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Mit Soja sauber drucken

Biotoner soll Erdölprodukte ersetzen und billiger sein
Mit Soja sauber drucken

Soja – ein Rohstoff, der jetzt auch für Toner verwendet wird (Foto: Riobranco)
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Bei der Herstellung von Toner für Laserdrucker ersetzt ein amerikanisches Unternehmen Erdöl durch Soja. Jetzt geht das Produkt hier an den Start.

Die Symbioprint GbR, Ehningen, bringt jetzt als Lizenznehmer einen so genannten „Biotoner“ für Laserdrucker auf den europäischen Markt. Deutschland und dann Frankreich werden die ersten Märkte für das Produkt „Soyprint“ sein.

Das Produkt, dessen 40-prozentiger auf Erdöl basierender Anteil durch Soja aus nachhaltigem Anbau ersetzt wird, spart nach Angaben des Unternehmens allein in Deutschland jährlich 24 Millionen Liter Erdöl. Dem Hersteller, der PRC Technologies, Standish, Maine/USA, sei es gelungen, die knappe und immer schwieriger und damit gefährlicher zu fördernde Ressource Erdöl durch den nachwachsenden Rohstoff Soja zu ersetzen. Somit würden auch die Krebs erregenden Stoffe Toluol und Benzol wegfallen.
Die Symbioprint-Geschäftspartner Armin Hohls und Frank Wörn betrachten die Entwicklung des Biotoners als Durchbruch im Laserdruck, da das herkömmliche Tonerpulver durch einen nachwachsenden Rohstoff ersetzt werden könne. „Dass Soyprint Biotoner nicht nur viel umweltfreundlicher und gesünder als herkömmlicher Toner für Laserdrucker ist, sondern die Kartuschen bei mindestens gleicher Druckqualität wie die Originale auch noch weniger kosten, ist eine großartige Verkaufshilfe für mehr Green Business,“ so Geschäftsführer Armin Hohls. Die Soyprint-Leute sagen, ihr Produkt reduziere die Kosten um rund 20 Prozent.
Der Einsatz des Biotoners ersetze je Kartusche ungefähr drei Liter Erdöl. Das sind bei acht Millionen Tonerkartuschen allein in Deutschland bereits 24 Millionen Liter Erdöl nur für den Toner. Das Recycling der Kartusche trage nochmals drei Liter zuzüglich Energie und Produktionskosten bei. Die Kartuschen werden hochwertig in Berlin recycelt, wobei Verschleißteile ausgetauscht werden. Jede wiederverwendete Kartusche vermeidet außerdem bis zu drei Kilogramm Plastikabfall. Bei 44 Millionen Tonerkartuschen, die jährlich in Europa gekauft werden, besteht mit Soyprint großes Sparpotenzial.
„Unsere Geschäftspolitik lässt keinen Ankauf von Sojaprodukten aus Anbaugebieten in Regenwaldgebieten zu. Wir verwenden ausschließlich Soja aus heimischem Anbau, aus den USA,“ versichert Rick Greenlaw, Vizepräsident von PRC-Technologies zur Nachhaltigkeit von Soyprint. Da PRC, Print Recovery Concepts, zur Herstellung des Biotoners ein Nebenprodukt der Futtermittelproduktion verwendet, entsteht weder Konkurrenz zu Nahrungsmitteln noch bedarf es neuer landwirtschaftlicher Anbauflächen.
In den USA bereits etabliert
In Amerika werde Soyprint bereits eingesetzt. Seit rund einem Jahr drucken amerikanische Unternehmen und Institutionen mit Biotoner, seit über 15 Jahren setzen 90 Prozent der Zeitungen und 30 Prozent der Magazine Sojatinte ein. dz
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