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Rohstoffwirtschaft im Fokus

Entsorga 2009
Rohstoffwirtschaft im Fokus

(Foto: Entsorga)
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„Rohstoffwirtschaft der Zukunft“ ist eines der Themen der Entsorga-Enteco – der internationalen Fachmesse für Kreislaufwirtschaft und Umwelttechnik – vom 27. bis 30. Oktober 2009 in Köln. Zu Recht. Denn die Kreislaufwirtschaft hat sich längst zu einem unentbehrlichen Lieferanten von Sekundär-Rohstoffen für die produzierende Wirtschaft entwickelt.

Denn bei einigen seltenen Metallen und Mineralien könnte es schon bald knapp werden, befürchtet das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Das betrifft etwa Molybdän, Zirkon, Tantal, Platin oder auch Kobalt, Palladium und Mangan – alles Grundstoffe, die für die Erzeugung von Hightech-Produkten wie Edelstahl, medizinische Geräte, Handys oder Computer unverzichtbar sind. Aber auch bei massenhaft benötigten Metallen wie Blei, Zink, Cadmium oder Nickel reichen die weltweiten Vorkommen voraussichtlich nur noch 20, 22, 34 oder 44 Jahre.
Hinzu kommt, dass viele wichtige Stoffe nur in wenigen Ländern vorkommen. Anfang November hat daher die Europäische Kommission eine neue Initiative zur Sicherung der Rohstoff-Versorgung in der EU vorgeschlagen. Neben fairen Handelsbedingungen auf den Weltmärkten und einer besseren Nutzung von Rohstoffen aus europäischen Quellen ist ihr drittes Strategie-Ziel, die Ressourceneffizienz und das Material-Recycling in den europäischen Volkswirtschaften nachhaltig zu steigern. Damit wächst der Sekundär-Rohstoffwirtschaft zusehends eine strategische Rolle zu.
In Zukunft wird sie auch auf bereits geschlossene Deponien als Rohstoff-Quelle zurückgreifen. Allein in Deutschland lagern hier geschätzte 32 Mio. Tonnen Eisen- und NE-Metalle sowie 70 000 Tonnen Zink.
Allerdings sind die kurz- und mittelfristigen Entwicklungen auf den Märkten für primäre Rohstoffe nicht allein verantwortlich dafür, dass Abfälle vermehrt als Rohstoff- und Energiequelle angezapft werden. Auch die gesetzlichen Vorgaben der EU zielen in diese Richtung. Hierfür steht nicht zuletzt die europäische Deponierichtlinie, wonach ab 2016 jedes Land nur noch 35 Prozent seiner biologisch abbaubaren Abfälle ablagern darf. Die Mitte 2008 verabschiedete neue Abfallrahmenrichtlinie schreibt zudem erstmals konkrete Recyclingquoten vor, die bis 2020 erfüllt werden müssen: mindestens 50 Prozent für Papier, Glas, Metall und Kunststoffe aus Haushalten sowie 70 Prozent für Bau- und Abbruchabfälle.
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