Vorkonfektionierte Energiezuführungen

Einsatz ohne Grenzen

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Bei der Automation von Maschinen und Anlagen gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Gründen, sich für vorkonfektionierte Energiezuführungen zu entscheiden. Fertigungskosten reduzieren sich, Fehlerquellen werden nahezu ausgeschlossen. Der Projektierungsaufwand sinkt, die Zuverlässigkeit steigt.

Michael Blaß

Die Einsatzmöglichkeiten von vorkonfektionierten Energiezuführungen liegen unter anderem in der Montage- und Handhabungstechnik, in der Förder- und Lagertechnik oder im Maschinenbau.
Fix und fertig im System
Aus Kundensicht müssen Maschinen und Anlagen störungsfrei laufen, damit das Energieführungssystem reibungslos funktioniert. Das setzt die einwandfreie Leistung aller Komponenten voraus. Bedingt durch ständig steigende Belastungen in der Automation sind in der Vergangenheit immer häufiger geführte Leitungen ausgefallen, obwohl die Energieführung selbst einwandfrei funktionierte. Das Kölner Unternehmen igus GmbH ergriff daraufhin die Initiative, um heute komplett konfektionierte Energiekettensysteme anzubieten, die unter dem Namen „ReadyChain“ auf dem Markt sind.
Von der Beschaffung notwendiger Sonderteile, Bleche oder Maschinenteile bis hin zur Bereitstellung des einbaufertigen Systems zum festgesetzten Montagetermin wälzt der Kunde seine gesamte Beschaffungslogistik ab. Mit einem umfassenden Produktprogramm erfüllt igus nahezu alle Kundenforderungen. Dazu stehen weit über 40 000 Einzelkomponenten, über 600 kettentaugliche Leitungen sowie 2 500 Elektrokomponenten zur Verfügung.
Das ReadyChain-Konzept vereint für viele Einsätze in der Automation eine Reihe von wirtschaftlichen Vorteilen. Durch die schnellen und garantierten Lieferzeiten kann der Kunde komplett auf die Lagerung von Leitungen, Steckern und weiteren Anbauteilen verzichten. Fertige Systeme werden dank einer eingespielten Logistik innerhalb von wenigen Tagen zum garantierten Termin nahezu weltweit ausgeliefert. Der Kunde hat somit die Möglichkeit, jederzeit auf konjunkturelle Höhen oder Tiefen zu reagieren und eigene Auslastungsschwankungen auf den Systemanbieter zu übertragen.
Zahlreiche Einzelkomponenten erhöhen nicht nur das Ausfallrisiko von Maschinen und Anlagen, sondern erschweren auch die Fehlersuche. Bei ReadyChain handelt es sich um eine Systemlösung, die vor Auslieferung auf eigenen Testständen auf Herz und Nieren geprüft wird. Für das gesamte System ist nur noch eine Bestellnummer erforderlich, es erfolgt eine Lieferung und eine Rechnung. Die Anzahl der Lieferanten und Bestellungen reduziert sich für den Kunden um 75 Prozent. Er kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und überlässt die Beschaffung der unzähligen Einzelkomponenten igus als Systemlieferanten.
Die Konfektionierung reicht vom einfachen Energieketten-System mit eingelegten Leitungen bis hin zu komplexen Systemen. Sie umfassen alle Leitungen, Schläuche, Steckverbinder, Innenaufteilungen, Anschlusselemente und Anbauteile, entsprechend den Kundenanforderungen. Jede Losgröße sowohl für Einzel- als auch Serienfertigung rechnet sich.
Von der Einzel- bis zur Serienfertigung
Mit entsprechenden Transporthilfen und Transportsicherungen wird die schadensfreie Auslieferung gewährleistet. Als Systemlieferant aller Komponenten erbringt igus bis zur Inbetriebnahme alle erforderlichen Leistungen. Allein der elektrische Anschluss und die damit verbundene Gesamtinbetriebnahme erfolgt auf Kundenseite.
Um Montagezeiten einzusparen, die Anzahl der Lieferanten und damit der Kosten zu minimieren, kommen in vielen Bereichen der Automation, wie in der Förder- und Lagertechnik oder in der Montage- und Handhabungstechnik, immer häufiger vorkonfektionierte Energiezuführungen zum Einsatz. An Beispielen eines Spezialisten für die Automatisierung von Apotheken sowie eines automatischen Rohstoff-Zuführsystems werden die individuellen Vorteile von vorkonfektionierten Energiezuführungs-Systemen schnell deutlich.
Ein Schwerpunkt des Unternehmens Mach4 aus Bochum liegt in der Automatisierung von Apotheken – ein Zukunftsmarkt auch in Deutschland. Der Platz in begehrten Innenstadtlagen ist teuer, Grundriss und Aufbau der Verkaufsflächen variieren stark. Die Systeme zum Medikamentenhandling müssen deshalb möglichst kompakt und individuell realisiert werden.
Mit seinen leistungsfähigen, fertig konfektionierten Energiezuführungssystemen trägt igus zu den guten technischen Daten der Anlagen bei und minimiert gleichzeitig den Montageaufwand. Das Komplettprogramm ist dabei auf hohe Anforderungen ausgelegt: durchschnittlich 19 000 Produkte, eine Verfahrgeschwindigkeit von 4 Meter pro Sekunde und eine Beschleunigung von 2,5 m/s², das alles bei bis zu 13 Meter Verfahrweg und täglich etwa 600 bis 2 000 Ein- und Auslagevorgängen. Um das Handling überschaubar zu halten und Platz für die Medikamente zu schaffen, können die konstruktiven Vorteile – das sind in erster Linie die kompakte, modulare Bauweise sowie die geringen Biegeradien – voll ausgespielt werden. ReadyChain funktioniert in dieser Anwendung völlig reibungslos – bei immerhin fast einer Million Zyklen pro Jahr.
Modulares Konzept für mehr Wachstum
Konzentration aufs Kerngeschäft lautet die Devise bei Mach4: igus garantiert nicht nur eine funktionierende Technik, sondern auch schnelle Lieferzeiten. Somit kann der Spezialist für die Apothekenautomatisierung auf die Lagerung von Leitungen, Steckern und sonstigen Anbauteilen komplett verzichten. Die Aufwendungen für die betriebsinternen Abläufe reduzieren sich um bis zu 75 Prozent, da igus als einziger Ansprechpartner vor Ort sich um alle Einzelteile kümmert.
Die Verarbeitung empfindlicher Schüttgüter unter hygienischen Bedingungen erfordert viel Erfahrung. Um den hohen Anforderungen an alle Anlagenteile zu entsprechen, setzt AZO in Osterburken einerseits nur Zulieferteile von Marktführern ein. Andererseits verfolgt das Unternehmen eine klare Strategie zur Qualitätsoptimierung und Kostenminimierung. Demzufolge stehen zentrale Anlagenteile wie Wäge-, Dosier-, Zuführ- oder Mischereinheiten nur in Modulform zur Verfügung. Deshalb werden fertig konfektionierte Energiezuführungssysteme eingesetzt.
Als exportorientiertes Unternehmen war für AZO darüber hinaus die UL-Zulassung der Leitungen wichtig. Selbst Anwendungen im Ex-Bereich können durch Atex-zertifizierte Energieführungssysteme realisiert werden. Um teuren Platz im Anlagenbau zu sparen, nutzt das Unternehmen besonders die kleinen Biegeradien der Energiezuführungen. Bei AZO kommen die vielfältigen Vorteile der vorkonfektionierten Energiezuführungen voll zum Tragen. Kosteneinsparungen entstehen durch die festen Liefertermine, es gibt keine Lagerkosten, die Kapitalbildung wird verringert. igus übernimmt als Systemlieferant die komplette technische Verantwortung.
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