Startseite » Allgemein »

Aus biologischer Baumwolle: Pure Wear

Beschaffung in Modeunternehmen/Ökologie
Aus biologischer Baumwolle: Pure Wear

Anzeige
Pure Wear heißen die Textilien aus biologisch angebauter Baumwolle. 30 solcher Artikel bietet das Mode- und Lifestyle-Unternehmen Apart in der kommenden Kollektion an. Als Tochtergesellschaft der Otto Group hat Apart den Code of Conduct des Konzerns in seine Beschaffungsstrategie eingebaut: Ökologie wird dabei groß geschrieben.

Bereits 1986 erklärte das Versandhaus Otto GmbH & Co. KG, Hamburg, den Umweltschutz zum ausdrücklichen Unternehmensziel. Heute ist nachhaltiges Wirtschaften Teil der Unternehmensstrategie. Dies gilt sowohl für den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen als auch für Menschen, die am Produktionsprozess beteiligt sind. Das Unternehmen gibt dem Begriff „Produktqualität“ eine anspruchsvolle Definition: „Ein Produkt ist nicht schon dann qualitativ hochwertig, wenn es besonders haltbar, gut verarbeitet und schön anzusehen ist, sondern erst dann, wenn auch die unsichtbare Qualität stimmt. Dies ist der Fall, wenn bei seiner Herstellung so wenig negative Auswirkungen wie nur möglich auf Mensch und Umwelt entstanden sind.“

Ziel ist es, Nachhaltigkeit konsequent zu einem wichtigen Faktor im Wechselspiel von Angebot und Nachfrage zu machen – und damit zu einem mitbestimmenden Faktor im Marktgeschehen insgesamt. Deshalb hat Otto in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt, die das Sortiment nachhaltiger gestalten. Ob T-Shirts aus Bio-Baumwolle, Wohn- und Gartenmöbel aus FSC-zertifiziertem Holz oder energie- und wassersparende Waschmaschinen: Nachhaltige Aspekte spielen sowohl bei Textilien als auch bei Möbeln und Technik eine bedeutende Rolle.
Nahezu 100 Prozent aller Otto-Textilien tragen mittlerweile das Siegel „Hautfreundlich, weil schadstoffgeprüft“. Seit 1995 kennzeichnet dieses Qualitätssiegel Produkte, die sich an den anspruchsvollen Öko Tex Standard 100 anlehnen. Durch Prüfungen in Laboren wird sichergestellt, dass allergieauslösende und gesundheitsschädliche Stoffe den Otto-Kunden nicht gefährlich werden können. Ziel ist es, neben einer kontinuierlichen Verbesserung des Angebots an schadstoffgeprüften Textilien, auch die Substitution umweltproblematischer durch umweltverträgliche Substanzen zu erreichen.
Auch bei Bio-Baumwoll-Produkten hat das Versandhaus nach eigenen Angaben Maßstäbe gesetzt. Bereits 1996 rief das Unternehmen gemeinsam mit Partnern in der Westtürkei ein Bio-Baumwollprojekt ins Leben. Ziel war es, Methoden für die verschiedenen Verarbeitungsschritte zu entwickeln, die negative Auswirkungen auf die Umwelt minimieren sollten.
Bio-Baumwoll-Bauern als Lieferanten
Seit 1998 sind Textilien aus Bio-Baumwolle im Sortiment. 2003 wurde das Qualitätssiegel „Pure Wear – die reinste Mode“ im Katalog eingeführt. Es kennzeichnet Mode, deren Rohstoff Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. Der Anteil der Biobaumwoll-Textilien am gesamten Textilsortiment (ausgenommen Markenartikel) soll kontinuierlich weiter ausgebaut werden.
Mit der Verarbeitung von Baumwolle aus dem Projekt „Cotton made in Africa“ der Stiftung “Aid by Trade Foundation“ (ehemals FSAF = Foundation for Sustainable Agriculture and Forestry) wird die Nachfrage nach ökologisch und sozial verantwortlich produzierten Textilien weiter unterstützt. Das von Dr. Michael Otto initiierte Projekt wird von Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und Bundesregierung gemeinsam gefördert und verkörpert den Gedanken der Nachhaltigkeit im besten Sinne, denn es verbindet Ökonomie mit Aspekten des Umweltschutzes und der Entwicklungshilfe. Ziel ist es, nachhaltig produzierter afrikanischer Baumwolle bessere und verlässlichere Absatzchancen auf dem europäischen Markt zu verschaffen. Dabei soll der umweltfreundliche Anbau von Baumwolle gefördert und das Einkommen der afrikanischen Baumwollbauern in den Ländern Sambia, Benin, Burkina Faso und Mosambique gesichert werden. Weitere Länder sollen folgen. Das Projekt unterstützt die Schulbildung und hilft, die Armut in den Baumwollregionen Afrikas dauerhaft zu bekämpfen. Insgesamt profitieren eine Million Menschen in der Subsahara-Region von diesem Konzept der „Armutsbekämpfung durch Handel“. Selbstverständlich wird das Engagement auch 2009 fortgesetzt. Die Produkte werden in den Hauptkatalogen von Otto angeboten.
Auch alle Konzerntöchter der Otto Group unterliegen im Rahmen ihrer Beschaffung dem Code of Conduct. Ein Beispiel ist das Mode- und Lifestyle-Unternehmen Apart International GmbH, Hamburg. Die Kollektionen des Unternehmens umfasst nach eigenen Angaben hochwertige Damenkonfektion sowie ein exklusives Schuh- und Accessoiresangebot. Apart ist sich seiner Umwelt- und Sozial-Verantwortung bewusst und setzt sich aktiv für eine nachhaltige Wirtschaftstätigkeit ein. Wichtiger Bestandteil dieser Strategie ist die Zusammenarbeit mit Lieferanten. Alle im Ausland ansässigen Apart-Lieferanten unterliegen dem Code of Conduct, der in der gesamten Otto Group gilt. Er enthält definierte Anforderungen bezogen auf die Arbeitsbedingungen und die Qualitätsstandards der produzierenden Unternehmen. Apart pflegt langfristige Beziehungen zu seinen Lieferanten. Mit rund 75 Prozent des Lieferantenstamms arbeitet das Modeunternehmen regelmäßig zusammen.
Im Rahmen des Projektes „Cotton made in Africa“ (CmiA) arbeitet Apart bereits seit mehreren Saisons mit der Aid by Trade Foundation (AbTF) zusammen, die nachhaltig produzierter, afrikanischer Baumwolle Zugang auf dem europäischen Markt verschafft und damit afrikanischen Baumwollbauern ein gesichertes Einkommen beschert. In der aktuellen Kollektion bietet Apart bereits über 50 Artikel aus CmiA-Baumwolle an. Für jeden verkauften Artikel wird zudem ein Betrag an die Stiftung gespendet.
In der kommenden Kollektion bietet Apart außerdem erstmals rund 30 Artikel aus „Pure Wear“ an. Dabei handelt es sich um Textilien, deren Rohstoff Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. Die Baumwolle wächst auf Feldern mit bodenschonendem, jährlichem Fruchtwechsel. Schädlinge werden auf natürliche Weise bekämpft. Es wird nur biologischer Dünger eingesetzt. In der Spinnerei wird die Baumwolle separat gelagert und getrennt verarbeitet, um Vermischungen mit konventioneller Baumwolle zu vermeiden.
Abschließend zeigt Apart, dass nachhaltiges Handeln nicht nur über die Beschaffung möglich ist: In der aktuellen Kollektion präsentiert Apart ein spezielles „Charity-Tuch“, dessen Verkaufserlös komplett an die Tropenwaldstiftung Oro Verde gespendet wird. dz
Anzeige
Aktuelles Heft
Titelbild Beschaffung aktuell 4
Ausgabe
4.2020
PRINT
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de