Transparente Produktion - Papierberge ade - Beschaffung aktuell

Transparente Produktion

Papierberge ade

Anzeige
Zu einem wichtigen Hilfsmittel im Fahrzeugbau haben sich kompakte Industriedrucker entwickelt, mit deren Hilfe vor allem Großbauteile gekennzeichnet werden. Das Besondere: Sie holen sich die jeweiligen Auftragsdaten direkt aus einer zentralen Datenbank.

„Durch den Einsatz der Industriedrucker ist unsere Produktion wesentlich transparenter geworden“, berichtet Nicole-Patrizia Pelka, zuständig bei der Faun Umwelttechnik GmbH, Osterholz-Scharmbeck, fürs BDE-Management.

Seit knapp einem Jahr kommen insgesamt 18 Thermodirektdrucker Mach4 der cab Produkttechnik GmbH, Karlsruhe, zum Teil im Dreischichtbetrieb zum Einsatz. Während 17 Industriedrucker in der Produktion ihre Leistungsfähigkeit beweisen, steht ein Drucker im Wareneingang. Ausgestattet mit einer RFID-Schnittstelle ist er ein Teil eines entsprechenden Projektes, das zurzeit in Planung ist.
Am Standort Osterholz-Scharmbeck hat Faun Umwelttechnik im Jahr 2008 über 1200 Entsorgungsfahrzeuge in Einzelfertigung gebaut. Pro Arbeitstag verlassen zwei bis drei Fahrzeuge eines Typs die Produktion. An den einzelnen Linien werden immer mehrere Müllfahrzeuge gebaut. „Für die Standardmodelle brauchen wir in der Regel fünf bis sechs Wochen, bei Sonderanfertigungen dauert es acht Wochen und länger“, erzählt die BDE-Managerin. „Entsprechend hoch ist bei uns die Teilevielfalt, die akribisch identifiziert werden muss.“
Am Anfang des Baus der Entsorgungsfahrzeuge steht die eigene Laseranlage. Hier werden Teile zugeschnitten. Dann kommt der Stahlbau, wo die Großbauteile wie beispielsweise die Behälter entstehen. Zusammen mit dem Heckteil gehen sie anschließend paarweise in die Grundierung und Lackierung, ehe sie just-in-time in der Vormontage und Montage ankommen, wo schließlich das komplette Müllfahrzeug entsteht. „Für die Teilekennzeichnung, vor allem der Großbauteile, setzen wir die Drucker ein“, erzählt Nicole-Patrizia Pelka. „So können wir den genauen Stand der Auftragsbearbeitung erkennen und wissen, welcher Bearbeitungsschritt als nächster folgt.“
Die Drucker sind über eine Ethernet-Schnittstelle mit dem BDE-Terminal verbunden. Alle Drucker sind mit einem USB-Barcodescanner ausgestattet. Auf den einzelnen begleitenden Beauftragungspapieren ist ein Barcode gedruckt, der die Lohnscheinidentnummer und den Arbeitsgang enthält. Diese Daten werden eingescannt und anhand dieser Informationen die entsprechenden Teilekennzeichnungen gedruckt. Diese Informationen holen sich die Drucker online von einem Server, auf den sie direkt zugreifen können. Es gibt keine weiteren Schnittstellen und keine Handeingaben. Der komplette Vorgang läuft über die Scanner. „Wir sehen immer genau, in welchem Status sich das Einzelteil befindet“, fasst Pelka zusammen. Kommen beim Scanvorgang keine Informationen, weiß der Mitarbeiter, dass der Auftrag schon verbucht ist. Er kann sich einem neuen Auftrag zuwenden. „Somit sehen wir unabhängig von unserer Betriebsdatenerfassung genau, ob der Auftrag noch offen ist.“
Die Müllfahrzeuge werden anhand eines Programms, das von der Produktionsleitung vorgegeben wird, gebaut. Dieses Programm, das wöchentlich aktualisiert wird, muss identisch mit den Beauftragungspapieren sein. Alle Papiere müssen die gleiche Terminschiene haben. Ohne die Beauftragung und ohne Teilekennzeichnung dürfen einzelne Teile nicht zum nächsten Bearbeitungsschritt gehen.
Ist die Teilekennzeichnung erfolgt, wird das mit dem im Drucker integrierten Schneidemesser sauber abgeschnittene Papier mit einem Klebepunkt gut sichtbar versehen an seinen Abholplatz gestellt und von der Logistik am deutlich gekennzeichneten nächsten Arbeitsplatz angeliefert.
Einbindung an die Datenbank
Jeder Drucker holt sich selbstständig seine Daten aus der internen Datenbank. Möglich macht dies der Database Connector, die cab-Software, die auf einem Server läuft. Im Stand-Alone-Modus mit Netzwerkanschluss ermöglicht er es, Daten aus einer zentralen SQL-fähigen Datenbank direkt abzufragen und auf das Papier zu drucken. Gleichzeitig können Daten während eines Druckvorgangs in die Datenbank zurück geschrieben und verändert werden.
„Bei Bedarf können wir die Datei auch jederzeit ändern“, macht Pelka den Vorteil klar. Die cab-Sprache ist einfach, sie kann schnell und einfach variiert werden. Alle Drucker werden über den FTP-Zugang vom PC aus angesprochen, ohne die Fertigung zu beeinträchtigen. Und ist einmal die Netzwerkverbindung unterbrochen, reicht ein Neustart und alle Systeme funktionieren wieder einwandfrei. Die Investition in die robusten Drucker hat sich gelohnt. „Wir werden immer flexibler in der Fertigung und sind für weitere Anforderungen bestens gerüstet“, bilanziert abschließend Nicole-Patrizia Pelka. mhp
Anzeige

Aktuelles Heft

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de