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Kompetenzzentrum Informationstechnik im Einkauf

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Kompetenzzentrum Informationstechnik im Einkauf

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Der Einkauf rückt immer mehr in den Blickpunkt der Unternehmensführung. Trotzdem bleiben die Potentiale des Einkaufs oft ungenutzt. An der Überwindung dieses Defizits arbeitet seit Oktober 1995 ein interdisziplinäres Team unter Leitung von Prof. Dr. oec. Walter Brenner und Dipl.-Wirtsch.-Ing. Volker Hamm im Rahmen des Projekts „Arbeitskreis Informationstechnik im Einkauf“ (Beschaffung aktuell 8/1995).

Die Idee zu einem gemeinsamen Projekt zwischen Unternehmen und Wissenschaft wurde im Mai 1995 an der Technischen Universität Freiberg entwickelt. Zielsetzung ist es, ein Forum für einen kontinuierlichen Wissenstransfer zu schaffen, um gemeinsam an der Neugestaltung des Einkauf unter Nutzung innovativer Informationstechnik zu arbeiten. Der Arbeitskreis ist als Projekt der beteiligten Unternehmen konzipiert. Entsprechend werden in den Sitzungen Aufgabenstellungen bearbeitet, die von den Unternehmen definiert wurden. Die Zusammensetzung des Arbeitskreises mit den Unternehmen 3M, Heilit+Woerner, Hotset, Wavin, Arzneimittelwerke Dresden (AWD), GBS Softwaredienst und Metabowerke hat sich als konstruktiv erwiesen. Zudem hat sich in den ersten Sitzungen herausgestellt, daß die bestehenden Probleme im Einkauf über Branchen und Unternehmensgröße hinweg sehr ähnlich sind.

Die konstituierende Sitzung des Arbeitskreises fand am 19. Oktober 1995 in Freiberg statt. Nach einer intensiven Diskussion der Ziele des Arbeitskreises wurde „die Verlagerung operativer Einkaufsentscheidungen an die Bedarfsträger mit Hilfe von Informationstechnik zur Entlastung des Einkaufs von operativen und administrativen Aufgaben“ als Aufgabenstellung festgelegt.
Zur Analyse der Defizite präsentierten die Unternehmen ihre Beschaffungsprozesse und die Schwächen der bestehenden Lösungen in den Arbeitskreissitzungen. Parallel dazu führte der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Technischen Universität Freiberg eine Potentialanalyse verfügbarer Informationstechnik durch. Die Analyse ergab, daß die gegenwärtig genutzte Informationstechnik nur unzureichend den Anforderungen des modernen Einkaufs, insbesondere bei der Beschaffung von C-Teilen, aber auch von strategischen A-Teilen, genügt. Im Rahmen der Evaluation verfügbarer Informationstechnik wurde neben bestehenden Lösungen auch innovative Informationstechnik wie das Internet bewertet.
Gegenwärtig arbeitet der Arbeitskreis an dem Entwurf von IT-basierten Referenzprozessen, die den beteiligten Unternehmen als Ausgangspunkt der Neugestaltung ihrer Abläufe dienen sollen. Im Rahmen der Modellierung dieser Prozesse werden auch neue Beschaffungskonzepte, wie das Outsourcing von Einkaufsleistungen, bewertet.
Bei der Beschreibung des Nutzens durch die Mitarbeit im Arbeitskreis sollen die Unternehmen und ihre Vertreter zu Wort kommen:
„Durch die Globalisierung der Märkte ist es für den Einkauf unverzichtbar auf moderne Informationstechniken zurückzugreifen. Hierzu bietet der Arbeitskreis ‚Informationstechnik im Einkauf‘ neue Techniken kennenzulernen, und sich mit anderen Unternehmen auszutauschen.“
(Metabowerke, Herr Beck)
„Die bei 3M an der Beschaffung beteiligten Abteilungen unterziehen sich derzeit einem umfassenden Veränderungsprozeß. Als Ziele stehen dabei die Ausrichtung auf die übergeordneten Unternehmensziele, eine prozeßorientierte Organisation und die Optimierung des Kundennutzens im Mittelpunkt. Wir sehen in einer neugestalteten, intergrierten Datenverarbeitung einen entscheidenden ‚Enabler‘ zur Erreichung unserer Ziele. Wir würden es begrüßen, die vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem erweiterten Arbeitskreis fortzusetzen.“
(3M, Herr Dietrich)
„Aufgrund der gemischten Zusammensetzung der Teilnehmer aus unterschiedlichen Funktionen und Branchen ergaben sich regelmäßig interessante Anregungen. Vom Arbeitskreis gingen wichtige Impulse in den Bereichen Ablauforganisation, Aufbauorganisation, Informationstechnik und neue Medien aus, an deren Umsetzung zur Zeit gearbeitet wird.“
(Heilit+Woerner, Herr Leinz)
„Im Arbeitskreis wurde deutlich, daß die Beschaffungsprozesse hinsichtlich der betrieblichen Anforderungen sehr individuell sind und einer betriebsspezifischen Optimierung bedürfen. Die an-zuwendende Informationstechnik hat sich an den firmenspezifischen Prozessen zu orientieren, was eine entsprechende Flexibilität und Leistungsfähigkeit voraussetzt. Die Vielfalt der gegenwärtigen und zukünftigen Informationstechnologien stellt eine große Herausforderung an die Entscheider in den Betrieben dar. Der Arbeitskreis gibt sehr praxisbezogene Orientierungshilfen“ (GBS-Softwaredienst, Herr Schumann).
Motiviert durch die bisherigen Erfolge der Zusammenarbeit, wird gegenwärtig an der Neukonzeption des Arbeitskreises Informationstechnik im Einkauf gearbeitet. Ziel ist der Aufbau eines Kompetenzzentrum „Informationstechnik im Einkauf“, das für zwei Jahre die von den Unternehmen definierten einkaufsrelevanten Herausforderungen der Zukunft bearbeitet. Es handelt sich dabei um keine Auftragsforschung, sondern um eine kooperative, längerfristig angelegte Zusammenarbeit.
Die Konzeption des Kompetenzzentrums sowie die Durchführung eines Briefing zukünftiger einkaufsrelevanter Herausforderungen wird Gegenstand eines Treffens von Unternehmen am 23. Januar 1997 sein. Interessenten sind zu diesem Treffen willkommen.
Nähere Informationen über Dipl.-Wirtsch.-Ing. Volker Hamm, Technische Universität Bergakademie Freiberg, Fax: 0 37 31/39 31 17, Telefon: 0 37 31/39 26 7
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