Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern - Auf dem Weg ins Internet - Beschaffung aktuell

Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern

Auf dem Weg ins Internet

Beschaffungsamt in Bonn
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Wie in der Industrie halten Internet-Technologien auch Einzug in die öffentliche Verwaltung. Der Einsatz des Internets beschleunigt den Modernisierungsprozess des öffentlichen Dienstes maßgeblich und lässt kaum einen Arbeitsplatz unberührt. Es eröffnet Möglichkeiten zur weltweiten Kommunikation zwischen öffentlichem Einkäufer, Industrie und Handel.

Der gemeinsame Wille von Bundesregierung und Wirtschaft, die Informations- und Kommunikationstechnik als wirksames Instrument zur Qualitätssteigerung und zur Nutzung von Effizienzpotenzialen in den Beschaffungsprozess zu integrieren, wird im Rahmen der Initiative „Deutschland im 21. Jahrhundert“ aufgezeigt. Ziel ist es, den Staat zum Vorreiter bei der Nutzung moderner Technologien zu machen. Daneben werden entsprechende Reformvorhaben auch durch das Programm der Bundesregierung „Moderner Staat – Moderne Verwaltung“ gefördert.
Elektronische Vergabe von Aufträgen
Die Begriffe „E-Commerce“, „E-Government“ und „E-Procurement“ sind für das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern keine Fremdworte. In Anlehnung an den Begriff „E-Procurement“ wurde der Begriff „E-Vergabe“ geprägt. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das Projekt „Elektronische Vergabe von Aufträgen des Bundes“. Dieses Projekt wird federführend für den Bund vom Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern und vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung durchgeführt.
Beschränkt sich E-Vergabe ausschließlich auf die Gestaltung der Kommunikation zwischen öffentlichem Einkäufer und Wirtschaft, so hat das Beschaffungsamt einen darüber hinaus gehenden ganzheitlichen Ansatz. Das Projekt des Beschaffungsamtes unterscheidet sich damit von den zahlreichen Parallelvorhaben der Länder, der Kommunen und der Industrie. Als zentrales Einkaufsorgan hat das Beschaffungsamt ein vitales Interesse, Internettechnologie für den gesamten Vergabeprozess – vom Bedarf bis zur Auslieferung der Produkte – zu nutzen und einzusetzen.
Behörden des Geschäftsbereiches werden zukünftig auf einem virtuellen Marktplatz Waren oder Leistungen direkt bei einem gewerblichen Unternehmen bestellen können. Die Projektgruppe „E-Vergabe“ des Beschaffungsamtes BMI unter Leitung von Frau Dipl.-Informatikerin Monika Elschner arbeitet mit Hochdruck an der Realisierung dieser Idee. Der gesamte Einkaufsvorgang wird unter den gegebenen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen analysiert, um ihn danach digital abzubilden. Er ist dazu in die vier nachstehenden Teilprojekte gegliedert.
Teilprojekt 1: Elektronische Kommunikation Behörden – Beschaffungsamt
Einführung von internetbasierter Technologie für die elektronische Kommunikation und zur Verbesserung des Informationsaustausches zwischen den Behörden des Geschäftsbereichs und dem Beschaffungsamt als zentraler Einkauforganisation. Einen lauffähigen Piloten erwartet das Beschaffungsamt bis Mitte des Jahres 2001. Die flächendeckende Einführung ist ab 2002 geplant.
Teilprojekt 2: Elektronische Beschaffungsvorgänge im Beschaffungsamt
Einführung eines Vergabe-Moduls zur Unterstützung der Beschaffungsprozesse. Hier geht es um die vollständige elektronische Unterstützung der internen Verwaltungsabläufe sowie die Definition und Anpassung der Schnittstellen zu den Bedarfsträgerbehörden und zu den Auftragnehmern. Erste Tests mit einer entsprechenden Software werden gegen Ende des Jahres 2000 gestartet.
Teilprojekt 3:Elektronische Kommunikation Beschaffungsamt – Wirtschaft
Einführung von Internettechnologien für die Kommunikation zwischen Beschaffungsamt und Auftragnehmern. Dieses Teilprojekt ist das technisch und vergaberechtlich sicherlich anspruchsvollste. Fragen der Gleichstellung der gesetzeskonformen digitalen Signatur zur handschriftlichen Unterschrift und Aspekte zur Verschlüsselung müssen eingearbeitet werden. Damit wird dem Schutz von Vertraulichkeit und Authentizität elektronischer Mitteilungen Rechnung getragen. Ein Pilot wird Ende des Jahres 2001 zur Verfügung stehen.
Teilprojekt 4: Elektronische Beschaffung zwischen Behörden und Industrie
Einführung von elektronischen Leistungsabrufen auf der Grundlage von Verträgen, die das Beschaffungsamt mit der Industrie abgeschlossen hat. Erste Versuche sind für Ende 2001 geplant.
Das Teilprojekt ist unter der Überschrift „Elektronische Vergabe von Aufträgen des Bundes“ (E-Vergabe) zugleich 17. Leitprojekt des Programms der Bundesregierung „Moderner Staat – Moderne Verwaltung“. Ziel dieses Leitprojektes ist die Entwicklung von elektronischen Plattformen für die Interaktionen zwischen öffentlichem Einkäufer und der Wirtschaft. Hier sollen alle Phasen der Auftragsvergabe von der Bekanntmachung bis hin zum Vertragsabschluss, der Vertragsabwicklung und Zahlung zukünftig digital abgebildet werden. Durch die Digitalisierung wird der öffentliche Einkaufsprozess erheblich beschleunigt. Die hierdurch erzielten Einsparungen kommen dem Steuerzahler zu Gute.
Aus den Startlöchern heraus
Den ersten Schritt auf dem Weg ins Internet hat das Beschaffungsamt am 02. Juni 2000 vollzogen. Seit diesem Zeitpunkt werden unter der Internetadresse www.bescha.bund.de alle Einkaufswünsche der Behörden aus dem Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums veröffentlicht. Das Beschaffungsamt befindet sich mit dieser Technologie in einer Vorreiterrolle. Nur wenige der rund 30.000 öffentlichen Auftraggeber publizieren ihre Investitionsvorhaben im Internet.
Auf den speziell nach den Bedürfnissen von Industrie und Handel gestalteten Internetseiten finden sich in aller Kürze sämtliche Informationen für potenzielle Anbieter. Sie bieten interessierten Unternehmen gegenüber der herkömmlichen schriftlichen Veröffentlichungen in Amtsblättern einen Informationsvorsprung von ca. 10 Tagen.
Weiterhin erhalten die Unternehmen über das Internet durch den Leitfaden für die Angebotserstellung unmittelbare Unterstützung bei der Ausarbeitung ihrer Angebote. Interessenten müssen zur Zeit allerdings die notwendigen Wettbewerbsunterlagen noch schriftlich beim Beschaffungsamt anfordern und abgeben.
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