Business-Suchmaschinen

Potenziale des E-Procurement ausschöpfen

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Unternehmen haben laut „Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung 2005“ des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. gegenüber dem Vorjahr Fortschritte bei der elektronischen Beschaffung gemacht. Die Potenziale aber seien noch nicht ausgeschöpft. Spezialisierte Business-Suchmaschinen können die Kosten durch eine effektive und zielgerichtete Recherche weiter minimieren.

Einkaufspreise waren und sind seit jeher die größte Herausforderung für die Einkäufer der Unternehmen. Diese Aufgabe gehen die Einkaufsentscheider immer stärker durch die Internetrecherche an. Sie erhoffen sich dadurch, Angebote und Beschaffungspreise rasch miteinander vergleichen zu können sowie mühelos neue und vor allem günstige Lieferanten ausfindig zu machen. Einkaufspreise und Prozesskosten sollen so möglichst gering gehalten werden. Das World Wide Web ist damit im Beschaffungsprozess zu einem zentralen Recherchetool geworden und hat inzwischen alle Kataloge, Verzeichnisse, Gelben Seiten oder Lieferanten-CD-ROMs abgelöst.

Zielgerichte Suche spart Zeit
Allgemeine Suchmaschinen wie Google, Yahoo! oder MSN Search sind der verbreitetste Einstieg in die Internetrecherche. Doch im Bereich der elektronischen Beschaffung zeigen sich schnell deren Grenzen. Die Ursache dafür liegt auf der Hand: Allgemeine Suchmaschinen richten sich mit ihrem Angebot an die Gesamtheit der Internetnutzer und haben ihren Schwerpunkt im privaten Gebrauch. Bei der Priorisierung der Suchergebnisse spielt nicht die inhaltliche Relevanz der gefundenen Seite eine Rolle, sondern die Link-Relevanz, also wie häufig auf diese Seite im Web verwiesen worden ist. So taucht in der Trefferliste des professionellen Einkäufers eine Fülle belangloser Links auf, durch die er sich zeitintensiv bis zum Anbieter oder Lieferanten durchklicken muss. Viele Einkaufsentscheider beklagen sich über den hohen Zeit- und damit auch hohen Kosteneinsatz bei der Internetrecherche. Nach Untersuchungen des US-Unternehmens Find/SVP sind 71 Prozent der Geschäftsleute unzufrieden mit den Ergebnissen allgemeiner Suchmaschinen. Das angestrebte Kostensenkungspotenzial im E-Procurement ist auf diesem Wege sicher längst noch nicht ausgeschöpft.
„Der professionelle Einkäufer sucht anders als eine Privatperson“, bringt Andrew Pylyp, Geschäftsführer der Business-to-Business-Suchmaschine „Wer liefert was?“, das Dilemma auf den Punkt. Zielgerichtete Recherchealternativen bieten auf Geschäftskunden spezialisierte Business-Suchmaschinen. Hier kann der Einkaufsprofi ganz konkret nach Inhalten, Produkten oder Kontakten suchen. „Der Einsatz geeigneter Suchmaschinen hilft, die potenziellen Lieferanten in kurzer Zeit zu recherchieren und ein erstes aussagefähiges Profil zu erstellen. Dabei empfiehlt es sich grundsätzlich auf Business-Suchmaschinen zurückzugreifen“, bestätigt Prof. Dr. Claus W. Gerberich, Experte für internationales Management und Controlling von der Fachhochschule Worms. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu den allgemeinen Suchmaschinen ist die Bereitstellung und Aufbereitung des Datenmaterials. „Diese Suchmaschinen greifen auf vorselektierte Quellen und Daten zurück und bearbeiten diese auch. Als Ergebnis gestalten sich die Suchergebnisse deutlich genauer und qualifizierter als bei allgemeinen Suchmaschinen“, ergänzt Prof. Dr. Gerberich.
Damit erfüllen Business-Suchmaschinen die wichtigsten Anforderungen der Einkaufsprofis für die Anbieterrecherche: eine komfortable Suchsystematik, ein kurzer Suchprozess, die mögliche Einschränkung auf bestimmte Branchen und konkrete Kontaktdaten. Roland Granvogl, Geschäftsführer der Porzellanveredelung Granvogl aus Langenmosen, bestätigt diese Kriterien aus der Recherchepraxis: „Mögliche Neukunden, wie Werbeagenturen oder Markenhersteller, kennen die Vorteile von Business-Suchmaschinen. Die meisten arbeiten mit „Wer liefert was?“, wenn sie gezielt nach Anbietern suchen, denn auch Ansprechpartner zu den Unternehmen werden ihnen hier übersichtlich dargeboten.“ Business-Suchmaschinen sind durch diesen schnellen und direkten Weg zum Anbieter ein wichtiges Rechercheinstrument für ein Kosten senkendes Lieferantenmanagement.
Unwissenheit kostet bares Geld
Prof. Dr. Gerberich definiert sie als einen bedeutsamen Teil der Wertschöpfungskette vom Kunden zum Lieferanten und fasst ihren Profit zusammen: „Business-to-Business-Suchmaschinen spielen im Supply Chain Management eine zentrale Rolle, da sich mit ihnen die Lieferantenauswahl standardisieren und beschleunigen lässt. Darüber hinaus bieten sie die Möglichkeit, einen Kriterienkatalog für die Auswahl der Lieferanten zu erstellen. Spezialisierte Suchmaschinen haben somit den Vorteil, potenzielle Lieferanten schnell und nach einheitlichen Kriterien zu finden, zu clustern und zu selektieren. Damit reduzieren sie den Zeitaufwand und verbessern die Qualität der Suche.“
Ehrgeizige Einspar- und Effizienzziele, zunehmende Vorgaben zur Einhaltung von Richtlinien sowie die kontinuierliche Suche nach neuen Lieferanten werden den Effizienz-Druck auf Einkaufsabteilungen zukünftig noch verstärken. Laut einer Studie der GfK Nürnberg wird ungefähr ein Drittel des Einkaufsvolumens über feste Rahmenverträge abgewickelt. Ein weiteres Drittel der Aufträge geht an die Haus- und Hoflieferanten. Der verbleibende Teil des Einkaufsbudgets ist frei verfügbar – und für dieses Volumen suchen die Unternehmen kontinuierlich neue Anbieter von Produkten und Dienstleistungen. Das BME „Stimmungsbarometer 2005“ geht deshalb von einem stark steigenden Anteil des über Rechercheinstrumente abgewickelten Beschaffungsvolumens aus. So müssen Unternehmen dringend ein wirtschaftliches Tool finden, um nicht den Anschluss zu verlieren. Umso erstaunlicher, dass viele Einkaufsentscheider für die Anbieterrecherche immer noch auf allgemeine Suchmaschinen zurückgreifen, nur weil ihnen die Alternative für den direkten Weg nicht bekannt ist. Eine Unwissenheit, die die Unternehmen bares Geld kosten kann. Abhilfe können Business-Suchmaschinen schaffen. Sie bieten dem professionellen Einkäufer eine effiziente Lösung mit einer schnellen und zielgerichteten Anbieterrecherche. Die Kostensenkungspotenziale im E-Procurement können mit ihrer Hilfe weiter ausgeschöpft werden.

Fragen an Geschäftsführer Andrew Pylyp
BA Beschaffung Aktuell: Wodurch zeichnet sich die Suchsystematik von „Wer liefert was?“ aus?
Andrew Pylyp: Der professionelle Einkäufer bekommt bei „Wer liefert was?“ ausschließlich relevante Treffer angezeigt. Das von uns entwickelte Suchsystem sorgt dafür, dass auch nicht exakte Suchbegriffe zur jeweils korrekten Rubrik führen. Betreut wird dieses einmalige Suchsystem durch ein Team von Bibliothekaren, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Diese Nomenklaturabteilung bearbeitet kontinuierlich die über 42 000 Produkt- und Dienstleistungsrubriken und sorgt für eine korrekte Verknüpfung mit den relevanten Suchbegriffen.
BA: Welche Suchoptionen bietet die Business-Suchmaschine?
Pylyp: Grundsätzlich bieten wir die Möglichkeit, nach Firmen oder nach Produkten zu suchen. Mit Hilfe intelligenter Filter lassen sich die Treffer dann weiter differenzieren. So können die Nutzer eine Selektion nach „Hersteller“, „Großhändler“, „Händler“ oder „Dienstleister“ vornehmen oder die Treffer geografisch eingrenzen. Zudem bieten wir die Option an, sich nur Unternehmen mit Zertifizierung anzeigen zu lassen.
BA: Wie sichert „Wer liefert was?“ die Qualität des Datenmaterials?
Pylyp: Unser Datenbestand umfasst derzeit über 340 000 deutsche Anbieter – Hersteller, Dienstleister, Großhändler oder Händler aus allen Branchen. Dieser Bestand wird ständig geprüft und erweitert. Grundlage dafür ist ein mehrstufiges Qualitätssicherungskonzept bestehend aus einer Plausibilitätsprüfung, einem automatischen Systemabgleich sowie einer manuellen Datenprüfung.
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