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Beschaffung bei Grohe vereinfacht

IT für den Einkaufsprozess
Beschaffung bei Grohe vereinfacht

Bild: Tryfonov/stock.adobe.com
Bild: Tryfonov/stock.adobe.com

Grohe und Jaggaer arbeiten seit 2012 zusammen. Inzwischen hat sich daraus eine solide Partnerschaft entwickelt, die Innovationen vorantreibt, um die Beschaffungsprozesse bei Grohe zu vereinfachen.

Als eine der führenden Marken in der Sanitärbranche wählt Grohe seine Partner bewusst nach ihrem Innovationsgrad aus. Aufgrund der höchst komplexen Logistik-Anforderungen startete Grohe 2012 die Zusammenarbeit mit Jaggaer. Die bis dahin eingesetzte IT-Lösung war nicht zukunftsorientiert und flexibel genug. Jaggaer konnte eine Lösung anbieten, die global einsatzfähig ist, alle Einkaufs- und Logistikprozesse abdeckt und intelligent mitwächst.

Das widersprüchlich scheinende Prinzip der Komponenten „lange Reise, schneller Zugriff” löst Grohde durch Inbound Hubs. Das sind Lager in Reichweite der Markenstandorte, die als Logistikknotenpunkte von den Lieferanten angesteuert und befüllt werden. Der Abruf des Materialbedarfs für die Produktion erfolgt aus den Hubs. Grohe stellt somit sicher, auch auf kurzfristige Bestellungen schnell reagieren zu können und entlastet eigene Lagerstätten. Dieses Prinzip birgt in den Abläufen ein Höchstmaß an Komplexität in sich. Lieferanten müssen auf einfachem Weg in die Planung einbezogen werden, indem sie langfristig avisierte Produktionen mittels eines Forecast-Systems einsehen und ihre Lieferungen entsprechend termingerecht takten können.

Dialog perfektioniert Abläufe

Seit der Einführung der individuellen Lösung für das Vendor Managed Inventory (VMI) laufen die Logistik-Prozesse bei Grohe deutlich transparenter und effizienter ab: Der Lieferant kann auf Basis des aktuellen Lagerstands und der zu erwartenden Verbräuche die Belieferung von Grohe selbst organisieren. Bestellungen und Auftragsbestätigungen werden in Echtzeit mit umgehender Hinterlegung im SAP-System abgebildet, ohne manuellen Mehraufwand für Grohe . Lieferanten können nun vom Eingang des Kundenauftrags bis zur Produktion sowie Stücklistenauflösung und Beschaffung den Status jederzeit nachvollziehen und sich entsprechend vorbereiten. Dadurch können Lieferanten schneller reagieren sowie exakter liefern und beide Geschäftspartner arbeiten mit der maximal möglichen Auslastung. Das Beschaffungsvolumen und die Anzahl der Lieferanten innerhalb dieses Managements sind beträchtlich. Insgesamt führt Grohe 1.600 Artikel Lagerkombinationen im VMI-Modul und weitere ca. 15.000 Material-Werk-Kombinationen, die von über 600 Lieferanten bereitgestellt werden. Insgesamt werden jährlich mehr als 160.000 Bestellungen über Jaggaer abgewickelt.

Hohe Akzeptanz des Lieferantenportals

Nach dem erfolgreichen Start folgte der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Grohe und Jaggaer sowie die Weiterentwicklung der laufenden Systeme. Über 90 % der Direktmateriallieferanten arbeiten mit dem Lieferantenportal und wickeln den Bestellprozess darüber ab. Die hohe Akzeptanz des Lieferantenportals war Basis für das weitere Wachstum. 2014 wurde mit der Einführung des RFQ- Moduls für Ausschreibungen im direkten Einkauf ein einheitlicher Prozess für die Durchführung von Ausschreibungen umgesetzt. Mithilfe eines detailliertem und standardisiertem Ausschreibungsformulars erfolgt die vollständige Bewertung der Angebote. Die Lieferanten erhalten die Ausschreibung über das Jaggaer-Lieferanten-Portal und geben Angebote über selbiges ohne Medienbruch zurück.

Das im selben Jahr eingeführte DAE-Modul (Document Approval Exchange) ermöglicht Grohe eine effiziente Massenkommunikation mit Lieferanten. Die Zulieferer werden gruppenbasiert angeschrieben. Über das Jaggaer -Lieferanten-Portal ist ersichtlich, ob ein versendetes Dokument gelesen und auch akzeptiert wurde oder wenn vorab eingestellt, ein alternatives oder unterschriebenes Dokument zurückgesendet wurde. Seit Anfang 2019 nutzt Grohe das Contract Management als zentrale Vertragsdatenbank im Einkauf. Durch die Integration der Verträge in die für Einkäufer bekannte Nutzeroberfläche werden Metadaten im Prozess, wie Vertragstyp oder Gültigkeitsdatum, sehr zuverlässig und einheitlich gepflegt. Heute ist ein detailliertes Reporting über verschiedene Vertragstypen möglich. In Verbindung mit einer Schnittstelle zum DAE können heute sogar zurückgesendete Dokumente vom Lieferanten, nach Freigabe, in das Vertragsmanagement überführt werden. (pm)

 

 

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