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Markt der Zukunft

Einkaufs-Outsourcing, Teil VI
Markt der Zukunft

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Anbieter für Procurement Outsourcing sind die Outsourcing-Pioniere des 21. Jahrhunderts: Sie unterstützen den strategischen Einkauf und ebnen den Weg für eine effiziente, globale Beschaffung. Dass das Nutzenpotenzial von Outsourcing für die Beschaffung von nicht-strategischem Material äußerst groß ist, wird erst allmählich erkannt. Der Markt steht am Anfang einer rasanten internationalen Entwicklung zu einem milliardengroßen Boom.

Michael Nenninger, Leiter Global Procurement Services bei Siemens IT Solutions and Services www.siemens.de/it-solutions/gps

Laut einer Studie von Gartner von 2006 ist Procurement Outsourcing eines der am schnellsten wachsenden Outsourcing-Segmente – mit jährlichen Wachstumsraten von rund 17 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar im Jahr 2009. Immer mehr Unternehmen sehen darin ein strategisches Instrument, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre Wachstums- und Ergebnisziele zu erreichen.
Durch die Verringerung der Prozess-, Betriebs- und Materialkosten bietet Procurement Outsourcing signifikante Einsparpotenziale. Typischerweise liegt der Return-on-Investment (RoI) bei weniger als zwei Jahren. Da stellt sich die Frage: Warum ist Procurement Outsourcing noch nicht weiter verbreitet?
Dazu ein kleiner Rückblick: In den 90er Jahren bestimmte die Auslagerung der IT die Outsourcing-Aktivitäten in den Unternehmen. Das Thema Einkauf wurde hingegen betriebswirtschaftlich lange Zeit vernachlässigt und rangierte weit hinter anderen Managementthemen. Heute noch ist der Einkaufsleiter meist auf der zweiten oder dritten Hierarchiestufe angesiedelt. Durch den anhaltenden Kostendruck erinnern sich jedoch immer mehr Entscheider an die alte Weisheit „im Einkauf liegt ein Großteil des Gewinns“. Vielfach wurden bereits Initiativen auf den Weg gebracht, um den Einkauf – insbesondere von indirektem Material – mit elektronischen Beschaffungslösungen und Auslagerungsstrategien zu optimieren.
In Deutschland verfügen die Unternehmen beispielsweise über eine gute Einkaufskultur mit effizienten – teilweise elektronischen – Prozessen, unterstützt durch leistungsfähige Partner wie dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Deutsche Unternehmen sind bereits richtungweisend bei Themen wie Prozessstandardisierung und Optimierung von Einkauf und Logistik.
Noch besteht jedoch Zurückhaltung bei Procurement Outsourcing, die auf die grundsätzlichen Vorbehalte gegenüber Outsourcing zurückzuführen ist: Etwa die Angst, Kompetenzen und Kontrolle aus der Hand zu geben, dem Geschäftspartner ganz zu vertrauen sowie Risiko- und Investitionsbereitschaft zu zeigen. Damit tut man sich in Deutschland generell schwerer als etwa in den angloamerikanischen Ländern. Diese sind beim Procurement Outsourcing weiter vorangeschritten, mit den USA und England an der Spitze. Erst auf Platz drei folgt Deutschland. Die übrigen europäischen Länder spielen noch eine untergeordnete Rolle. Ebenso Asien, wo noch Transparenz und Standards in den Einkaufsprozessen fehlen – eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiches Procurement Outsourcing.
Robin Shahani vom Sourcing-Beratungsunternehmen Equaterra beurteilt die Entwicklung dennoch positiv: „Im ersten Halbjahr 2007 haben wir ein deutlich gestiegenes Interesse an Procurement Outsourcing festgestellt, allerdings mit einem anderen Blick auf den Umfang. Die Kunden versuchen heute, partielles Outsourcing als Teil einer größeren, hybriden (internen und externen) beziehungsweise schrittweisen Vorgehensweise durchzuführen, um ihren Source-to-Pay-Prozess zu verändern. Dies führt zu einer wesentlich breiteren Dienstleisterlandschaft und zu einer größeren Vielfalt an Servicemodellen als zuvor.“
Beschaffungsprojekte sind derzeit oft noch regional bestimmt. Interessant wird es dann, wenn Outsourcing-Vorhaben eine internationale, flächendeckende Versorgung umfassen. Entsprechend der globalen Unternehmensorganisationen sind die Service Provider gefordert, ein vollständiges und umfassendes Portfolio anzubieten. Siemens gilt dabei als Branchenprimus, da das Unternehmen über langjährige internationale Erfahrungen verfügt. Mit einem eigenen Beschaffungsvolumen von über 40 Milliarden Euro jährlich – davon etwa 20 Prozent nicht-strategisches Material – hat Siemens eine Vorreiterrolle, die den Markt in Europa treibt.
Ein Team von Siemens-Einkaufsexperten arbeitet bereits an einer Neuauflage der Studie zu Procurement Outsourcing, für die noch Teilnehmer gesucht werden. Weitere Informationen auf der unten angegebenen Website.
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