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Be reasonable!

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Bleibt vernünftig, bleibt in der EU, möchte man den Briten zurufen.

Was sie nicht aufhalten würde. Zumindest nicht, wenn ich es rufe. Sollten die Briten sich für Brexit (d.h. Britain+Exit = Brexit, auch Grexit = Greece+Exit) entscheiden, wäre das ein großer Schaden – aber keine Katastrophe.
Ein Schaden nicht zuletzt für den Einkauf. Großbritannien als Beschaffungsmarkt, sofern er überhaupt relevant ist, fiele aus. Denn, glaubt bloß nicht, liebe Briten, Ihr könntet Euch all die Vorteile des Binnenmarktes bewahren, aber nichts mehr zahlen, was ja allgemein, aber fälschlich, als Nachteil gilt. Dann müssen Zölle her!
Doch so schnell schießen die Preußen nicht. Vielleicht würde es die Briten beeindrucken, überzeugte man sie, dass sich ein Austritt aus der Europäischen Union als Schuss ins Knie erweisen könnte. Und zwar granatenmäßig. Imagine, also, äh, stellt Euch vor, liebe Briten, eine Volksabstimmung im Vereinigten Königreich brächte das Ergebnis Brexit. Nun gibt es aber bald eine weitere Volksabstimmung, nämlich in Schottland. Scotland, schon gehört? Und die Schotten stimmen womöglich dafür, aus dem Vereinigten Königreich auszutreten. Und vielleicht in die EU einzutreten, schon deshalb, weil sie Übergriffe der Engländer fürchten. O my God, was für ein Durcheinander!
Das Ergebnis dieses Durcheinanders wird sein, dass Großbritannien bzw. England völlig in der Bedeutungslosigkeit versinkt und als Kleinstaat gehörige Schwierigkeiten auf dem Weltmarkt haben wird.
Ich bin nicht der einzige mit dieser Ansicht. Auch Barack Obama denkt so: Die US-Regierung hat kürzlich David Cameron gewarnt, dass sein Anti-Europa-Kurs schwerwiegende Folgen für die Position Großbritanniens in der Welt haben würde.
Nebenbei gesagt: Nur wenn sich die Mitglieder der Europäischen Union halbwegs einig sind, wird Europas Stimme in der Welt Gewicht haben. Und nur dann befinden wir uns auf Augenhöhe mit den USA, China und Russland.
Dass ein einiges Europa die Zukunft ist, haben immerhin die jüngeren Bewohner der Britischen Inseln begriffen. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung und der Fabian Society kam gerade zu dem Ergebnis, dass zwei Drittel aller 18-34-jährigen Briten für die EU stimmen würden, bei den über 60-Jährigen ist es umgekehrt. Die jüngeren haben eben gute Erfahrungen mit Europa gemacht und außerdem sind sie davon überzeugt, dass die große Probleme wie Klimawandel und Schuldenkrise nicht von einem Land alleine gelöst werden können.
Eine Jugend, die vernünftig ist! Briten seid stolz auf sie, hört auf sie!
Ihr Daniel Zabota
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