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Elektroautos noch lange nicht massenmarkttauglich

Contra: Studie Deloitte
Elektroautos noch lange nicht massenmarkttauglich

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„Elektroautos sind noch weit davon entfernt, erste Wahl bei den Verbrauchern zu sein. Das zeigt sich bereits daran, dass für ihre breite Akzeptanz vor allem die Faktoren Benzinpreis und technische Entwicklung des Verbrennungsmotors die maßgebliche Rolle spielen. Derzeit ist die massenhafte Einführung des Elektroantriebs noch ein Wunschziel“, sagt Siegfried Frick, Partner Automotive bei Deloitte. Zwei hohe Hürden entscheiden darüber, ob der Verbraucher dereinst Elektroautos kaufen wird: Die „Schmerzgrenze“ beim Benzinpreis. Sie liegt bei rund zwei Euro pro Liter. Würden andererseits aber konventionelle Fahrzeuge einen Verbrauch von drei Litern pro 100 km nicht überschreiten, würde das Interesse an Elektroautos drastisch abnehmen, wie der aktuelle Deloitte-Report „A new era. Accelerating toward 2020 – An automotive industry transformed“ zeigen soll.

Hauptsächlich beeinflussen die Kraftstoffpreise eine potenzielle Kaufentscheidung für das Elektroauto. Den Studienteilnehmern zufolge liegt die „magische Schwelle“ bei zwei Euro pro Liter. Allerdings gibt es auch hier regionale bzw. nationale Differenzierungen: So ist der Benzinpreis sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien etwas weniger wichtig als in Ländern wie z. B. Belgien, Spanien oder Frankreich.
Mit 53 Prozent ist die Gruppe derer, die über den Kauf eines Elektroautos nachdenken würde, nicht klein – neben dem Spritpreis hängt die Kaufbereitschaft aber eng mit der erwarteten Preisgestaltung für Elektroneuwagen zusammen. Mehr als die Hälfte würde insgesamt nicht mehr als 15 000 Euro ausgeben – einschließlich erwarteter Steuervorteile oder Subventionen. Nur 24 Prozent wären bereit, einen Aufschlag von 1500 Euro gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Auto zu akzeptieren. Auch hier liegen die Toleranzschwellen bei Deutschen und Briten höher als im europäischen Durchschnitt.
Neben dem Anschaffungspreis für ein Elektroauto sind Fragen nach der Convenience entscheidend: Wie oft muss nachgeladen werden? Wie lange dauert das? Und auch: Was kostet der Strom fürs Auto? Rund 80 Prozent nannten diese Kriterien als ausschlaggebend dafür, ein Elektroauto zu kaufen oder zu leasen. Dazu gehören auch die Leistungsfähigkeit der Batterien bzw. Akkus sowie die Kosten eines Wechsels.
Unabhängig davon ist für rund drei Viertel der Studienteilnehmer Mindestbedingung für einen möglichen Kauf, dass eine Wiederaufladung der Batterien frühestens nach 480 gefahrenen Kilometern erforderlich ist. Mehr als zwei Drittel fordern, dass der Aufladeprozess höchstens zwei Stunden dauern dürfte – Zahlen, von denen die Industrie derzeit noch weit entfernt ist.
Prinzipiell seien die Verbraucher dem Thema Elektrofahrzeug gegenüber aufgeschlossen. Allerdings liegen die Ansprüche noch weit über dem, was die Industrie bisher liefern könne, resümiert Frick. dz
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