Cluster-Sourcing im Südwesten Frankreichs

Aquitaine: Alles für den Laser

Mit über 600 Forschern verfügt die Region zwischen Bordeaux und Arcachon über eines der dichtesten Netze von Spezialisten in ganz Europa in der Laserforschung und -entwicklung (Foto: Fizit)
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Viele Regionen haben sich in einem bestimmten technologischen Bereich spezialisiert, sogenannte Cluster. In der französischen Region Aquitanien sind es Laserforschung und Photonik. Einkäufer sollen von kurzen Wegen profitieren.

Im Südwesten Frankreichs liegt die Region Aquitanien. Zwischen Bordeaux und Arcachon, gedeihen nicht nur Tourismus und guter Wein: Über 600 Spezialisten arbeiten in der Laserforschung Photonik.

Die so genannte „Route des Lasers“ ist eines von den 66 Kompetenznetzen (Cluster), die von den französischen Behörden lizenziert und unterstützt werden. Akteure der Branche – Unternehmen, Universitäten und lokale Behörden – haben den Verband Alpha gegründet (kurz für: Angewandte Lasertechnik und Photonik in Aquitanien). Er ist die zentrale Instanz, der den Cluster steuert und die Koordination der Projekte verantwortet. Das Kompetenznetz hat drei Ziele: die Top-Adresse in der Forschung und Innovation im Bereich der Hochleistungslaser zu werden, die technologischen Kompetenzen als Antreiber der industriellen Entwicklung zu nutzen und schließlich die industrielle Entwicklung zu fördern und zu stärken. Im Fokus stehen hierbei drei Themen: Lasersysteme und deren Anwendungen, innovative Physik und Metrologie sowie optische Bildherstellung.
Mit dem bis 2010 in der Nähe von Bordeaux fertiggestellten Megajoule-Laser wird die Region Aquitanien über eine wissenschaftliche Forschungseinrichtung von internationalem Rang verfügen. Die einzige vergleichbare Anlage weltweit steht in Kalifornien (National Ignition Facility).
Dichtes Netzwerk von Spezialisten
Um den Bau einer solchen Einrichtung zu begleiten und zu optimieren, um die industrielle Entwicklung und die Ansiedlung von Unternehmen zu begünstigen und schließlich, um die Transfers zwischen wissenschaftlichen und technologischen Kompetenzen zu entwickeln, haben der Staat, die lokalen Behörden, die Universitäten und die französische Atomenergiekommission CEA die „Route des Lasers“ gegründet.
Standorte in unmittelbarer Nähe der Megajoule-Laseranlage, die mit ihr thematisch in enger Verbindung stehen, wie Laseris1 und 2 oder die „City of Photonics“ auf dem Campus und die Labore der Universitäten werden gerade entwickelt. Sie werden verwaltet von einer gemischtwirtschaftlichen Struktur: Die SEML Route des Lasers. Im Bereich F&E, verstärkt durch CEA-Forscher, verfügt das Cluster um Bordeaux mit fast 600 Forschern über eines der dichtesten Netze von Spezialisten in Europa überhaupt. Auf der industriellen Ebene sind die Märkte, die an den Megajoule-Laser gebunden sind, sehr attraktiv für große, bekannte Namen aus der Industrie wie Sagem oder Cilas und für Zulieferer. In diesem Umfeld gedeihen auch viele Start-ups, die nicht von der Entwicklung des Megajoule-Lasers abhängen. Einige sind inzwischen schon Marktführer in ihrem Bereich. dz
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