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Elektronik auf „Herz und Nieren“ prüfen

Siemens Nixdorf
Elektronik auf „Herz und Nieren“ prüfen

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Das EMV-Prüfzentrum von Siemens Nixdorf überprüft nicht nur die hauseigenen Produkte sondern bietet auch anderen Herstellern von elektrischen und elektronischen Produkten seine Dienstleisungen an.

Im Bereich Elekronik und Elektrotechnik hat das gemeinsame Europa spätestens 1992 begonnen. Denn seit November 1992 gilt die EU-Richtlinie 89/336. Das deutsche Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten (EMVG) verlangt vom Hersteller einen Nachweis, daß seine Produkte mit den EU-weit festgelegten Schutzzielen konform gehen. Freien Zugang zu allen EU-Märkten erhalten nur Produkte, für die der Hersteller eine Konformitätserklärung vorlegt. Betroffen sind hiervon alle Hersteller von elektrischen und elektronischen Apparaten, Anlagen und Systemen, die elektrische oder elektronische Bauteile enthalten.

Doch eine EMV-Prüfung ist gar nicht so einfach durchzuführen. Denn neben erfahrenen Fachleuten und einem kostenaufwendigen Equipment braucht man dazu auch einen geeigneten Meßplatz. Um Störungen durch Radio, Funk oder TV auszuschließen, müssen die meisten Messungen in fest abgeschirmten Räumen durchgeführt werden. Hier bieten sich sogenannte Absorberhallen, in denen sämtliche Messungen störungsfrei, schnell und reproduzierbar ablaufen, an. Der Nachteil: Absorberhallen sind eine teure Investition. Für Produzenten von elektrischen und elektronischen Geräten liegt deshalb eine Zusammenarbeit mit einem Dienstleister auf diesem Gebiet nahe.
In Augsburg unterhält die Siemens Nixdorf Informationssysteme AG eines der modernsten akkreditierten EMV-Testzentren Europas, sowie ein akkreditiertes Labor für Produktsicherheit. Auch externe Unternehmen können auf dieses Equipment zurückgreifen. Denn Siemens Nixdorf bietet die Räumlichkeiten seiner Testlabors und das Know-how und die Beratungsleistung seiner Ingenieure auch als Dienstleistung an. Das EMV-Testzentrum verfügt über eine hochmoderne Absorberhalle sowie über mehrere Schirmkabinen. Für Voruntersuchungen und Entstörung stehen weitere Meß- und Entwickungsplätze bereit. Der Meßpark entspricht dem modernsten Stand der Technik, was Siemens Nixdorf ein hohes Maß an Meßgenauigkeit und Automatisierbarkeit ermöglicht. Die Ausstattung der Absorberhalle erlaubt es, Messungen entsprechend den FCC-Richtlinien durchzuführen. Dies sind Vorraussetzungen für den Export von Produkten in die USA oder Kanada.
Die Absorberhalle hat die Maße 17,6 m x 9,6 m x 6,2 m zwischen den Absorberspitzen. Sie ist partiell mit Bodenabsorbern ausrüstbar. Der Frequenzbereich liegt zwischen 9 kHz – 10 Ghz. Die Toleranz der Meßplatzdämpfung beträgt 4 dB. Es steht eine Drehbühne mit einem Durchmesser von 4 m und einer Tragkraft von 2,5 t zur Verfügung. Die maximal einsetzbare Antennenhöhe beträgt 4 m. Die Stromaufnahme des Prüflings darf maximal 4 x 63 A betragen.
Die Mitarbeiter des Augsburger EMV-Meßteams sind hochqualifizierte Meßtechniker und Ingenieure, die über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der EMV-Messung verfügen. Zu den besonderen Dienstleistungen des EMV-Zentrums gehört eine ausführliche Beratung in der Entwicklungsphase, denn jede Nachbesserung kostet den Kunden unnötig Geld und Zeit. Die Techniker und Berater von Siemens Nixdorf unterstützen den Kunden beim Erstellen eines EMV-Produktkonzeptes mit Vorschlägen zu Layout, Gehäuseabschirmung, Filter- und Massekonzept. Reviews und orientierende Messungen an Prototypen und Vorserienprodukten sichern die EMV-Konformität des Serienproduktes mit allen relevanten Vorschriften.
Umwelteigenschaften testen
Außerdem unterhält Siemens Nixdorf in Augsburg ein Labor für Produktsicherheit und ein Labor für Umwelterprobungen. Hier können mechanische und klimatische Umwelteinflüsse simuliert, Temperaturanalysen durchgeführt und Verpackungen geprüft werden. So können Produkte entsprechend internationaler Standards im Hinblick auf Schwingungs-, Schock und Stoßeinwirkung überprüft werden, die entsprechenden Einsatz- oder Transportbedingungen simuliert und dazu entsprechende Verpackungen entwickelt werden.
So können beispielsweise mechanische Umwelteinflüsse am Schwingtisch mit bis zu 20.000 N Spitzenkraft simuliert werden. Klimatische Umwelteinflüsse werden dagegen in der Klimakammer getestet. Dort können Temperaturen von -400C bis +900C gemessen werden. Auch tropische Luftfeuchtigkeiten können simuliert werden. Dort beträgt der Meßbereich 10-95% Luftfeuchtigkeit. In einem 3-Kammer-Temperatur-Schock-Schrank können sogar Temperaturen von -60 bis +2500C getestet werden. Die Prüflinge dürfen hier jedoch nicht größer als 20 x 15 x 20 cm sein. Bei den Akustikanalysen und Messungen können Hintergrundgeräusche bis 18 dB (A) simuliert werden. Die untere Geräuschfrequenz beträgt bei den Akustikanalysen 160 Hz, bzw. für Geräte mit Schalldruckpegel u003E25dB (A). (wl)
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