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Neuentwicklungen verbessern Schutzfunktion und Komfort

Schutzkleidung
Neuentwicklungen verbessern Schutzfunktion und Komfort

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Schutzkleidung schützt, ist aber unbequem und unattraktiv? Das ist größtenteils vorbei. Moderne Gewebe und verbesserte Konzepte von Anbietern von Schutzkleidung ermöglichen ein Spektrum an Persönlicher Schutzausrüstung (PSA), das neben der Schutzfunktion eine verbesserte Optik, einen höheren Tragekomfort und ein differenziertes Einsatzgebiet bietet. Silvia Mertens, Produktentwicklung der Mewa Textil-Service AG & Co., berichtet über die erweiterten Auswahlkriterien, die Einkäufer an Schutzkleidung stellen können.

Beschaffung aktuell: Frau Mertens, in vielen Tätigkeitsbereichen ist das Tragen von PSA vorgeschrieben. Doch zwischen den Trägern und ihrer Schutzkleidung herrscht eine Art Hassliebe: Die Kleidung schützt, macht aber das Arbeiten in ihr anstrengend, da sie eher einer Rüstung als einer Kleidung gleicht. Gibt es hier positive Entwicklungen?

Silvia Mertens: Die gibt es tatsächlich. In den vergangenen Jahren wurden innovative Gewebe entwickelt, die viel mehr können, als die bisher für Schutzkleidung verwendeten. Gerade im Bereich der Hitze- und Flammschutzkleidung sind mittlerweile Gewebe auf dem Markt, die bei einer verbesserten Schutzfunktion wesentlich leichter und angenehmer zu tragen sind. Außerdem sind sie zum Teil multifunktional, das heißt sie besitzen mehr als nur eine Schutzfunktion. Darüber hinaus sorgen ergonomische Schnittführungen für mehr Bequemlichkeit und Funktionalität der Kleidung. Kurz gesagt: Der Träger fühlt sich in seiner Schutzkleidung wohler. Es gibt sogar Schutzkleidung, die optisch von normaler Berufskleidung kaum zu unterscheiden ist.
Beschaffung aktuell: Heißt das Schutzkleidung kann ab sofort auch danach ausgesucht werden, wie bequem sie für den Träger ist, und ob er sie schick findet?
S. Mertens: Nun, das Wort „schick“ ist sicher übertrieben. Aber es gibt Hitze- und Flammschutzkleidung, die sich optisch von normaler Berufskleidung nicht unterscheidet. Das ist zum Beispiel Unternehmern wichtig, die auf einen einheitlichen optischen Auftritt ihrer Mitarbeiter achten. Aber die wirklich bahnbrechende Entwicklung im Bereich PSA betrifft den Komfort des Gewebes. Der Tragekomfort hat sich in den vergangenen drei Jahren deutlich verbessert.
Beschaffung aktuell: Was bedeutet das für Einkäufer und Träger?
S. Mertens: Die Devise: „Je dicker, schwerer und steifer die Kleidung ist, umso höher ihre Schutzfunktion“, hat nicht mehr so absolute Gültigkeit. Mitarbeiter können heute zum großen Teil mit Schutzkleidung ausgestattet werden, die beides bietet: Sicherheit und Bequemlichkeit. Und das bei verbesserter Schutzfunktion. Ein neuartiges relativ leichtes Dreifasergewebe, das Mewa zum Beispiel exklusiv für die Zementherstellung entwickelt hat, wird sehr feinkörnigem, auf über 800°C erhitztem Heißmehl gerecht. Ein entsprechender Hitzedurchgangswiderstand konnte früher nur bei einem Gewebe mit doppeltem Gewicht erzeugt werden.
Beschaffung aktuell: Sie sprachen eingangs von Multifunktionskleidung. Was ist damit gemeint?
S. Mertens: An vielen Arbeitsplätzen ist es sinnvoll und notwendig, den Träger vor mehr als nur einer Gefährdung zu schützen. Inzwischen gibt es Gewebe, die zwei oder auch drei Schutzziele erfüllen, also z. B. Flamm- und Hitzeschutz plus Antistatik oder Flamm- und Hitzeschutz plus Chemikalienschutz bieten. Neue Faserzusammensetzungen ermöglichen diese innovativen Gewebe. Das ist eine sehr positive Entwicklung, die viele weitere Neuerungen hervorbringen wird. Langfristig heißt das: Wenn Einkäufer von Schutzkleidung in Zukunft genau definieren, wie und wovor die von ihnen benötigte Kleidung schützen soll, dann können sie auch eine genau für ihren Bedarf passende Kleidung erhalten.
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