Startseite » Allgemein »

Auf den richtigen Umgang mit den Menschen kommt es an!

Buchvorstellungen
Auf den richtigen Umgang mit den Menschen kommt es an!

Anzeige
Wer Erfolg im Einkauf haben will, muss mit Menschen richtig umgehen können. Dies gilt für das Führen von Verhandlungen mit Lieferanten aber auch mit den Bedarfsträgern innerhalb des Unternehmens ebenso wie für die Führung der vielen Projekte, die im Einkauf heute anstehen. Wie Verhandlungen und Projektteams besser geführt werden können, skizzieren in anschaulicher Weise die beiden Schriften.

Die Geheimnisse erfolgreicher Verhandlungsführung: Auf den ersten Blick möchte man ausrufen: Oh je – schon wieder ein Buch über Verhandlungsführung! Beim Blättern durch den handlichen, pragmatischen Ratgeber fällt dann auf, dass der Lübecker FH-Professor und Berater Marc Opresnik die Akzente anders setzt als die meisten anderen Schriften zum Thema. Für ihn ist eine erfolgreiche Verhandlungsführung nicht nur eine Frage der Strategien und Techniken sondern auch und dies in besonderem Maße, der kommunikativen und emotionalen Intelligenz, zu der u. a. die non-verbale Kommunikation und Empathie gehören. Hand aufs Herz: In diesem Feld gibt es noch viel zu tun, nicht zuletzt in den Einkaufsabteilungen.

Die Intention des Autors ist es, den Leser in die Lage zu versetzen, Verhandlungen in allen Situationen besser verstehen und gestalten zu können. Der Leser soll erkennen, wie Verhandlungspartner und deren Motive analysiert und gruppendynamische Prozesse in Verhandlungen gedeutet werden müssen. Letztlich geht es darum, den Leser zu befähigen, auch und gerade in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu behalten und Verhandlungspsychologie kompetent und zielführend in der Praxis umzusetzen.
Das leicht lesbare Buch ist garniert mit Fallbeispielen aus der Praxis. Einige der hauptsächlichen Empfehlungen für Verhandlungsprofis (oder solche, die dies werden wollen) lauten: Vertrauen und positive Gesprächsbasis schaffen, Zielsetzung des Gesprächspartners frühzeitig herausfinden, immer mit Blick auf den Nutzen des Verhandlungspartners argumentieren, Verhandlungen zu Beziehungen weiterentwickeln.
Diese Empfehlungen zu beherzigen, ist keine schwarze Magie. Eine entsprechende Verhandlungsführung kann jedoch antrainiert werden. Dies dürfte sich sowohl im Geschäftlichen als auch im Privaten – also in jeder Beziehung – lohnen!
Das Ende des Projektmanagements: Der Titel dieses locker geschriebenen Buches ist irritierend: Es ist nicht – wie man vermuten könnte – ein Grabgesang auf das Projektmanagement sondern ein Weckruf für Führungskräfte, die Potenziale der jungen Generation effektiver zu nutzen. Die Digital Natives sind nach 1980 geboren und sind mit dem Internet aufgewachsen. Sie gehen anders mit Information und Kommunikation um und stellen Führungsstrukturen und -stile in Frage. Der ehemalige österreichische Leistungssportler Ronald Hanisch gibt daher der traditionellen, zu schematischen und zu hierarchischen Führung von Projekten (und von Unternehmen) keine Zukunft mehr. Begründung: Der Generation Y seien Berührungsängste sowohl im Umgang mit Computern, Internet, Smartphones und Pads als auch mit älteren Kollegen und Führungskräften fremd. Sie seien es wegen ihrer dauernden Präsenz im Netz gewohnt, in realen und virtuellen Teams zu leben. Sie erwarteten hiervon ausgehend auch in den Unternehmen ein weithin hierarchiefreies Teamwork sowie ein in Zeiten der Social Media als völlig normal empfundenes Teilen von Informationen ganz im Gegensatz zu der überkommenen Doktrin „Wissen ist Macht“. Jederzeit online seien sie bestens vertraut mit dem Multitasking.
Die in der Fachliteratur beschriebenen linearen Methoden und Tools des Projektmanagements seien für die junge Generation weniger die Lösung als das eigentliche Problem. Hanisch wendet sich daher gegen eine Führung von Projekten mit Zuckerbrot und Peitsche auf der Basis von Positionsmacht der Projektleiter. Er wirbt eindringlich dafür, dass Führungskräfte, die selbst der Generation der Digital Immigrants angehören, sich auf eine veränderte Führungssituation mit den jungen Leuten einstellen und die Potenziale eines Zusammenwirkens mit der jungen Generation besser nutzen. Sie müssten sich selbst als Bestandteile des Teamworks sehen. Die persönliche Zugkraft, Charisma und Glaubwürdigkeit – kurz die Fähigkeit, die Mitarbeiter in Projekten auf gemeinsame Ziele einzuschwören – seien in modernen Organisationen die entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Hanisch plädiert für ein besseres „Abholen“ der „Jungen“, hätte aber etwas stärker darauf hinweisen müssen, dass das Zusammenwirken der Generationen in modernen Organisationen keine Einbahnstraße sein darf, sondern von allen – den Älteren und den Jungen – verlangt, dass sie sich aufeinander zubewegen.
Anzeige
Aktuelles Heft
Titelbild Beschaffung aktuell 4
Ausgabe
4.2020
PRINT
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de