Startseite » Allgemein »

Gleitlager aus pflanzlichem Öl

Werkstoffe
Gleitlager aus pflanzlichem Öl

Schmier- und wartungsfrei, mechanisch und tribologisch optimiert: Das Basispolymer des Bio-Lagers „iglidur N54“ von igus wird zu 54 Prozent aus pflanzlichem Öl gewonnen
Anzeige
Die Igus GmbH, Köln, hat einen Werkstoff für Gleitlager entwickelt, der zu 54 Prozent auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. Statt aus endlichem Rohöl wird das Basispolymer des Iglidur-N54-Gleitlagers überwiegend aus pflanzlichem Öl gewonnen. Der mechanisch und tribologisch optimierte Biokunststoff des Unternehmens sei im Niedriglastbereich universell einsetzbar, so das Unternehmen.

René Achnitz ist Produktmanager bei dem Unternehmen, das Kunststoff-Energiekettenherstellt, aber auch an Polymeren forscht. Er sagt, das schmierfreie „N54“ reihe sich im breiten Portfolio der Hochleistungswerkstoffe bei den Werkstoffen für sporadische, niedrig belastete Anwendungen ein und sei ein erster, ernsthafter Schritt in Richtung „grünes Lager“.“ Neben dem allgemeinen Maschinenbau sieht Igus vor allem im Konsumgüterbereich Märkte, zum Beispiel in Möbeln oder anderen Alltagsgebrauchsgegenständen.
Das neue Bio-Lager reiht sich in das Unternehmenskonzept ein, für mehr Anwendungen, die mit geschmierten metallischen Gleit- und Wälzlagern arbeiten, umweltgerechtere Alternativen zu entwickeln. Zum einen leisten laut Hersteller Iglidur-Lager ihren Beitrag zur Ressourcen- und Umweltschonung durch ihre inkorporierten Festschmierstoffe. Polymerlager benötigen kein Öl und Fett, sind schmier- und wartungsfrei, sodass keine Kontaminationsstoffe in die Umwelt gelangen, so das Unternehmen. Hinzu komme ihr gegenüber metallischen Optionen geringes Gewicht, was zu geringeren Massen und damit zu weniger Energieverbrauch führt. Überdies sieht die Energiebilanz beim Herstellen von Kunststoffen deutlich besser aus als bei Metallen. Während zur Produktion von ein Liter Aluminium die Energie von 15 Liter Rohöl notwendig ist und 1 Liter Stahl so berechnet rund 11 Liter Rohöl erfordert, braucht 1 Liter Kunststoff beim Herstellen nur durchschnittlich 1,8 Liter Rohöl. Dieser Wert werde voraussichtlich noch weiter sinken, so das Unternehmen, aufgrund der großen Fortschritte bei der Polymergewinnung auf pflanzlicher Basis. Nach Angaben des Branchenverbandes European Bioplastics soll die Produktionskapazität für Biokunststoffe von rund 700 000 Tonnen im Jahr 2010 auf rund 1,7 Mio. Tonnen bis 2015 wachsen. cm
Anzeige
Aktuelles Heft
Titelbild Beschaffung aktuell 09
Ausgabe
09.2020
PRINT
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de