Recht im Berufsleben

Arbeitsrechtliche Aspekte einer Weihnachtsfeier

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Wenn in diesen Tagen die jährliche Weihnachtsfeier ansteht, wird sich so manch einer an die Veranstaltungen der vergangenen Jahre erinnern und wissen, dass die Feiern mitunter eine ganz eigene Dynamik entwickeln können.

Teilnahme an einer Weihnachtsfeier ist für Arbeitnehmer freiwillig

Zunächst einmal gilt, dass die Weihnachtsfeier aus Sicht des Arbeitsrechts keine Pflichtveranstaltung ist. Sofern sie außerhalb der Arbeitszeit stattfindet, kann jeder selbst entscheiden, ob er lieber zu Hause bleiben oder mit den Kollegen feiern möchte. Aber auch wenn die Veranstaltung während der üblichen Arbeitszeit stattfindet, muss niemand hingehen, der dies nicht möchte. Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier gehört nämlich nicht zu den vertraglichen Leistungspflichten der Mitarbeiter. Welche Leistung der Mitarbeiter erbringen muss und welche nicht, hängt in erster Linie davon ab, was vertraglich vereinbart wurde. Es kommt vor allem darauf an, für welche Tätigkeit der Mitarbeiter eingestellt wurde. Die Teilnahme an einer Weihnachtsfeier gehört (wohl meistens) nicht zu den vertraglichen Aufgaben.

Findet die Feier während der Arbeitszeit statt, können die feiermüden Mitarbeiter nicht einfach nach Hause gehen, sondern müssen stattdessen arbeiten oder sich für den Tag Urlaub nehmen. Nur wer zur Feier kommt ist von der Arbeit befreit.

Der Arbeitgeber ist grundsätzlich nicht verpflichtet, eine Weihnachtsfeier auszurichten. Allerdings ist durchaus denkbar, dass eine betriebliche Übung entsteht, wenn der Arbeitgeber schon immer eine Feier ausgerichtet hat und die Mitarbeiter dadurch den Eindruck bekommen konnten, es werde auch in den kommenden Jahren eine Weihnachtsfeier geben. Dann muss unter Umständen auch im nächsten Jahr gefeiert werden.

Pflicht, eine Weihnachtsfeier auszurichten?

Zunächst einmal gilt, dass die Weihnachtsfeier aus Sicht des Arbeitsrechts keine Pflichtveranstaltung ist. Sofern sie außerhalb der Arbeitszeit stattfindet, kann jeder selbst entscheiden, ob er lieber zu Hause bleiben oder mit den Kollegen feiern möchte. Aber auch wenn die Veranstaltung während der üblichen Arbeitszeit stattfindet, muss niemand hingehen, der dies nicht möchte. Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier gehört nämlich nicht zu den vertraglichen Leistungspflichten der Mitarbeiter. Welche Leistung der Mitarbeiter erbringen muss und welche nicht, hängt in erster Linie davon ab, was vertraglich vereinbart wurde. Es kommt vor allem darauf an, für welche Tätigkeit der Mitarbeiter eingestellt wurde. Die Teilnahme an einer Weihnachtsfeier gehört (wohl meistens) nicht zu den vertraglichen Aufgaben.

Fehlverhalten kann zur Abmahnung oder Kündigung führen

Auch wenn die Feier nicht zur eigentlichen Arbeit zählt, gelten die gegenseitigen Nebenpflichten des Arbeitsverhältnisses weiter. Für Fehlverhalten während der Weihnachtsfeier kann eine Abmahnung ausgesprochen werden. Bei besonders schweren Verstößen wie Beleidigungen oder sogar Tätlichkeiten gegenüber dem Chef oder Kollegen müssen Mitarbeiter fast zwangsläufig mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen bis hin zur fristlosen Kündigung rechnen.

Sollte die ausgelassene Stimmung im Einzelfall auch zu Annäherungsversuchen zwischen Kollegen führen, muss dies unbedingt im gegenseitigen Einvernehmen erfolgen. Wer auf der Weihnachtsfeier einen anderen Mitarbeiter belästigt, riskiert schnell eine fristlose Kündigung.

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