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IT-Abwehr schützt oft nur unzureichend vor Viren und Würmern

Sicherheitstechnik
IT-Abwehr schützt oft nur unzureichend vor Viren und Würmern

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Rund 86 % der deutschen Unternehmen setzen Antivirensoftware ein. Diese bietet jedoch nach Meinung von IT-Experten keinen ausreichenden Schutz mehr. Nur Firewalls, verbunden mit einem Intrusion-Detection-System (IDS), einem virtuellen Warnsystem gegen Cyber-Attacken, stellen einen modernen Rundumschutz dar.

Einer aktuellen Studie der Informationweek zufolge verzichtet sogar rund ein Zehntel der Firmen bislang ganz auf die Festlegung von Sicherheitsrichtlinien. Immerhin sind grundlegende Abwehrmaßnahmen mittlerweile Standard.
Wie wichtig es ist, ausreichend gegen Sicherheitsverstöße gerüstet zu sein, zeigt die Bilanz des letzten Sommers. Allein von Juli bis September 2003 sind weltweit 823 neue Cyber-Schädlinge aufgetaucht – 26 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die rasante Verbreitung neuer Anwendungen öffnet noch raffinierteren Web-Parasiten Tür und Tor und lässt herkömmliche Anti-Viren-Programme alt aussehen.
Insbesondere „Würmer“ stellen eine große Bedrohung für die IT-Sicherheit dar. Anders als Viren vermehren sie sich selbstständig über die Firmen-Netzwerke und richten so immensen Schaden an. Allein der Internet-Wurm „Blaster“ hat weltweit innerhalb von acht Tagen Kosten in Höhe von 2 Mio. US$ verursacht.
Auch der „Sasser“-Wurm wütete schlimmer als anfangs erwartet. Er verbreitet sich nicht per E-Mail wie Netsky oder Bagle, sondern nutzt heimlich ein Sicherheitsloch in Windows – ohne Zutun des Anwenders. Schon das einfache Hochfahren des Rechners kann bei aktivierter Internetverbindung zum Befall führen. Systeme, die mit „Sasser“ verseucht sind, werden praktisch lahmgelegt.
In der Bundesrepublik entstehen nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik jährlich Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Verheerend ist oft auch der Verlust wichtiger Daten. In der Bundesrepublik sind bereits fast 60 % aller Unternehmen schon einmal Opfer von externen Übergriffen geworden.
Die Reaktion: Zwei von drei Firmen in Deutschland bringen ihre Schutzprogramme regelmäßig durch Updates auf den neuesten Stand und glauben, sie seien damit ausreichend gegen Attacken gerüstet. Dennoch beabsichtigt nur ein Viertel, im kommenden Jahr mehr Geld für IT-Security auszugeben. Eine gefährliche Bilanz, denn die rasante technologische Entwicklung fördert die Verbreitung immer neuer Cyber-Schädlinge. Nach Einschätzung von IT-Experten sind klassische Virenscanner, selbst wenn sie ständig auf dem aktuellen Stand gehalten werden, angesichts zahlreicher neuer Spielarten von Computerviren immer öfter machtlos.
Private Anwender können sich zusätzlich durch Firewalls schützen. Ein Großteil der Attacken auf Firmennetzwerke lässt sich durch eine Personal Firewall für jeden einzelnen Rechner in Verbindung mit einem so genannten Intrusion Detection System (IDS) abwehren. Hinter IDS verbirgt sich eine Art virtuelle Alarmanlage für Sicherheitsverstöße. Solche Security-Lösungen werden von Unternehmen wie Cisco Systems, Symantec oder T-Systems angeboten. IDS ist allerdings auch sehr personalintensiv, da es eine Fülle von Daten produziert. Deshalb ist eine intensive Beratung notwendig. In Deutschland wird IDS immerhin schon von 24 % der Unternehmen genutzt, rund 29 % verfügen über persönliche oder Benutzer-Firewalls. sas
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