil unserer Produkte selbst her“, erklärt Logistikleiter Reinhard Volk. „Unsere Folien sind Made in Germany.“ Die fertig produzierten Waren werden anschließend kommissioniert und in Kartons verpackt. Um die Rohstoffe und den überwiegenden Teil der Fertigware zu lagern, stand dem Unternehmen zuvor eine Halle mit 6 m hohen Regalen zur Verfügung. Ausgeführt war dieses als Schmalganglager. „Das hat Fläche gespart und den Raum gut genutzt“, ergänzt Marcel Hemmrich, stellvertretender Logistikleiter und Project Manager Logistics bei Hornschuch. Doch aufgrund des Wachstums wurde das vorhandene Lager am Firmensitz zu klein. Immer öfter musste Hornschuch auf dezentrale Lager ausweichen. Für die Kommissionierung und den Versand der Waren hier am Standort bedeutete das nicht nur einen erheblichen Arbeitsaufwand und erhöhte Lieferzeiten. Es fielen auch hohe Transport-, Lager- und Dienstleistungskosten an. Mit dem Ziel, diese einzusparen, die Lagerung und Distribution der Produkte unter einem Dach zu vereinen und somit auch schnellere Zugriffszeiten sowie eine verbesserte Warenverfügbarkeit zu erhalten, entschied sich das Unternehmen für den Bau eines neuen Logistikzentrums.

Platz für 12 500 Paletten
Ausgangspunkt für die Erweiterung war eine bestehende Lagerhalle mit einer Fläche von 4000 m² auf dem Firmengelände. Diese musste allerdings von Grund auf saniert werden. Damit die Mitarbeiter die Ware witterungsunabhängig für den Warenausgang verladen können, grenzt eine weitere überdachte Fläche mit 2000 m² daran an. Auf der südlichen Seite der bestehenden Halle entstand ein rund 5000 m² großer Neubaukomplex.
„Um alles effizient abwickeln zu können, brauchten wir ein zuverlässiges und ausgereiftes Lagersystem, mit dem wir unseren Umschlag täglich bewältigen können“, erklärt Reinhard Volk. Hornschuch wollte dabei alle Prozesse beibehalten, lediglich die Kapazität vergrößern. „Auf der Suche nach einem geeigneten Partner sprach uns ein Außendienstmitarbeiter der Bito-Lagertechnik an“, erinnert er sich. Der Kontakt bestand schon seit 2006, und beide Unternehmen hatten sehr gute Erfahrungen miteinander gemacht.
Es erfolgte trotzdem eine Ausschreibung, verschiedene Angebote wurden eingeholt. Bito überzeugte. Die Lagerspezialisten erstellten einen Grobentwurf des Regallayouts. Die Verantwortlichen von Hornschuch begeisterten insbesondere die hohe Fachkompetenz in den Planungsgesprächen mit Bito-Außendienstmitarbeiter Thomas Flügel sowie das hohe Engagement bei der Entwicklung und Ausarbeitung der passenden Lösung. Entscheidend war zudem die Tatsache, dass Bito alles aus einer Hand lieferte. „Neben der Lösung mit einem Hochregallager hatten wir noch eine andere Option im Auge“, sagt Andreas Trein, Projektverantwortlicher bei Bito. „Im Vorfeld haben wir die Möglichkeit eines vollautomatischen Systems geprüft.“ Jedoch standen der Umsetzung die zu geringen Einlagerungs- und Auslagerungsspiele aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten entgegen.
Im Neubau steht nun auf einer Fläche von rund 3500 m² ein 20 m hohes Hochregallager (HRL) mit einer Nutzhöhe von knapp 16 m. Dieses bietet Platz für 12 500 Paletten. Es besteht aus Palettenregalen vom Typ PRO, das Bito mit umfangreichem Sicherheits- und Funktionszubehör ausgerüstet hat. Gelagert werden Europaletten (800 x 1200 mm), Einwegpaletten (950 x 1200 mm) und Bügelpaletten (1000 x 1500 mm). Mitarbeiter bedienen das Lager mit zwei Schmalgangstaplern. Eine Besonderheit des vorwiegend als Reservelager genutzten HRL stellt die Implementierung einer Kommissionierzone in zwei der insgesamt zehn Schmalganggassen dar. Dafür hat der Lagerspezialist Durchlaufrahmen mittels Stützenadapter in die Regale integriert. Diese Lösung ermöglicht die Lagerung von kleinen Gebinden nach dem FIFO-Prinzip (First In – First Out) sowie kurze Wege- und Zugriffszeiten beim Kommissionieren direkt aus dem HRL. Über eine stationäre Personenschutzanlage lässt sich in diesen Gassen zwischen Kommissionier- und Nachschubbetrieb wechseln, sodass sich die Mitarbeiter ohne Gefahr in den etwa 1200 Kommissionierplätzen bewegen können. „Durch schraubenlose Verstellbarkeit der Rollen- und Trennleisten lassen sich die Durchlaufrahmen optimal an das Lagergut anpassen“, erklärt Andreas Trein. Gelagert sind die Waren hier in Kartons mit rollfähiger Bodenfläche. Mit dem Hochregallager erreicht Hornschuch eine hohe Palettenkapazität pro m². „Weil wir im Vorratslager immer eine bestimmte Menge an Produkten gepuffert haben, können wir jeden Auftrag umgehend bearbeiten und somit die Lieferzeiten verkürzen“, erklärt Volk. Das an den Neubau angrenzende Bestandsgebäude wird als Kommissionierlager genutzt. Dazu wurde ein Palettenregal für insgesamt 2800 Lagerplätze und eine Fachbodenregalanlage installiert. ag


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