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Chancen der Internationalisierung nutzen

Siemens Automation & Drives
Chancen der Internationalisierung nutzen

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(ks) Der Weltmarkt für Automatisierungs- und Antriebstechnik, der 1997 bei 160 Mrd. DM lag, erreichte 1998 aufgrund guter Konjunktur in den westlichen Industriestaaten 170 Mrd. DM. Der Siemens-Bereich Automatisierungs- und Antriebstechnik hat daran weltweit einen Marktanteil von 8%. In Europa beläuft sich der Marktanteil auf 15%, in den Ländern Amerikas auf 7% und im Asien/Pazifik-Raum (ohne Japan) auf 4%.

Man geht davon aus, daß der Weltmarkt bis zum Jahr 2002/03 mit jährlich circa 3% auf 190 Mrd. DM wachsen wird. Das Wachstum findet vor allem in den Märkten Amerikas inklusive USA mit jährlich rund 3% und der Asien/Pazifik Region mit 2,5%/Jahr statt. In den Schwellenländern und GUS-Staaten erwartet man mit 4,5% jährlich überdurchschnittlichen Zuwachs.
Als Weltmarkt-Anbieter will Siemens A&D besonders in den Zukunftsmärkten Asien/Pazifik und Amerika stärkere Zuwächse erlangen, ohne die Position in Europa zu gefährden. Dabei setzt man auch auf neue Vertriebswege wie Electronic Commerce. Für alle wichtigen Märkte hat man Wachstumspläne, die durch Ausschöpfung aller Vertriebswege wie OEM-Geschäft mit Maschinenbau, Systemhäusern und -integratoren sowie Schaltschrankbauern ein forciertes Distributoren-Geschäft und Account Management sowie durch Knüpfen neuer Kooperationen erreicht werden sollen.
Knapp die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet man derzeit im internationalen Geschäft und geht davon aus, daß dies mittelfristig über 60% ausmachen wird. Über 28.000 Mitarbeiter sind derzeit im internationalen Geschäft tätig; das sind 53%. Dazu Hans. M. Strehle, Mitglied des Bereichsvorstands im Siemens-Bereich Automatisierungs- und Antriebstechnik: „Wir sehen die Internationalisierung unseres Geschäftes als Herausforderung und Chance, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir müssen sie auch als Standortsicherung für Deutschland geltend machen; denn nur wenn wir weltweit Kompetenz vor Ort schaffen und international präsent sind, helfen wir unseren Kunden, neue Märkte zu erschließen, und sichern damit auch in Deutschland Arbeitsplätze“.
Siemens A&D ist in der Welt mit 60 Fertigungsstandorten zu Hause. Viele Kunden aus der Automobil- oder Chemie-Industrie sind ebenso weltweit tätig. Sie können das Siemens-Service- und Vertriebsnetz in 193 Ländern nutzen.
Ressourcen global einsetzen
In einigen Jahren werden auf der ganzen Welt internationale Teams in einem Netzwerk über die unterschiedlichen Zeitzonen hinweg zusammenarbeiten. Beispiele hierfür gibt es heute schon. So entwickelt Siemens, speziell zugeschnitten auf den chinesischen und südostasiatischen Markt, Werkzeugmaschinensteuerungen in einem Joint Venture in Nanjing. Die Entwickler in China arbeiten in einem Netzwerk mit ihren Kollegen in Chemnitz und Erlangen zusammen. Wenn die deutschen Entwickler Feierabend haben, arbeiten die chinesischen Projekt-Kollegen an dem Thema weiter und umgekehrt. Dadurch können ohne Verzögerung Erfahrungen und Problemlösungen ausgetauscht werden und sowohl europäische als auch südostasiatische Kunden davon profitieren.
Ziel ist, Ressourcen global einzusetzen. Ein weiteres Beispiel: Für Audi/VW entstand 1998 eine hochmoderne Automobilfabrik in Curitiba, Brasilien. Der Siemens-Bereich Automatisierungs- und Antriebstechnik hat für diese Fabrik als Generalunternehmer die kompletten Fertigungs- und Prüfeinrichtungen für die Karosserie-Endmontage geliefert. Circa 100 brasilianische und drei deutsche Elektromonteure und 10 brasilianische sowie 10 deutsche Projektierungs- und Inbetriebsetzungsingenieure begleiteten dieses Projekt.
Der europäische Markt, der heute einschließlich Deutschland noch gut ein Drittel des A&D-Weltmarktes ausmacht, wird nur moderat mit etwa 2% jährlich zunehmen. A&D hat in Europa eine gute Basis mit 12 Fertigungsstandorten und rund 10.000 Mitarbeitern und hat sich für Europa ein jährliches Umsatzwachstum von 7% vorgenommen, das besonders in Österreich, Schweiz, Italien, Großbritannien, Frankreich und Spanien realisiert werden soll. Deutschland stellt einen Markt von circa 20 Mrd. DM dar, der künftig nur mit gut 1% p.a. wächst.
Deutlicher Geschäftsausbau in den Amerikas
Für die Automatisierung teilt sich der amerikanische Markt auf in USA, Kanada und Mexiko, also den NAFTA-Raum und die Länder Zentral- und Südamerikas. In der NAFTA-Region beträgt das geschätzte Marktvolumen heute rund 40 Mrd. DM und in den Ländern Zentral- und Südamerikas über 5 Mrd. DM. Bis zum Jahr 2002/03 wird dieser Markt jährlich um etwa 3% wachsen.
In USA beliefert der Bereich seine Kunden über die Siemens Energy & Automation (SE&A) mit Sitz in Alpharetta, Georgia. Dort arbeiten rund 9.600 Mitarbeiter, die im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,6 Mrd. DM erzielten. Desweiteren hat Siemens im Frühjahr in Princeton, N.J./USA, das Know-how auf dem Gebiet der Industrie-Software in der Industrial Software Business Unit gebündelt, mit dem Ziel, diese zu einem Softwarehaus auszubauen. Dort arbeiten inzwischen über 100 Mitarbeiter im Vertrieb und in der Entwicklung Softwarebasierter Industrieprodukte und -systeme. In Zentral- und Südamerika liegt der Geschäftsschwerpunkt mit knapp 60% Umsatz in Brasilien und Argentinien.
Zukunftsmarkt Asien/Pazifik
Die Region Asien/Pazifik umfaßt 15 Staaten und Länder mit unterschiedlichster wirtschaftlicher, politscher und kultureller Ausprägung. Für A&D ist diese Region ein wichtiger Wachstumsmarkt mit einem Volumen von heute circa 50 Mrd. DM, also knapp einem Drittel des Weltmarktes. Japan, der größte Teilmarkt, macht gut zwei Drittel des Gesamt-Volumens dieser Region aus. Man will diesen Markt mit verstärkten Vertriebsaktivitäten und Kooperationen angehen. A&D beschäftigt heute 4.700 Mitarbeiter in der Asien/Pazifik-Region und verfügt über 14 Fertigungsstätten, vier davon in Indien, eine in Pakistan sowie sieben Fertigungen in China.
Das größte Engagement hat man in China. Mit insgesamt neun Joint Ventures, die von Schalt- und Installationsgeräten über Antriebe, Automatisierungsgeräte und Vakuumpumpen bis hin zu Werkzeugmaschinensteuerungen reichen, generieren circa 2.000 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 200 Mio. DM. Siemens ist ein wichtiger Partner für die chinesische Metallindustrie und hat für ein großes Stahlwerk in der Nähe von Shanghai Steuerungs- und Antriebssysteme geliefert. In der Provinz Chongqing im Nordwesten Chinas wurde eine Raffinerie mit PCS7 ausgerüstet.
In der Siemens Industrial Automation Ltd. Shanghai wurde für Engineering und Erstellung von Software für die Prozeßautomatisierung ein Center of Competence aufgebaut. Der größte Teil der Customer Support-Aktivitäten für A&D-Produkte und Systeme wird von der Siemens Factory Automation and Engineering in Beijing erbracht. A&D will seinen Umsatz in der Asien/Pazifik-Region von heute rund 600 Mio. DM auf über 1,5 Mrd. DM in den nächsten fünf Jahren erhöhen. Der Bereich würde damit seinen Marktanteil auf circa 12% steigern.
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