Wettbewerbsvorsprung durch individuelle Fördertechnik

Innovative Logistiklösung schafft Kapazitäten

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Um den Ansprüchen einer stetig wachsenden Produktion sowie die daraus resultierende Notwendigkeit, die innerbetrieblichen Materialflüsse zunehmend effizient und automatisiert zu gestalten, geht die Finoba Automotive GmbH dank der HaRo-Gruppe aus Rüthen nun konsequente Wege. Dabei überzeugte der Anlagenbauer mit über 30-jähriger Erfahrung vor allem durch die Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes, das insbesondere die Verwendung bislang ungenutzter Flächen und Räume ermöglichte.

Mit seinen innovativen und umfangreichen Kernkompetenzen im Bereich des Leichtbaus in der Automobilbranche, das die komplette Bearbeitung von Leichtbauteilen aus Aluminium- und Magnesiumguss beinhaltet, hat sich die Finoba Automotive GmbH aus Kassel in ihrer Größenordnung und vor allem in ihrer Fertigungstiefe derweil einen hohen Marktanteil in Europa gesichert.

„Komponenten aus Aluminium- und Magnesiumguss gewinnen zunehmend an Bedeutung, sie senken das Fahrzeuggewicht ebenso wie dessen Verbrauch und reduzieren so auch die CO2-Emission“, so Werksplaner Pascal Kondler. Als europaweit einziges Unternehmen bietet die Finoba Automotive zudem den gesamten Bearbeitungsprozess von Struktur- und Fahrwerksteilen in der Großserie der Lohnbearbeitung an. Die komplette Bearbeitung aus einer Hand und unter einem Dach senkt zusätzlich nicht nur den Koordinationsaufwand im Logistikbereich, sondern reduziert auch die Qualitätsschnittstellen und erhöht damit die Qualität der Produkte maßgeblich.

Rund 1.125.000 Struktur- und Fahrwerksteile sowie Aggregat- und Gehäuseteile für die Automobilbranche verlassen jährlich die Produktionshalle M45 des Kompetenzzentrums für Aluminium-Leichtbaugehäuse am Standort in Kassel-Mittelfeld. Eine Größenordnung, die das Unternehmen erst kürzlich zur Entkernung der bis dato bestehenden Fertigung, hin zu einer neuen Produktions- und Werkshalle zwang. Gleichsam formulierte Finoba Automotive damit auch die Anforderungen an das neue Projekt: So galt es, gleich drei effiziente und vollautomatisierte Förderanlagen zu installieren, bei denen es jeweils unterschiedliche Anforderungen zu beachten und damit eine Vielzahl an Herausforderungen zu bewerkstelligen galt.

Individuelle Logistiklösung

Für die geeignete Materialflusstechnik wandte sich das Kasseler Unternehmen an die ihm bereits durch gemeinsam realisierte Aufträge bekannte HaRo Anlagen- und Fördertechnik GmbH in Rüthen. Bereits im Jahre 1957 begann das familiengeführte Unternehmen seinen Ursprung in Wermelskirchen im Bergischen Land und zählt bis heute mit seinem Stammsitz in Rüthen zu dem regionalen Wirtschaftsfundament im Sauerland.

Der Fördertechnikhersteller integriert individuelle Logistiklösungen mit einem hohen Automatisierungsgrad in Produktions- sowie Lagerumgebungen. Dabei steht die HaRo Anlagen- und Fördertechnik GmbH für eine robuste Bauart der Mechanik bis hin zur Integration von Industrie 4.0 in der Elektrotechnik, welche eine hohe Langlebigkeit ebenso wie eine höchste Wirtschaftlichkeit der Förderanlagen garantiert. Das erfahrene Rüthener Unternehmen überzeugte seinen Kunden mit einer durchdachten sowie in mehrfacher Hinsicht effizienten Lösung.

Ausbau vorhandener Kapazitäten

Um den bislang ungenutzten Raum über einer Ofenanlage, in welchem Motorblöcke von drei- und vierzylindrigen Motoren wärmebehandelt werden, sinnvoll und effizient zu nutzen, dient eine Vertikalfördereranlage in Kombination mit einer 25 Meter langen Kettenförderstrecke für Schwerlastbehälter nicht nur zum Transport der Produktionsgüter, sondern gleichsam auch als Zwischenpuffer und zur Abkühlung der Motorblöcke in etwa sechs Metern Höhe, bevor diese nach rund zwei Stunden zur Weiterverarbeitung gefördert werden. „Damit wird eines der wichtigsten Ziele unserer Fördertechnik, nämlich das Ausbauen von vorhandenen Kapazitäten und das Nutzen von bisher nicht erschlossenen Flächen, erreicht“, erklärt Produktionsleiter der HaRo-Gruppe, Markus Löseke über dieses in mehrfacher Hinsicht besondere Konzept.

Und nach der Weiterbearbeitung der Motorblöcke setzt bereits die zweite, neu installierte HaRo-Anlage ein: Mitarbeiter legen Drei- und Vierzylinder sortiert auf die Fördertechnik auf, anschließend erfolgt der Transport wie gewohnt automatisiert. Auf zwei parallel geführten Gliederband-Strecken werden die Motorblöcke zunächst zum Parallellift transportiert, welcher die Transportgüter auf eine Höhe von vier Metern befördert und sie dann – erneut mithilfe von Gliederbandförderern – zu ihren weiteren Verarbeitungsmaschinen heranführt.

Gelebte Industrie 4.0

„DMC-Codes an den Motorblöcken ermöglichen die Zuweisung mittels Kreuzverteiler zur vorgesehenen Verarbeitungsmaschine“, erklärt Frank Steffen von HaRo als Verantwortlicher der Steuerungstechnik. Drehstationen und Vertikalweichen ermöglichen die Zuordnung zu insgesamt drei durch Roboter betriebene Bearbeitungslinien.

Auch die finale Verkettung, welche die Motorblöcke schließlich zu ihrem nächsten Verarbeitungsschritt, der Reinigung sowie der Trocknung befördert, wurde durch die HaRo-Gruppe erfolgreich geplant und integriert.

Eine hochmoderne und flexible Fördertechniksteuerung regelt zusätzlich alle Prozesse und visualisiert alle Anlagenzustände. Sämtliche Schnittstellen sind überwacht und vollumfänglich integriert. Eine Fernanalyse via Ethernet ermöglicht die Online-Kontrolle von Maschinendaten sowie eine Fernwartung bei Fehlermeldungen – gelebte Industrie 4.0.

Eine zukunftsweisende Investition

„Heutige Produktionsprozesse fordern eine sichere und effiziente Maschinentechnik. Der Markt erwartet hierfür einen flexiblen und innovativen Partner. Das sind die Herausforderungen, denen wir uns gerne stellen“, betont der Geschäftsführer der HaRo-Gruppe, Christoph Hackländer. Überzeugt hat das erfahrene Team der HaRo Anlagen- und Fördertechnik GmbH durch eine flexible Montage und Koordination sämtlicher Nebengewerke für einen zielgerechten SOP (Standard Operating Procedure). Aufgabe erfolgreich gemeistert: Die Produktionsleistung konnte dank HaRo deutlich gesteigert werden. Eine zukunftsweisende Investition. (sas)


Der Anwender

Finoba Automotive

Die Finoba Automotive GmbH wurde im Jahr 1996 gegründet und entwickelte sich zu einem auf die serielle Bearbeitung von Aluminiumleichtbauteilen spezialisierten Unternehmen. Man versteht sich als Dienstleister und Problemlöser für die komplette Bearbeitung von Aggregat-, Struktur- und Fahrwerksteilen aus Aluminiumguss. Alle Prozessschritte werden aus einer Hand erbracht. Mit der logistisch zentralen Bearbeitung in jeweils einem Kompetenzzentrum reduziert das Unternehmen den Aufwand für Koordination und Transport. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 600 Mitarbeiter in zwei Kompetenzzentren im Großraum Kassel.


Das Unternehmer

HaRo Anlagen- und Fördertechnik GmbH

Seit über 50 Jahren ist die HaRo Anlagen- und Fördertechnik GmbH für effiziente und robuste Förderanlagen für Stückgüter bekannt. Aus einem großen Pool von Standardsystemen entwickeln die Kundenberater in Workshops in Zusammenarbeit mit den zukünftigen Anwendern genau die Wunschanlage des Kunden. Dabei geht es von der einfachen Streckenführung von A nach B bis zu komplizierten Verzweigungen über mehrere Etagen und vielen Zielen.

Durch die Förderanlagen von HaRo haben sich unzählige Produktionsbetriebe, vornehmlich im Mittelstand, mit modernster Logistik einen erheblichen Marktvorsprung verschafft.

Die in Serie gefertigten Komponenten der unterschiedlichsten Fördersysteme werden am Standort in Rüthen geplant, konstruiert, gefertigt, vormontiert und elektrisch in Testbetrieb genommen und erst nach einem umfangreichen Ausgangs-Check erfolgt die Auslieferung mit dem eigenen Fuhrpark zur Kundenbaustelle.


Damit wird eines der wichtigsten Ziele unserer Fördertechnik, nämlich das Ausbauen von vorhandenen Kapazitäten und das Nutzen von bisher nicht erschlossenen Flächen, erreicht.“

Markus Löseke, Produktionsleiter der HaRo-Gruppe

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