Elektromobilität

Erfahrungen aus der Staplertechnik nutzen

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Für die Automobilindustrie ist die Elektromobilität ein neues Thema – nicht jedoch für die Stapler-Hersteller. Linde Material Handling ist seit vierzig Jahren Experte auf diesem Gebiet und hat in dieser Zeit mehr als 3,5 Millionen Elektroantriebe für mobile Arbeitsmaschinen gefertigt.

Leistung, Effizienz und Lebensdauer sind auch unter den rauen Bedingungen des Stapler-Einsatzes so überzeugend, dass die Elektrostapler langsam aber kontinuierlich in Domänen vordringen, die vor wenigen Jahren noch den Diesel- und Gas-Staplern vorbehalten waren. Vor zwei Jahren öffnete Linde mit dem Geschäftsbereich „Electronic Systems & Drives“ (ES&D) seine Kompetenzen in der elektrischen Antriebs- und Steuerungstechnik auch für externe Anwender. Innerhalb kurzer Zeit konnte Linde neue Einsatzfelder erschließen, die vom Elektro-Draisinenfahrzeug für die Bahntechnik über Flughafen-Vorfeldgeräte bis zu Elektrofahrzeugen für den Straßenverkehr reichen.

Dieses Angebot bündelt Linde Material Handling nun unter dem Label eMotion. Ziel ist es, die eigenen Kompetenzen gezielt zu vermarkten und neue intelligente Komplettlösungen für elektrische Antriebe zu entwickeln. Maik Manthey, Leiter des Geschäftsbereichs ES&D: „Unser Portfolio besteht aus mobilgerechten Antrieben und Komponenten, die sich im Praxiseinsatz bewährt haben.
In Verbindung mit unserem Know-how konfektionieren wir für Anwender ein Komplettpaket, das sie innerhalb kurzer Zeit einsetzen können, sei es elektrisch, hydraulisch oder ein kombiniertes System.“
Dass die von Linde für den Gabelstapler-Einsatz entwickelten Antriebssysteme 1:1 auf andere Anwendungsfelder der Elektromobilität übertragbar sind, zeigt das Elektrofahrzeug, das 2011 die Zulassungsstatistik in Deutschland anführte: Der Karabag New 500 E auf Basis eines Fiat 500 ist mit Elektromotoren und Leistungselektronik eines Linde-Gabelstaplers ausgestattet. Nur die Software wurde an die geänderten Anforderungen des Straßenverkehrs angepasst.
Die Reichweite des Fahrzeugs beträgt 100 km, und mit einer günstigen Leasingrate tritt der Karabag New 500 E den Beweis an, dass Elektromobilität nicht teuer sein muss: Im Rahmen des Förderprojektes „Elektromobilität im Hamburger Wirtschaftsverkehr“ wird der Karabag New 500 E für eine Leasingrate von 299 Euro anboten. Die monatlichen Vollkosten sind um 51,60 Euro geringer als die eines Serien-Fiat 500 mit Benzinmotor. Auch auf der Kostenseite zahlt es sich somit aus, wenn man auf bewährte Serienkomponenten zurückgreifen kann.
Als die Linde-Ingenieure die Zusammenarbeit mit Karabag begannen, gab es bereits ein Grundkonzept, das jedoch noch optimierungsfähig war. Die Antriebsspezialisten ersetzten den ursprünglich vorgesehenen gekühlten Antrieb mit nominal 30 kW durch einen sehr viel leichteren, ungekühlten 28 kW-Motor und verbesserten die Funktionalitäten der elektronischen Steuerung – mit dem Ergebnis, dass der nun lieferbare Karabag New 500 E erheblich mehr „Boost“ aufweist als die ältere und vermeintlich stärkere Version.
Linde Hydraulics liefert hier nicht nur den reinen Fahrantrieb, sondern die gesamte Motor/Umrichter/Lüfter/-Steuerungs-Kombination. Die Steuerung vom Typ LINC 1, die sich ebenfalls bereits im Staplereinsatz bewährt, kommuniziert mit dem Bordcomputer, dem Batteriemanagementsystem (BMS), einem Gateway sowie dem Display in der Armaturentafel.
Ergebnis der gemeinsamen Entwicklungsarbeit ist ein Fahrzeug, das bei einer Spitzenleistung von 28 kW bis zu 105 km/h schnell ist, in 8,5 Sekunden von 0 bis 50 km/h beschleunigt und eine Reichweite hat, die mit 100 km den Anforderungen der urbanen Mobilität entspricht. sas
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