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Kosten senken – jetzt! Das A-Z Programm zur Umsetzung im Unternehmen, Johanna Joppe, Christian Ganowski und Franz-Josef Ganowski, Campus Verlag, Frankfurt 2003, 230 Seiten, 29,90 Euro

Kosten senken war in den letzten drei Jahren ein großes Thema in unseren Unternehmen und wird es wohl auch noch geraume Zeit bleiben. In den Unternehmen und Verwaltungen feierte der blinde Aktionismus fröhliche Urständ, und dabei wurde insbesondere in puncto Mitarbeitermotivation viel Porzellan zerschlagen. Das rigorose Ansetzen des Rotstifts beim Personal hat sich keineswegs immer als so effektiv erwiesen, wie man sich dies gedacht hatte.

Die Verfasser meinen, dass praktisches Nachdenken gut tut. Sie haben hierfür in ihrem Brevier 600 Spartipps für Manager, erfreulicherweise ohne die übliche Consulter-Rhetorik, zusammengetragen. Ohne theoretischen Ballast erhält der Leser größere und kleinere praktische Hinweise, wie er Sparpotenzialen auf die Spur kommen kann. Die Autoren sprechen so wichtige Themen an wie die Beseitigung von teuren Statussymbolen (z.B. Dienstwagen), Senkung von überzogenen Hotelkosten etc. Sie weisen auch darauf hin, dass Mitarbeiter immer dann zu teuer werden, wenn sie schlecht qualifiziert an den falschen Stellen eingesetzt werden und wegen nicht durchdachter Arbeitsorganisation herumlaufen statt produktiv zu arbeiten. Zu Recht geißeln die drei Sparapostel auch die beiden Kostentreiber: zu viele Managermeetings und zu viele Strategiepapiere, die im Endeffekt niemand richtig liest. Nach ihrer Auffassung können Ineffizienzen im Wertschöpfungsprozess, von denen es mehr als reichlich gibt, durch Entlassungen von Personal nach der üblichen Rasenmähermethode nicht beseitigt werden; vielmehr würden derartige Aktionen vor einem Aufschwung schwächen.
Fazit: Auch wenn man nicht alle Spartipps umsetzen will oder kann, lohnt sich die Lektüre für den Praktiker.
Dr. Robert Fieten, Köln
Strategische und operative Unternehmensführung stehen in den meisten Unternehmen isoliert nebeneinander. Hauptursachen sind die mangelnde Integration von Struktur- und Geschäftsdaten sowie ungelöste Probleme bei der durchgängigen Planung, Leistungsmessung und Kommunikation zwischen den Hierarchieebenen und Fachbereichen im Unternehmen. Interessante Lösungsbeiträge offeriert das neue Softwareprodukt SAP SEM/BA, das weit über das Transaktionssystem SAP/R3 hinausgeht. Die drei Verfasser haben das neue Produkt kenntnisreich analysiert und schlagen eine Brücke zwischen Erkenntnissen der modernen Betriebswirtschaftslehre und der Software. Die Software ist das Mittel, um moderne betriebswirtschaftliche Instrumente in der Praxis zu implementieren. Einige Fallstudien aus der Praxis veranschaulichen die Ausführungen.
Fazit: Ein wichtiges Buch für alle diejenigen, die sich über die neuesten Entwicklungen der SAP-Angebote informieren wollen. Allerdings muss der Leser gute Kenntnisse in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik mitbringen.
Dr. Robert Fieten, Köln
Lange Jahre haben viele unserer Unternehmen so getan, als würden sie sich im risikolosen Raum bewegen. Dies ist – wie nicht zuletzt die hierzulande leider immer noch nicht abgeschlossene Pleitewelle drastisch vor Augen geführt hat – falsch. Risiken und Chancen liegen in einer Marktwirtschaft eng beieinander. In der Zwischenzeit hat das Risikobewusstsein in den Unternehmen stark zugenommen. Dazu trägt auch bei, dass Basel II die Anforderungen an das Risikomanagement in den Unternehmen deutlich erhöht. Der deutsche Mittelstand ist darauf eher schlecht vorbereitet. Zu viele Unternehmen verkennen, dass wirksames Risikomanagement die Bonität eines Unternehmens wesentlich verbessern kann und dadurch auch die Fremdkapitalkosten zu senken vermag.
Die damit angesprochenen Zusammenhänge werden in dem vorliegenden Sammelwerk, das Professor Peter Reichling von der Universität Magdeburg herausgegeben hat, analysiert und veranschaulicht. Das Sammelwerk versteht sich als Leitfaden, der dem Leser den Einstieg in die ungewohnte Thematik gestattet. Es haben hieran die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Lehrstuhls sowie Consultants der ConFiRM GmbH, Magdeburg, mitgewirkt. Die Autoren behandeln in Beiträgen, die man auch einzeln lesen kann, im ersten Teil die Grundlagen des Risikomanagements, wie etwa Risikomessung, Ratingverfahren, sowie den Zusammenhang zwischen Risikomanagement und Rating, abgeleitet aus den Vorschriften des KonTraG sowie der Eigenkapitalvereinbarung des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht. Im zweiten Teil gehen sie auf Aspekte einer praktischen Umsetzung des Risikomanagements ein. Hier werden so wichtige Themen wie Bilanzanalyse, Früherkennungsindikatoren, Beurteilung von Soft Facts sowie Erstellung eines Risikoinventars dargelegt. Eine Fallstudie zur Anwendung der von den Autoren propagierten Ratingsystematik zur Ermittlung einer Bonitätskennzahl am Beispiel eines Bauunternehmens rundet die Ausführungen ab. Am Schluss findet der Leser ein ausführliches Glossar der Fachtermini, die heute – wie der Rezensent immer wieder bei Unternehmensbesuchen feststellen muss – keineswegs schon allgemein bekannt sind.
Fazit: Ein systematischer – wenn auch leicht theorielastiger – Einstieg in ein außerordentlich wichtiges Thema, dem sich kein Unternehmen mehr länger verschließen darf.
Dr. Robert Fieten, Köln
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