Virtuelle Marktplätze

Enormer Boom zu erwarten

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(ch) 56,7 Mrd. US$ soll im Jahre 2001 laut Forrester Research das Gesamtvolumen des B2B-E-Commerce in Europa betragen. Nach Einschätzung von Berlecon Research steht allein Deutschland für das Jahr 2002 ein Handelsvolumen von mehr als 70 Mrd. DM bevor.

Die Marktforscher von Berlecon Research haben 332 virtuelle Marktplätze aus aller Welt besucht und klassifiziert. Im Vergleich zu den USA, in denen 243 Marktplätze gezählt wurden, ist der Markt in Deutschland unterentwickelt. Hier wurden 34 Märkte erfasst.
Von den in der Untersuchung erfassten Marktplätzen ist einer seit 1994 im Internet präsent. 1995 und 1996 sind 34 neue Marktplätze ans Netz gegangen. 1997 und 1998 sind jeweils 50 neue Marktplätze online geschaltet worden. 1999 sind mehr Marktplätze in Betrieb gegangen als in den beiden Jahren davor zusammen.
Weltweit sind 56% aller B2B-Marktplätze vertikale Handelsplattformen. Dies betrifft Nordamerika und Europa. In Asien hingegen dominieren zu 82,4% horizontale Marktplätze. Größte Bedeutung haben weltweit Kataloge und schwarze Bretter. Beide sind bei etwa 40% der erfassten B2B-Marktplätze anzutreffen. Auf einem knappen Drittel finden sich Auktionen und auf etwa 14% Börsen. Auktionen sind bislang hauptsächlich ein in den USA anzutreffendes Phänomen. Ein gutes Drittel der aus den USA stammenden Marktplätze bietet Auktionen an, während der Anteil in den anderen Regionen unter 10% liegt. Börsen sind in den USA und in Deutschland etwa gleichbedeutend und haben im restlichen Europa mit knapp 23% ein größeres Gewicht.
Während schwarze Bretter in den USA lediglich auf einem knappen Drittel der B2B-Marktplätze zu finden sind, liegen die Anteile in allen anderen Regionen mit knapp 60% für Deutschland und 83% für den Rest der Welt deutlich höher.
Nicht-branchenspezifische Marktplätze sind mit 14% aller Marktplätze weltweit am weitesten verbreitet, in Deutschland mit knapp einem Drittel aller Plattformen. Zwar sind einige von ihnen auf spezielle Güter (z.B. Telefonzubehör, EDV) oder Prozesse (Beschaffung von C-Teilen) spezialisiert, stellen aber typische horizontale Märkte dar, da sie unterschiedliche Branchen bedienen.
Ebenfalls wichtig – weltweit gesehen – sind mit gut 11% aller Marktplätze Import/Export-Sites. Trotz der starken Bedeutung des Exports für die deutsche Wirtschaft finden sich in Deutschland keine derartigen Plattformen.
Das Markforschungsunternehmen erwartet für dieses Jahr eine Zunahme von deutschen B2B-Marktplätzen um etwa 30-40 auf insgesamt 60-80.
In Deutschland wird bis zum Jahr 2002 ein Zunahme der Marktplätze auf 600-800 Dienste erwartet. Bereits existierende amerikanische B2B-Marktplätze werden für die noch zu gründenden deutschen Marktplätze eine Konkurrenz darstellen. Das gilt besonders für internationale Märkte wie etwa gebrauchte Investitionsgüter oder Märkte, die kaum länderspezifische Besonderheiten aufweisen.
1999 dürfte der Wert der auf B2B-Marktplätzen umgeschlagenen Waren eine Größenordnung von 400-600 Mio. DM erreicht haben, was einem durchschnittlichen Warenumsatz von 10-20 Mio. DM pro Marktplatz entspricht. Für 2000 wird ein Warenumschlag im Wert von 1,2-2,1 Mrd. DM erwartet, für 2001 ein Wert von 5,4-9,5 Mrd. DM. 18-30 Mrd. DM sollte das Transaktionsvolumen im Jahre 2002 betragen. Im gleichen Jahr könnten Marktplatzbetreiber insgesamt ein Umsatzvolumen von 700-900 Mio. DM erzielen. Noch in diesem Jahr liegen die Umsätze bei 70-110 Mio. DM, wobei einige wenige Unternehmen mehr als 10 Mio. DM Umsatz generieren werden.
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