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Ganzheitliches Logistikmanagement

Universität St. Gallen , Kühne-Institut für Logistik (KLOG-HSG)
Ganzheitliches Logistikmanagement

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Der zunehmenden Bedeutung der Logistik in Wissenschaft und Praxis trägt die Universität St. Gallen mit der Gründung des Kühne-Instituts für Logistik Rechnung. Unter der neuen Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stölzle liegen die Arbeitsschwerpunkte des Instituts in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Forschung in den Bereichen Logistik, Supply Chain Management und Verkehr.

Prof. Dr. Wolfgang Stölzle

Ziel der Universität St. Gallen (HSG) ist es, zu den führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas zu gehören. Sie ist bestrebt, den damit verbundenen Ansprüchen in Lehre, Forschung und Weiterbildung umfassend gerecht zu werden. Mit der Gründung des Kühne-Instituts für Logistik (KLOG-HSG) strebt die Universität St. Gallen auch im Bereich Logistik, Supply Chain Management und Verkehr eine internationale Spitzenposition an.
Das Kühne-Institut für Logistik hat seine Arbeit im Januar 2003 aufgenommen und wurde von der Universität St. Gallen zusammen mit der gemeinnützigen Kühne-Stiftung mit Sitz in Schindellegi, Schwyz, etabliert. In Zeiten beschränkter Ressourcen für Hochschulen können durch dieses einzigartige und richtungsweisende Sponsorship-Modell nun auch in St. Gallen logistische Herausforderungen wirtschaftsnah untersucht und aufbereitet werden. Die Zusammenarbeit mit der Stiftung fördert die Profilierung des Instituts, wobei die Freiheit von Forschung und Lehre unberührt bleibt.
Wie sich bereits im neuen St. Galler Management-Modell der für die Logistik zentrale Flussgedanke wiederfindet, ergänzt das Kühne-Institut die bestehende St. Galler Forschungslandschaft in idealer Weise. Beispielsweise bieten sich die Institute für Wirtschaftsinformatik, Technologiemanagement oder Marketing für Erfolg versprechende Kooperationen an. Dies spiegelt auch die bestehende Kompetenzvernetzung St. Galler Institute mit Blick auf den ganzheitlichen Forschungsansatz wider. Dabei hat das Kühne-Institut für Logistik seine Aktivitäten in vier Leistungsbereiche gebündelt.
Die primäre Intention der finanziellen Förderung durch die Kühne-Stiftung besteht in einem ganzheitlichen Ansatz des logistischen Wissenstransfers aus der Forschung in die Praxis. Die Entwicklungen in der Logistik legen nahe, dass in Zukunft vermehrt Managementkapazitäten in der Logistik benötigt werden und Führungskräfte der Logistik ihre Schnittstellenkompetenz ausbauen müssen.
Weiterbildung
Aufgrund der großen Nachfrage nach hochwertig ausgebildeten Führungskräften in den Bereichen Logistik und Unternehmensführung hat das Kühne-Institut ein umfassendes Lehrangebot entwickelt.
Als zentraler Bestandteil der Umsetzung dieses Auftrages bietet die Universität St. Gallen einen hochwertigen Executive MBA in Logistik an, der gemeinsam vom Kühne-Institut für Logistik und namhaften internationalen Dozenten gestaltet wird. Dieses Programm orientiert sich am bewährten Blockkonzept aller St. Galler Executive-MBA-Programme mit 20 Studienwochen, verteilt auf rund 18 Monate.
Die hochwertige Qualität dieses Programms wird durch die international renommierten Akkreditierungsgesellschaften AACSB und EQUIS sowie die erfolgreiche Umsetzung des ersten Kurses seit März 2004 bestätigt. Daran anknüpfend beginnt die zweite Durchführung des Executive MBA in Logistik im Juni 2005, wobei das Studienangebot in Zukunft mindestens einmal jährlich aufgelegt wird. Die Teilnehmer sind Führungskräfte aus unterschiedlichsten Branchen, die im Rahmen des Studiums ihre Logistik- und General-Management-Kenntnisse fundiert erweitern wollen.
Darüber hinaus werden verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen und Inhouse-Seminare zu aktuellen Themen der Logistik und des Managements von Logistikunternehmen angeboten. Einer dieser Kurse ist das gemeinsam mit mehreren führenden Logistik-Instituten angebotene Weiterbildungsprogramm „Netzwerkmanagement für logistische Prozesse – NETloP“, das sich an Nachwuchsführungskräfte der Logistik aus Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen richtet. Durch Corporate-University Programme, die Begleitung von Praxisprojekten und gutachterliche Stellungnahmen fördert das Kühne-Institut für Logistik den intensiven Kontakt zu Unternehmen. Hochwertige und anwendungsorientierte Forschung ist die Grundlage für eine an den Bedürfnissen von Unternehmen ausgerichtete Weiterbildung und unterstützt die Positionierung des Kühne-Instituts für Logistik in der internationalen Forschungsgemeinschaft.
Forschung und Lehre
Der Fokus der Forschungsarbeit besteht in der Erarbeitung von neuen Theoriebeiträgen, Methoden und Instrumenten für das Management von Supply Chains, wobei Bezüge zu Industrie-, Handels- und (Logistik-)Dienstleistungsunternehmen hergestellt werden. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf sieben Bereiche.
Das Forschungsfeld „Strategie, Organisation und Kompetenzen“ greift beispielsweise die Erarbeitung neuer Supply-Chain-Konzepte auf. Im Rahmen des Forschungsfeldes „Innovation, Entwicklung und Markteinführung“ werden die Möglichkeiten von Kooperationen in der Produktentwicklung untersucht. In Projekten zu Logistikinnovationen von Unternehmen werden Fähigkeiten zur Bewältigung von funktions- und unternehmensübergreifenden Managementaufgaben in einem multikulturellen und internationalen Kontext behandelt. Diese Fähigkeiten sind Voraussetzung dafür, dass Unternehmen logistische Herausforderungen in eine verbesserte Wettbewerbsposition überführen können. Dem immer bedeutenderen Supplier Relationship Management wird innerhalb des Forschungsfeldes „Beziehungen und Netzwerke“ Rechnung getragen. Umfangreiche Untersuchungen in der Konsumgüterindustrie haben ergeben, dass der „Kundenwert und Efficient Consumer Response (ECR)“ bereits als ganzheitliches Konzept entlang der Wertschöpfungskette umgesetzt wird. Hier gilt es, durch Untersuchungen der On-Shelf-Availability-Konzepte zur Vermeidung von Out-of-Stock-Situationen am Point of Sale zu erarbeiten. Klassische Logistikthemen wie das Bestandsmanagement, Tracking und Tracing oder innovative Belieferungskonzepte sind dem Forschungsfeld „Material- und Informationsflüsse“ zugeordnet. Mit der zunehmenden Komplexität bei „Transport und Verkehr“ finden insbesondere die Preisbildung auf dem Transportmarkt sowie Untersuchungen zum Einsatz telematik-gestützter Mehrwertdienste, z. B. in Verbindung mit Mautsystemen, Eingang in die Forschungsausrichtung. Die Forschungsaktivitäten werden abgerundet mit der Beleuchtung aktueller Herausforderungen des Performance-Managements und der Finanzierung in Supply Chains. Die Logistik-Erstausbildung im Rahmen der neu konzipierten Lehre an der Universität St. Gallen ist ein weiteres Hauptanliegen des Instituts. In der Assessment-, Bachelor- und Masterstufe setzen sich Studierende mit logistischen Konzepten auseinander. Durch die frühzeitige Behandlung praktischer Fragestellungen, ergänzt um geeignete Methoden und Instrumente zur Problemlösung, wird die Basis für die Führungskräfte der Logistik, des Supply Chain Managements und des Verkehrs von morgen gelegt. Studierende werden in praxisorientierten Seminaren und Exkursionen zu Unternehmen auf die Berufswelt vorbereitet. Die betreuten Bachelor- und Masterarbeiten, Dissertationen und Habilitationen beziehen sich durchgehend auf ebenso wissenschaftlich wie auch praktisch relevante Inhalte.
Veranstaltungen
Das Kühne-Institut hat es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht, für das Thema Logistikmanagement eine breite Öffentlichkeit zu schaffen und den Austausch zwischen den einzelnen Akteuren logistischer Prozessketten gezielt zu fördern. Dabei arbeitet es mit der Kühne-Stiftung sowie Forschungspartnern aus Wirtschaft, Politik und Verbänden zusammen. Dazu zählen u. a. die Schweizerische Gesellschaft für Logistik (SGL), die Bundesvereinigung Logistik (BVL) und die European Logistics Association (ELA). Durch die Verleihung von Auszeichnungen für exzellente wissenschaftliche Leistungen soll die Entwicklung der Logistik dokumentiert und gefördert werden. Herausragende Leistungen werden der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und tragen zu einer Verbreitung erfolgreicher Konzepte in der Wirtschaft bei.
Organisation
Seit der Gründung des Kühne-Instituts für Logistik am 1. Januar 2003 ist nun mit der neuen Leitung durch Prof. Dr. Wolfgang Stölzle seit Oktober 2004 ein weiterer großer Schritt vollzogen worden. Gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Corsten (Vize-Direktor), dem Kaufmännischen Direktor Martin Willhaus, zwei Habilitanden, acht Forschungsassistenten, zwei Teamassistentinnen sowie studentischen Mitarbeitenden treibt das Institut die Umsetzung seiner Mission in den Bereichen Weiterbildung, Forschung, Lehre und Veranstaltungen voran. Der ganzheitliche Ansatz wird durch die interdisziplinäre und internationale Zusammensetzung des Teams gefördert.
Unterstützt durch einen Verwaltungsrat und eine kompetente Fachberatung durch hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft wird das Kühne-Institut für Logistik an der Universität St. Gallen zum Ausgangs- und Rückkehrpunkt für ein lebenslanges Lernen im Bereich Logistik, Supply Chain Management und Verkehr.
Weitere Informationen über das Kühne-Institut für Logistik und den Executive MBA in Logistik finden Sie unter:

Wolfgang Stölzle

428863

leitet seit Oktober 2004 als Vorsitzender Direktor das Kühne-Institut für Logistik an der Universität St. Gallen.
Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Logistikbereich in der Organisation und im Controlling von Supply Chains sowie in der Integration von Kunden, Lieferanten und Logistikdienstleistern in Logistikkonzepte von Industrie und Handel.
Im Verkehrsbereich konzentriert er sich auf telematikgestützte Mehrwertdienste sowie den grenzüberschreitenden kombinierten Verkehr. Er wurde 2004 in den Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) berufen und zum Vorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission Logistik im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft gewählt.
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