Jahresbilanz Dekra - Investitionen in Digitalisierung und Fachkräfteausbildung - Beschaffung aktuell

Jahresbilanz Dekra

Investitionen in Digitalisierung und Fachkräfteausbildung

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2017 war für Dekra ein erfolgreiches Jahr. Nach der positiven Bilanz und dem Programm gegen Fachkräftemangel sind weiterhin neue Sicherheitsstandards das Ziel, denn diese müssen entsprechend den zukünftigen Entwicklungen angepasst werden.

Die Vorteile der Technik bewirken die Abgabe von immer mehr Kontrolle und Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kölbl weist darauf hin, dass die Datensicherheit dafür Voraussetzung sei und diese heutzutage nicht immer gewährleistet werden könne. Aus diesem Grund hat das Unternehmen 2017 mehr als 150 Mio. Euro in die Stärkung der digitalen Prüfkompetenz investiert. Nicht nur deshalb konnte Dekra acht Prozent mehr Umsatz verzeichnen. Der Konzernumsatz betrug somit über 3,1 Mrd. Euro und das bereinigte Betriebsergebnis liegt bei 236,1 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl erreichte fast 45.000. Auch das Eigenkapital ist um 17 % auf 635 Mio. Euro gestiegen. Stefan Kölbl spricht von einem „ausgezeichneten“ Jahresverlauf: „2017 war das 14. Wachstumsjahr in Folge in Umsatz, Erlös und Beschäftigung.“ Diese Tendenz setzt sich auch im Jahr 2018 weiter fort. Im ersten Quartal betrug das Plus 7,4 %.

Der Dekra-Forderung nach neuen Sicherheitsstandards kommt der Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission zur Cyber Security entgegen. Diesen bewertet die Organisation als ebenso bedeutend wie den autorisierte Zugriff auf Daten wie sie beispielsweise in vernetzten und zunehmend fahrerlosen Fahrzeugen entstehen. Für sichere Mobilität hat das Unternehmen letztes Jahr einen internationalen Testverbund mit dem Fokus Zukunftsmobilität aufgebaut. Die Kompetenzzentren des bisher einzigartigen Projekts liegen in Deutschland, Spanien und Taiwan. Kölbl hebt auch die Testmöglichkeiten hervor: „Mit dem Lausitzring verfügen wir über Europas größte herstellerunabhängige Prüf- und Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren.“

Drei Standbeine

Drei Geschäftsbereiche

Dekra Automotive führt unter anderem periodische Industrieprüfdienstleistungen durch. Die Nachfrage ist nach Aufzugs- und Druckkesselprüfungen um etwa 13 % auf 169 Mio. Euro gewachsen. Der Umsatz der Automobilsparte erhöhte sich um 5,5 % auf 1,2 Mrd. Euro.

Dekra Industrial konnte den Umsatz um 5,3 % auf fast 900 Mio. Euro steigern, wovon 196 Mio. auf Industriedienstleistungen zurückgehen. 2017 hat das Unternehmen auch seine Innovationspartnerschaft mit den Fraunhofer-Instituten IAO und IPA ausgebaut. Ziel ist es, in Zeiten von Industrie 4.0 innovativen Arbeitsschutz zu entwickeln. So sollen Unfälle in der Mensch-Roboter-Interaktion vermieden werden.

Dekra Personnel hat im vergangenen Jahr mit 24,8 % das deutlichste Plus verbucht und erreicht 650 Mio. Euro. Die Dekra Arbeit kann dabei ihren Platz 7 unter den größten Zeitarbeitgebern in Deutschland sichern. Auch die Dekra Akademie steuert, als größter deutscher Bildungsträger im privaten Bereich, zwölf Millionen Umsatz bei.

Expert-Migration-Programm

„Expert Migration“-Angebot

Das Problem der personellen Beschaffung wird nach und nach über das „Expert Migration“-Angebot der Dekra Akademie gelöst. In osteuropäischen Ländern werden Fachkräfte fachlich und sprachlich ausgebildet – vor allem für den Pflegebereich, aber auch für die IT-Branche. Mit bestandener Qualifizierung und Arbeitsplatzzusage kommen die Teilnehmer schließlich nach Deutschland. Letztes Jahr waren es 1000 ausgebildete Pflegekräfte, die ihre Arbeit in Deutschland aufgenommen haben. Aktuell nehmen 2500 Teilnehmer am Ausbildungsprogramm teil, sodass das Ziel für dieses Jahr 1500 Berufsstarter sind. Das ist ein wichtiger Punkt für das Unternehmen, denn Kölbl erklärt: „Wir hätten deutlich mehr machen können, wenn wir selbst die nötigen Arbeitskräfte gefunden hätten.“ Mit „deutlich mehr“ meint der Vorstandsvorsitzende einen Umsatzverlust von 15−20 % durch Fachkräftemangel. (lc)



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