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Mehr Nutzer – mehr Erfolg?

Was wirklich zählt bei Fracht- und Laderaumbörsen
Mehr Nutzer – mehr Erfolg?

Wenn wenige Angebote in einer Frachtenbörse sind, sucht man Geschäftsmöglichkeiten vergeblich (Foto: TimoCom)
Frachtenbörsen sind aus dem Dispositionsalltag nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass es in Europa inzwischen mehr als 100 Transportbörsen aller Art gibt. Umso schwieriger ist es, den Überblick beim Thema Fracht- und Laderaumbörsen zu behalten.

Die Bandbreite der Transportbörsen ist groß: Es gibt kleine, spezialisierte Frachtenbörsen mit wenigen Nutzern bis hin zu den europäischen Platzhirschen, die mehrere Tausend Anwender haben.

Auf den ersten Blick ist die Wahl der richtigen Frachtenbörse leicht: Je mehr Nutzer registriert sind, desto mehr Chancen auf ein lukratives Geschäft bieten sich.
Nutzer ist nicht gleich Nutzer. „Ein Trugschluss“, meint Marcel Frings, Chief Representative des europäischen Marktführers TimoCom, „aus unserer Sicht ist nicht die Anzahl der Nutzer entscheidend, sondern die Anzahl der Angebote, die die Nutzer täglich in die Frachtenbörse einstellen.“ Um hier erfolgreiche Fracht- und Laderaumbörsen von anderen abzugrenzen, reicht ein einfacher Taschenrechner: „TimoCom beispielsweise hat 75 000 Nutzer, die täglich bis zu 230 000 Fracht- und Laderaumangebote anbieten. Das bedeutet, dass durchschnittlich rund drei Angebote pro Nutzer täglich veröffentlicht werden. Andere Transportbörsen werben mit einer wesentlich höheren Nutzerzahl, wenn man sich aber die Angebotszahlen dieser Börsen anschaut, so werden in manchen Fällen durchschnittlich 0,3 Angebote pro Nutzer veröffentlicht“, erklärt Frings. Demnach ist es sinnvoller, bei der Auswahl der Fracht- und Laderaumbörse auf die Angebotsanzahl statt auf die Zahl der Nutzer zu schauen.
Tatsächlich ist zwischen den einzelnen Frachtenbörsen nicht geklärt, wie ein „Nutzer“ definiert ist. Das ist der Grund, weshalb manche Transportbörsen gerade in diesem Bereich werbewirksam hohe Zahlen veröffentlichen. Angebotszahlen können von allen Kunden nachvollzogen werden – jeder bemerkt selbst, ob eine Börse stark frequentiert ist oder nicht. Bei den Nutzerzahlen ist die wahre Größe, wegen der angesprochenen Definitionsunterschiede, nicht so leicht zu ermitteln. Für Verlader ist es deshalb wichtig, dass die Daten der Frachtenbörse in diesem Punkt transparent und nachvollziehbar sind. Um bei dem Beispiel TimoCom zu bleiben: Hier muss jeder neue Nutzer angemeldet werden. Für jeden Nutzer muss außerdem eine Nutzungsgebühr gezahlt werden. Firmen melden so nur Mitarbeiter an, die wirklich disponieren. Bei anderen Frachtenbörsen können unbegrenzt viele „Nutzer“ kostenlos hinzugefügt werden. Sie tauchen dann zwar in der Statistik, aber nicht in der Transportbörse auf. „Wenn für ein Fußballspiel alle Karten im Stadion kostenlos vergeben wurden, aber nur ein Drittel wirklich hingeht, dann ist das Stadion zwar ausverkauft, aber trotzdem leer“, vergleicht Frings die Situation. Wirklich lohnende Frachtenbörsen haben also mehr Angebote als Nutzer.
Bei der Wahl der Fracht- und Laderaumbörse sollte neben der Anzahl der Angebote die Zuverlässigkeit der potenziellen Geschäftspartner innerhalb der Transportbörse ausschlaggebend sein. Je umfangreicher das von der Fracht- und Laderaumbörse angebotene Sicherheitspaket, desto schwieriger wird es für „schwarze Schafe“ ein Geschäft zu machen. Gute Anbieter bieten ein mehrstufiges Sicherheitsnetz, das nicht nur die obligatorische Zugangsprüfung für Neukunden beinhaltet.
Quantität und Qualität. Sollte es trotz der Sicherheitsvorkehrungen zu säumigen Zahlungen kommen, tritt die hauseigene Inkasso-Abteilung unter der Leitung von Rechtsanwalt Alexander Oebel auf den Plan. Zusammen mit seinem Team hilft er den Kunden dabei, außergerichtlich zu ihrem Geld zu kommen – ein Service, der für wirklich sichere Fracht- und Laderaumbörsen zum Standard gehören sollte.
Es lohnt sich also, vor der Entscheidung für oder gegen eine Fracht- und Laderaumbörse ganz genau hinzuschauen. Wenn man die gegebenen Hinweise beachtet, ist die richtige Frachtenbörse oft nur einen Taschenrechner entfernt. sas
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