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Der Einkauf im Krankenhaus

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Ein miserabler Einkauf in einem deutschen Krankenhaus ist gewiss nicht das größte Unglück. Im Vergleich zu einem haitianischen Krankenhaus! Schon vor dem Erdbeben war das Gesundheitswesen des Inselstaates mehr schlecht als recht. Es fehlte an medizinischen Einrichtungen und geschultem Personal. Für den Zustand des Gesundheitswesens nach dem Beben fehlen mir die Worte. Dieses Ereignis relativiert alles. Dennoch muss man sich auch über den Krankenhauseinkauf hierzulande seiner Gedanken machen. Daraus ist der Themenschwerpunkt dieser Ausgabe entstanden (Seiten 14 ff.). Fazit: Im Vergleich zum gut organisierten Einkauf in den meisten Industriebetrieben gibt es in vielen Krankenhäusern erhebliches Optimierungspotenzial. Das haben jedenfalls viele Experten beim Beschaffungskongress der Krankenhäuser in Berlin berichtet. Einer der wichtigsten Schwachpunkte ist wohl das Verhältnis der Einkäufer zu den Ärzten. Bei allem Respekt vor diesem Berufsstand: Es gibt Möglichkeiten, die Beschaffung zu optimieren, ohne dass darunter die Qualität der Medizinprodukte leidet. Einfach durch bessere Einkaufsprozesse, die wiederum eine wichtige Aufgabe eines Strategischen Einkaufs sind. Doch der ist in vielen Kliniken leider nicht vorhanden. Kurzum: Liebe Ärzte, hört auch auf den ökonomischen Sachverstand Eurer Einkäufer! Es sind auch Einkäufer, die manchmal zwischen dem „günstigsten Versorgungspreis“ und dem „Qualitätspreis“ unterscheiden. Eine in dieser Branche eher unbequeme Tatsache. Lenkt sie doch den Blick darauf, dass das Thema Ethik im Gesundheitswesen in Deutschland ebenso schwach ausgeprägt ist wie der Einkauf. Möglicherweise liegen die Aspekte Ethik und Einkauf näher beieinander als uns lieb ist. Eines Tages wird man sich der Realität stellen müssen: Nötig wäre eine ehrliche Diskussion darüber, was medizinisch und finanziell vertretbar ist. Und für wen. Das ist genau die Diskussion, die unsere Politiker nicht führen wollen. Im Zusammenhang mit dem Erdbeben in Haiti spielt auch die Logistik eine wichtige Rolle. Hilfsgüter kommen inzwischen zwar auf dem Flughafen von Port-au-Prince an, erreichen aber die Menschen wegen der völlig kollabierten Logistikinfrastruktur nicht. Interessant ist hier zum Beispiel die Initiative der Deutschen Post DHL, die mit einem so genannten Desaster Response Team hilft, den Transportfluss der eingehenden Waren zu gewährleisten. Mehr dazu unter www.beschaffung-aktuell.de

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