Technische Bürsten

Drehzahl und Eintauchtiefe im Auge behalten

Beachtet der Anwender Sicherheitshinweise und handhabt er die technische Bürste fachkundig, kann er die Lebensdauer dieses Werkzeugs deutlich erhöhen. (Bilder: Kullen-Koti)
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Richtig angewandt können technische Bürsten die Werkzeugkosten erheblich senken. Die Standzeit zu maximieren, ist deshalb ein zentraler Aspekt in der Entwicklungsarbeit des Herstellers Kullen-Koti. Der Anwender kann die Lebensdauer der Bürsten aber auch selbst deutlich erhöhen, indem er sie fachkundig handhabt und Sicherheitshinweise beachtet.

Hier agieren sie als Entgratwerkzeug, dort als Förderelement und anderenorts dienen sie der Oberflächen-reinigung – die technischen Bürsten von Kullen-Koti sind heute in allen Industriezweigen am Werk und übernehmen je nach Variante und Einsatzgebiet ganz verschiedene Aufgaben. Stetig arbeitet das Unternehmen daran, durch innovative Besatzwerkstoffe und konstruktive Maßnahmen die Belastbarkeit und Standzeit seiner Bürsten weiter zu verbessern.

Allerdings kann auch der Anwender selbst sehr viel dazu beitragen, die Funktionalität der eingesetzten Bürsten möglichst lange im Optimalbereich zu halten und ihren Verschleißgrad deutlich zu minimieren. Kullen-Koti gibt seinen Kunden hierzu eine ganze Reihe wertvoller Praxistipps für das richtige Handling, die sichere Anwendung und die geeignete Lagerung.
Erst prüfen, dann starten
Wer beispielsweise schnell rotierende Werkzeugbürsten für das Oberflächen-Finishing oder Entgraten seiner Bauteile verwendet, sollte stets daran denken, die Bürste nur mit einer dafür geeigneten Aufnahme zu fixieren oder zu spannen. Bei der Arbeit mit Schaftbürsten ist zudem zu beachten, dass die Bürste so kurz wie möglich eingespannt wird. Das gewährleistet einen optimalen Rundlauf und eine präzise Führung der Bürste.
Überdies sollte der Anwender nicht vergessen, vor dem Druck auf den Startknopf von Maschine oder Werkzeug einen prüfenden Blick auf den Zustand der Bürste zu werfen. Denn weist sie eine Beschädigung auf, können sowohl das Werkstück als auch die Spannvorrichtung Schaden nehmen. Außerdem kann durch herumfliegende Teile eine Verletzungsgefahr entstehen.
Darüber hinaus gilt es, beim Einsatz von Bürsten zwei wichtige technische Parameter im Auge zu behalten: die Drehzahl oder Umfangsgeschwindigkeit der Bürste und die Eintauchtiefe. Diese beiden Aspekte wirken sich direkt auf die Ergebnisqualität, die Produktivität und die Bürstenstandzeit aus. Die Umfangsgeschwindigkeit ist abhängig vom Bürstentyp und vom bearbeiteten Werkstück oder Werkstoff.
Viele Bürsten haben ganz charakteristische Drehzahlbereiche, in denen sie ihre optimale Wirkung erreichen. Oft senken zu geringe Umfangsgeschwindigkeiten den Wirkungsgrad. Steigern lässt sich die Umfangsgeschwindigkeit aber nicht nur, indem die Spindeldrehzahl an der Maschine erhöht wird, sondern auch durch einen größeren Bürstendurchmesser. Grundsätzlich gibt Kullen-Koti für seine kraftgetriebenen Bürsten (nach EN 1083-2) stets eine empfohlene Sicherheitsdrehzahl an, die auf der Bürste, dem Etikett oder auch auf der Verpackung angegeben ist.
Drahtbürsten sind „Spitzenkräfte“
Hinsichtlich der richtigen Eintauchtiefe ist zu berücksichtigen, dass Drahtbürsten – die meisten Werkzeugbürsten gehören in diese Kategorie – im wahrsten Sinne des Wortes „Spitzenkräfte“ sind. Das heißt, sie wirken nur mit den Spitzen des Besatzes. Aus diesem Grund ist es ausreichend, diese Bürsten nur mit geringer Eintauchtiefe an beziehungsweise über die Oberfläche oder das Werkstück zu führen. Zu hohe Eintauchtiefen können das Werkstück beschädigen und reduzieren die Standzeit der Bürste erheblich. Wer über die Sicherheits- und Anwendungshinweise von Kullen-Koti hinaus noch einige Tipps des Herstellers für die richtige Lagerung beherzigt, wird lange Freude haben an seiner Bürste. Hierbei sind lediglich einige grundsätzliche Aspekte zu beachten, die jedem Anwender sofort einleuchten. Denn zum einen sind die Bürsten trocken zu lagern, sodass sie weder von Feuchtigkeit noch von Säuren oder anderen Medien beschädigt werden können. Zum anderen muss dafür Sorge getragen werden, dass sich der Besatz der Bürsten während der Lagerzeit nicht deformieren kann. Der Anbieter berücksichtigt dies beispielsweise schon durch eine geeignete Verpackung.
Bei konsequenter Beachtung dieser Empfehlungen kann der Anwender die Lebensdauer seiner technischen Bürsten deutlich verlängern und seine Kosten in diesem Bereich spürbar reduzieren. Gleichzeitig leistet er damit einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung von Produktqualität und Prozesssicherheit. Und darüber dürften sich letztlich nicht nur die Kunden freuen, sondern auch die Beauftragten des Qualitätsmanagements. dk

Brain-Pool für Bürstenanwender

Testcenter

Wer sich über den frühzeitigen Verschleiß seiner Bürsten wundert oder sich einfach nicht sicher ist, ob er die geeigneten Bürsten einsetzt, dem helfen die Berater des Bürsten-Testcenters von Kullen-Koti in Reutlingen weiter. Dort stehen ein moderner Maschinenpark und fachkundige Experten zur Verfügung, die Kunden helfen, für ihre konkrete Anwendung die ideale Bürstenlösung zu finden. Dazu werden unter anderem Belastungstests und Anwendungsversuche durchgeführt oder Langzeit-Prüfreihen gefahren. Insbesondere bei der Entwicklung kundenorientierter Bürstensysteme oder bei der Optimierung von Bürsten für die Behandlung spezieller Werkstücke oder Werkstoffe steht das Bürsten-Testcenter als Brain-Pool allen Kunden offen.


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