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Peugeopel

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Peugeopel

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Bei Peugeopel, der künftigen Automarke Europas, geht es vor allem auch um den gemeinsamen Einkauf.

Ob dereinst eine gemeinsame Marke entsteht, sei dahingestellt. Aber wenn, würde „Peugeopel“ doch nicht schlecht klingen, oder?
Peugeopel ist noch Fantasie. Fakt ist, dass sich General Motors (GM) mit sieben Prozent am Kapital von Peugeot Citroën S.A. (PSA) beteiligt hat. Fakt ist auch, dass beide Unternehmen ein Handicap haben – sie verkaufen zu wenig Automobile. Das hat Konsequenzen: PSA kündigte im Herbst vorigen Jahres einen Sparplan an, der 6000 Jobs kosten soll, bei Opel ist schon lange gar nichts mehr sicher.
Nun kann es durchaus seine Vorteile haben, wenn sich zwei gehandicapte zusammentun. Wir denken da an den Blinden und an den Lahmen*. Im Falle von Opel/Peugeot könnte es sich allerdings erweisen, dass sich zwei Lahme, bzw. zwei Blinde zusammengetan haben. Mal sehen.
Auf die Sprünge kommen soll beispielsweise eine gemeinsame Entwicklung. So denken die Konzernlenker an ein gemeinsames Billigauto, ein Fahrzeug für die Oberklasse, in der beide Marken bisher nicht so richtig Fuß fassen konnten und an einen Transporter. Bei diesen leichten Nutzfahrzeugen arbeitet PSA bisher mit Fiat zusammen, Fiat will aber 2017 aus der Kooperation aussteigen.
Die französisch-amerikanische Allianz soll Einsparungen in Höhe von 1,5 Mrd. Euro bringen. Da muss der Einkauf ran, und zwar ein gemeinsamer Einkauf. Es sei eine Zusammenarbeit in der Logistik sowie ein in Teilen gemeinsamer Einkauf von Komponenten geplant, teilen die beiden Konzerne mit. Weiter: „Zudem wird eine Einkaufsgemeinschaft gegründet. Das gemeinsame Einkaufsvolumen beziffern GM und Peugeot mit 125 Mrd. Euro“ (FAZ, 1.3.12).
Sinnvoll ist das. Aber ob die Kooperation gut geht? In der Vergangenheit sind schon so viele Kooperationen gescheitert, dass wir schon von einem stattlichen Kooperationsfriedhof sprechen können. Man kann den Beteiligten nur Mut zusprechen. Es könnte gut gehen und einen „Peugeopel“ wird es hoffentlich nie geben.
Ihr Daniel Zabota
* „Der Blinde und der Lahme“/Johann Fürchtegott Gellert
http://meister.igl.uni-freiburg.de/gedichte/gel_cf02.html
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