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Keine Verdrängung von Stammarbeitsplätzen durch Zeitarbeit

Europäische Trends auf dem flexiblen Arbeitsmarkt
Keine Verdrängung von Stammarbeitsplätzen durch Zeitarbeit

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Flexible Beschäftigungsformen wie die Zeitarbeit oder befristete Anstellungen geben europaweit sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern die Chance, das Arbeitsvolumen an individuelle Bedürfnisse anzupassen.

Es gibt keinen Hinweis auf einen weltweiten Trend in Richtung eines steigenden Anteils flexibler Arbeitsbeziehungen oder für eine Verschiebung zwischen den verschiedenen Arten flexibler Arbeit im vergangenen Jahrzehnt. Das geht aus dem Randstad-Jahresbericht „flexibility@work 2013“ hervor, der die globalen Trends in puncto flexible Arbeitsbeziehungen analysiert und einen Überblick über den weltweiten Anteil von befristeten Arbeitsverträgen, Zeitarbeit und Selbstständigkeit am gesamten Beschäftigungsmarkt gibt. Die Untersuchung wurde im Auftrag der Randstad Holding nv von dem Wirtschaftsforschungsinstitut SEO Economic Research durchgeführt.

„In den letzten Jahren wurde häufig die Ansicht vertreten, dass flexible Arbeitsverhältnisse weltweit vermehrt vorkommen und so feste Arbeitsplätze verdrängen. Dass es sich dabei nur um eine gefühlte Wahrnehmung handelt, die nicht der Realität entspricht, zeigen die Ergebnisse unseres Jahresberichts“, erläutert Petra Timm, Director Communications bei Randstad Deutschland.
Je nach Arbeitsmarktstruktur und ökonomischen Gegebenheiten zeigt die Untersuchung in den einzelnen europäischen Ländern unterschiedliche Ausprägungen der flexiblen Arbeit. Das Modell der Zeitarbeit ist dabei nur ein Bestandteil. Die klassische Arbeitnehmerüberlassung macht einen relativ geringen, aber in der wirtschaftlichen Funktion bedeutenden Teil der Gesamtbeschäftigung in Europa aus. In 2011 waren in den 27 europäischen Mitgliedsstaaten 1,6 Prozent aller Erwerbstätigen über die Zeitarbeit beschäftigt. In Großbritannien und Irland gab es mit 3,7 Prozent den größten Anteil der Arbeitnehmerüberlassung im Verhältnis zur Gesamtbeschäftigung. Dahinter folgten die Benelux-Staaten und Frankreich. In Deutschland lag der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen Erwerbstätigen bei zwei Prozent. Damit fand sich Deutschland im europäischen Vergleich auf Platz fünf wieder.
Die flexiblen Arbeitsformen reagieren in ihrer Entwicklung schnell auf die Änderungen der konjunkturellen Bedingungen und gelten als Frühindikator für wirtschaftliche Tendenzen. Das liegt unter anderem daran, dass die nötige Flexibilität Unternehmen oft erst die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglicht. Daher ist beispielsweise die Zeitarbeit eine der ersten Beschäftigungsformen, deren Anteil wächst, wenn sich die Wirtschaft nach einer Krise stabilisiert. Die Möglichkeit, auf ein steigendes Auftragsvolumen flexibel und schnell zu reagieren, kann dann das Wirtschaftswachstum beschleunigen. Ebenso verhält es sich im Umkehrschluss: Ein sinkender Anteil der Zeitarbeitnehmer ist meist der erste Indikator für wirtschaftlich schwierige Zeiten. ud
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