Mangelhafte Prozesse und Verantwortlichkeiten bei der Datenpflege - Materialstammdaten voller Fehler - Beschaffung aktuell

Mangelhafte Prozesse und Verantwortlichkeiten bei der Datenpflege

Materialstammdaten voller Fehler

(Foto: Pixelio)
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In 80 Prozent aller Unternehmen kann auch der Einkauf seine Potenziale wegen miserabler Datenqualität nicht voll ausschöpfen.

Die Materialstammdaten strotzen in fast allen Firmen Deutschlands vor erheblichen Fehlern. Nach einer Erhebung der Omikron Data Quality GmbH, Pforzheim, weisen lediglich 20 Prozent aller Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz eine geringe Fehlerquote auf. Zu den Ursachen zählen vor allem mangelhafte Regeln und Prozesse für ein einheitliches Stammdatenmanagement sowie unzureichend organisierte Verantwortlichkeiten und fehlende technische Möglichkeiten zur automatischen Datenpflege.

„Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft meist eine erhebliche Lücke“, fasst Omikron-Geschäftsführer Carsten Kraus die Ergebnisse zusammen. „Offenbar stand das Management der Materialstammdaten bisher nicht auf der Tagesordnung oder hatte keine adäquate Gewichtung“, kritisiert er. Denn in 84 Prozent der Befragten liegt eine Fehlerquote von über 10 Prozent vor. Dies bedeutet bei der genaueren Betrachtung, dass die Materialstammdaten in jedem zweiten Fall Mängel in einer Größenordnung von bis zu 20 Prozent beinhalten. Noch schlimmer sieht es beim Rest aus, wo in noch größerem Umfang Dubletten, falsche Klassifikationen oder unverständliche Materialtexte bestehen. Bei neun Prozent der befragten Firmen herrschen sogar sehr kritische Verhältnisse: Diese melden eine Fehlerquote von über 30 Prozent.
Zu den hauptsächlichen Ursachen der schlechten Datenqualität zählt vor allem, dass die Prozesse und Regeln zur Stammdatenpflege nicht im erforderlichen Maß definiert sind. Dieses Problem besteht bei zwei Dritteln der Unternehmen. Auch diesbezügliche Verantwortlichkeiten sind in ähnlich vielen Firmen nicht klar bestimmt. Hinzu kommt in drei von fünf Fällen das Fehlen angemessener Softwarelösungen, die für eine automatisierte Datenpflege sorgen.
Kein Gefühl für Qualität
Zudem klagen 57 Prozent der Unternehmen über eine unzureichende Sensibilität für die Qualitätserfordernisse beim Stammdatenmanagement. Aber auch unzureichende Ressourcen und eine große Zahl an Datenquellen tragen bei der Hälfte der Firmen zu den derzeitigen Schwächen bei.
„Eine nachhaltige Datenbereinigung bringt entscheidende Wettbewerbsvorteile“, sagt Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des BME e.V., Frankfurt. Schließlich würden Einkauf, Bestandsführung, Disposition und Rechnungsprüfung regelmäßig auf Materialstammdaten zurückgreifen. „Eine kontinuierliche Pflege der Stammdaten ist unentbehrlich, um brachliegende Einsparpotenziale auszuschöpfen“, betont er. dz
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