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Schubmaststapler Reflex AC mit Drehstromtechnik

BT Industries
Schubmaststapler Reflex AC mit Drehstromtechnik

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Die Nutzung der Drehstromtechnik, wie sie bei Hochleistungsantrieben in der Industrie seit langem bekannt ist, galt bei Flurförderzeugen bislang als zu teuer. Doch der technologische Siegeszug der Wechselstromaggregate scheint langfristig nicht aufzuhalten. Das schwedische Unternehmen BT Industries bringt jetzt AC-Motoren in den Reflex-Schubmaststaplern zum Einsatz, die preislich DC-Staplern durchaus konkurrieren können.

Die Einführung der Reflex AC ist für Frühjahr ‘97 geplant. Getestet wurde der Stapler in mehr als 1600 effektiven Arbeitsstunden bei vier ausgewählten Firmen. Die Vorteile der Drehstrom-/Asynchronmotoren (AC) gegenüber den DC-Motoren liegen zunächst in reduzierten Servicekosten, weil der Verschleiß von Kollektoren, Kohlebürsten, Schütze und Bremsen entfällt. Der Motor wird gleichzeitig als Generator eingesetzt (Bremsen zu 90-95% mit dem Motor), hinzu kommen verschleißfreie elektromagnetische Lastradbremsen. Der Materialeinsatz beträgt nur ein Drittel der Teile eines Gleichstrommotors. Man rechnet dadurch mit Einsparungen bei Servicekosten von ca. 15-20% pro Jahr, je nach Einsatz.

Leistung und Energierückgewinnung
Insgesamt bringt der AC-Motor mehr Leistung in die Staplertechnik. Mit und ohne Last hält der Reflex AC durchgängig die gleiche Geschwindigkeit. Auch hinsichtlich Beschleunigung und maximaler Fahrgeschwindigkeit zeigt sich eine Verbesserung: Die Umschlagsleistung soll sich bei gleicher Applikation (Palettieren) beinahe verdoppelt haben.
Laut den von BT durchgeführten Messungen entfallen 50% des Energieverbrauchs auf das Fahren, 40% auf den Hubmotor und 10% auf Lenkung, Elektronik usw. BT hat sich bei der Rückgewinnung deshalb auf den größten Energieverbraucher konzentriert. Ohne Verschleiß kann die Energie beim Bremsen mit dem Motor und den Lastradbremsen zurückgewonnen werden. Von 50% Fahrenergie werden demnach 10-15% regeneriert, das entspricht 5-7% der Gesamtenergie. Bei der üblichen, konventionellen Rückgewinnung beim Senken sind von 19% Hubenergie mit Last maximal 25% regenerierbar. Das sind höchstens 5% der Gesamtenergie, wobei ein kostenintensiveres System mit zusätzlichen Pumpen und Motoren (Verschleißteile) eingesetzt wird. Also auch hier zeigen sich Vorteile der AC-Motoren.
Ditlef Fürst, Vizepräsident Marketing BT Industries AB, ist davon überzeugt, „daß mit dem Wechsel ins 21. Jahrhundert alle Schubmaststapler mit Wechselstrommotoren ausgerüstet sein werden.“
Mit dem BT Control-System können verschiedene Leistungsmerkmale dem Fahrer und den Anforderungen des Umfelds entsprechend eingestellt werden. Zu den veränderbaren Parametern gehören Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Schubmastbewegungen und Empfindlichkeit des Lenksystems. Für die Analyse der Arbeitsstruktur sind über ein Informationsprotokoll die Zeiten für Heben, Fahren und die Gesamtbetriebszeit abrufbar. Das ermöglicht Rückschlüsse auf Auslastung und Einsatz der Geräte. Ab einer Hubhöhe von 8,50 m gehört das Kippkabinensystem zum Standard.
Opal – der Mittelhubkommissionierer
BT hat mit Opus eine komplette Kommissionierreihe für unterschiedlichste Einsatzbereiche bis zu einer Greifhöhe von 9 m entwickelt, die alle nach der Methode ‚Mann zur Ware‘ arbeiten. Opal, der Neue in der Opus-Reihe, deckt den Bereich der mittleren Greifhöhe (3,6 m bis 5,8 m) ab. BT setzt bei diesem Kommissionierer eine leicht wechselbare Bedienkonsole ein. Die Elemente sind per Stecker wahlweise an der Gabel- oder Mastseite anzubringen. Die Optipace-Technik des Opal ermöglicht außerdem die Veränderung der Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Hubhöhe. (pm)
BT Deutschland GmbH, 30853 Langenhagen
Fakten und Zahlen
BT Industries verzeichnet für das erste Halbjahr 1996 (Jan. bis Juni) einen Umsatz von 2.291 Mio. Schwedische Kronen (SEK), das rund 524,6 Mio. DM und einem Zuwachs von 11% gegenüber dem Vorjahresergebnis. Davon entfallen auf Flurförderzeuge 1.111 Mio. SEK, rund 254,4 Mio. DM, eine Steigerung von 22% gegenüber dem ersten Halbjahr 1995 (209,3 Mio. DM).Auf den Rentelbereich entfallen lediglich 342 Mio SEK, rund 783,1 Mio. DM, bei einer 1%igen Steigerungsrate im Vergleich Januar bis Juni 1995.Im Inland visiert das Unternehmen für das Jahr ’96 nach Aussage von Günther Scherer, Geschäftsführer BT Deutschland, einen Umsatz von etwa 71 Mio. DM an, von denen nach seiner Einschätzung 40 Mio. DM auf Neugeräte entfallen. Der Anteil von 3 Mio. DM für den Rentelbereich fällt dabei vergleichsweise gering aus. Trotzdem verzeichnet das Unternehmen für Finanzleistungen nach Scherer einen Zuwachs von 15-20%. In den letzten Jahren habe das Unternehmen in Deutschland durchschnittlich 16% pro Jahr mehr verkauft.
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