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Risiken bei der Energiebeschaffung vermindern

Checkliste hilft sparen
Risiken bei der Energiebeschaffung vermindern

Energieeinkauf: Die Checkliste sollten Energieeinkäufer kennen und vor dem Energieeinkauf gründlich prüfen. (Foto: Paul Hill/Fotolia)
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Wer seinen Energieeinkauf optimiert, kann viel Geld sparen. Die Checkliste für den Mittelstand bietet Tipps rund um das Risikomanagement beim Energieeinkauf und unterstützt Sie bei der Ausgestaltung Ihres Stromeinkaufs.

Durch die deutlichen Preisschwankungen an den Energie- und Rohstoffmärkten werden zunehmend mehr Unternehmen zur Optimierung ihrer Geschäftsabläufe gezwungen. Einst berechenbare Rohstoffkosten sind in den vergangenen Jahren zu einem nur schwer kalkulierbaren Risiko für energie- und rohstoffintensive Betriebe geworden. Diese Entwicklung fordert speziell im Einkauf eine bewusste Auseinandersetzung mit strategischen und operativen Risiken, die aus den Rohstoffmärkten erwachsen.

Wenn diese Risiken nicht gesichert werden, ist der Materialaufwand aufgrund der hohen Schwankungsbreite von Rohstoffpreisen nicht mehr planbar. Eine Checkliste hilft, nicht den Überblick zu verlieren und dient im Nachhinein als Parameter zur Überprüfung, ob Berechnungen und Prognosen in etwa stimmig waren und ob die gesetzten Ziele damit erreicht wurden. Die folgende Checkliste entstammt dem Leitfaden „Strategischer Energieeinkauf“, der vom Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik entwickelt und herausgegeben wurde.
Nachhaltiger Stromeinkauf
Während „Greenwashing“ schnell entlarvt wird, zahlt sich echtes Engagement aus. Umfassender Klimaschutz und energieeffizientes Verhalten stützen nicht nur einen positiven Imageaufbau, sondern helfen Unternehmen, die Kosten zu senken. Der Bezug von CO2-frei erzeugtem Ökostrom aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse ist für Unternehmen oft der erste, praktikable Schritt zu einem ganzheitlich ökologischen Energiemanagement.
Energieeinkauf Risiko-Checkliste
Marktpreisrisiko:
  • Preisentwicklung beobachten
  • Vorsicht bei Stichtagbeschaffung (Fixpreis)
Liquiditätsrisiko:
  • Zahlungsmodalitäten prüfen
  • Finanzierbarkeit in Beschaffungsstrategie berücksichtigen
Marktliquiditätsrisiko:
  • kontinuierliche Marktbeobachtungen und Analysen erstellen
  • Aufbau eines Portfoliomanagement mit eigenem Bilanzkreis
Mengen- oder Volumenrisiko:
  • Datenbasis verbreitern: Implementierung entsprechender Energiedatenmanagementsysteme
  • die verschiedenen Abnahmestellen frühzeitig in die Planung einbinden
  • genau prüfen, wie weit eine Verbindlichkeit gegenüber dem Anbieter eingegangen werden kann
Fahrplanrisiko:
  • umfassende Dokumentation, Kommunikation und Unterstützung des jeweiligen Abnehmers
  • der Energieeinkauf sollte seine Anliegen an die betreffenden Fachabteilungen (Produktion, F&E, Facility Management) kommunizieren, um möglichst früh über Veränderungen informiert zu werden
Versorgungsrisiko:
Es empfiehlt sich der Aufbau von Back-up-Systemen oder Notfallplänen
Counterpart-Risiko:
  • Vertragspartner und Lieferanten regelmäßig bewerten
  • durch die konkrete Abfrage relevanter Daten (wie etwa Referenzen und Unternehmensdaten) kann das Lieferantenprofil systematisch erweitert und das Risiko minimiert werden
Reputationsrisiko:
Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit bedingt ein weiteres Risiko, das einen möglichen Reputations- oder Imageschaden für das Unternehmen beschreibt. Deshalb sollten die Auswahl der Produkte und die darauf aufbauende interne und externe Kommunikation aufeinander abgestimmt sein. ag
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