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Mercer: Ingenieurleistungen in Indien bis zu 70 Prozent günstiger

Studie zum Offshoring in der Automobilindustrie
Mercer: Ingenieurleistungen in Indien bis zu 70 Prozent günstiger

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Die Unternehmensberatung Mercer Management Consulting, München, stellt fest, dass die Verlagerung von Entwicklungsaktivitäten in Niedriglohnländer – das so genannte Offshoring – deutliche Kostensenkungen ermöglicht. Dies sei das Ergebnis einer Studie zur Automobilindustrie.

Je nach Fahrzeugmodul, Entwicklungsleistung und Zielland könnten die Kosten um 20 bis 30 Prozent reduziert werden. Vor allem in Osteuropa, insbesondere in Polen, Tschechien und Ungarn, sowie in Indien lassen sich die Entwicklungskosten überdurchschnittlich senken.
Automobilzulieferer und Engineering-Dienstleister lassen bereits heute in Niedriglohnländern entwickeln. Die zurzeit noch geringen Offshore-Quoten im Engineering von unter einem Prozent werden je nach Leistungsfeld auf bis zu 40 Prozent steigen. Schlüssel zu einem erfolgreichen Offshore-Engineering sind die passende Strategie, die Auswahl geeigneter Partner und vor allem die Gestaltung der operativen Zusammenarbeit. Die Automobilindustrie hat in Deutschland im Jahr 2005 rund 16 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) aufgewendet. Mit einem Anteil am Umsatz von knapp sieben Prozent ist die Automobilindustrie äußerst FuE-intensiv. In den deutschen Entwicklungsabteilungen der Automobilhersteller, -zulieferer und Engineering-Dienstleister arbeiten rund 85 000 Menschen. Deutschland ist mit einem Anteil von 25 Prozent am weltweiten Automobilentwicklungsaufwand Spitzenreiter vor Japan und den USA.
Die Entwicklungsleistungen am Standort Deutschland geraten nach Angaben von Mercer immer weiter unter Kostendruck. Die Automobilhersteller machen im Engineering klare Vorgaben zur Kostensenkung, haben volle Transparenz über die Stundensätze und geben bereits Zielquoten für Offshore-Engineering vor. So lassen sich Engineering-Stunden in Indien um bis zu 70 Prozent günstiger als in Deutschland einkaufen. Selbst unter Berücksichtigung zusätzlicher Kosten für Ausbildung, Management (Overhead), Koordination und geringerer Produktivität würde sich immer noch ein Kostenvorteil von bis zu 30 Prozent ergeben, meinen die Berater. dz
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