Hybridmotoren im Test: sparsamer, leiser

Anschleichende Lkw

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Daimler hat jetzt Ergebnisse aus einem einjährigen Test vorgestellt, bei dem sich ein Hybridmotor gegen einen konventionellen Dieselmotor bewähren musste: Der Lkw-Hybrid braucht rund ein Viertel weniger Kraftstoff und ist deutlich leiser.

Nicht nur die Männer in ihren organgefarbenen Arbeitskleidern haben einen harten Job, sondern auch ihre Fahrzeuge: Sie sind rund acht Stunden am Tag im Einsatz, legen dabei aber nur rund 100 Kilometer zurück. Das bedeutet ständiges Anfahren und Anhalten auf Entfernungen von oft nur wenigen Metern. Je nach Schicht stoppt ein Müllsammelfahrzeug an einem Einsatztag 200- oder 300-mal und fährt wieder an. Dies ist eine enorme Strapaze für die Technik.

Dementsprechend haben Müllmänner und Müllfahrzeuge Durst. Was die Männer brauchen wissen wir nicht, was Müllfahrzeuge brauchen schon. Nämlich rund 60 bis 80 l/100 km, gegenüber 25 bis 30 l/100 km eines Lkw im Fernverkehr. Daher ist hier der Anreiz besonders groß, Kraftstoff zu sparen, vor allem für das größte Entsorgungsunternehmen Deutschlands, die Berliner Stadtreinigung (BSR). In Zusammenarbeit mit der Daimler AG, Stuttgart, hat die BSR einen Mercedes „Econic BlueTec Hybrid“ getestet. Bernd Sackmann, Leiter Fuhrparkmanagement BSR ist mit dem Ausgang des Tests „sehr zufrieden“.
Das Testfahrzeug war über das gesamte Jahr 2011 auf den gleichen Touren im Einsatz. Von Januar bis August fuhr es wochenweise im Wechsel mit einem Mercedes „Econic BlueTec“ mit identischem Dieselmotor, der als parallel betriebenes Referenzfahrzeug genutzt wurde. Der Hybrid legte in dieser Zeit rund 12 000 km zurück. Abhängig von der Tagestour erreichte der Econic BlueTec Hybrid einen Spareffekt zwischen 17 und 32 Prozent. Daraus ergab sich über den Test hinweg ein Minderverbrauch von 23,9 Prozent – mehr, als selbst die Entwickler vermutet hatten. In absoluten Zahlen sank der Verbrauch beim extremen Stop-and-go der Müllabfuhr einschließlich Zusatzbelastung durch den erhöhten Verbrauch während der Arbeitszeiten im Stand von rund 60 l auf 45 l/100 km.
Ein Vorteil für einen Hybrid-Lkw im Kurzstreckeneinsatz ist das häufige Abbremsen und Anhalten – in diesen Phasen wird die Traktionsbatterie geladen. Im Durchschnitt stoppte der Econic BlueTec Hybrid etwa 200- bis 300-mal pro Tag.
Als weiteren Vorteil registrierten Passanten das geringere Geräuschniveau im Fahren sowie in den Arbeitsphasen im Stand. Die Fahrer wurden mehrfach darauf angesprochen. Manche hatten das Gefühl, es „schleiche“ sich ein Lkw an. dz
Mehr zu diesem Themenkomplex: Seite 44 ff. Schwerpunkt Flottenmanagement; Seite 67 Meinung „Hybris Hybrid“.
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