Gesundheit

So entspannen Sie die Augen vom Bildschirmstress

Immer öfter starren wir auf Bildschirme. Dies kann zu Kurzsichtigkeit führen. (Foto: gpointstudio/Fotolia.com)
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Wer viel am Bildschirm sitzt, kennt die typischen Zipperlein: Nacken und Schultern sind verspannt, die Augen fühlen sich trocken an und brennen, der Kopf schmerzt. Irgendwann verschwimmen die Buchstaben. Ursache ist meist nicht Fehlsichtigkeit, sondern Überanstrengung durch Licht und nahes Sehen.

Das menschliche Auge ist nicht für das Blicken in eine Lichtquelle ausgerüstet, sondern nur für die Aufnahme von reflektiertem Licht. Am Bildschirm blicken die Augen jedoch permanent in einen hinterleuchteten Bildschirm. Dabei wird übermäßig viel Rhodopsin, ein Sehpigment in den Netzhautzellen (auch Sehpurpur genannt), verbraucht. Rhodopsin ist für das Hell-Dunkel-Sehen verantwortlich und wird unter anderem aus Vitamin A gebildet. Bei starker Beanspruchung kann die Netzhaut nicht genügend Sehpurpur nachbilden.
Bildschirmarbeiter neigen außerdem zum Starren, das heißt, sie bewegen die Augenlider deutlich seltener als sonst. Während man normalerweise 20-mal pro Minute die Lider herunterschlägt, reduziert sich dies am Bildschirm auf fünfmal pro Minute.
Das Auf und Ab der Augenlider ist wichtig, damit die Augen befeuchtet werden und keine Staubpartikel auf der Hornhautoberfläche landen. Die Tränenflüssigkeit wehrt Bakterien ab. Der Lidschlag verteilt außerdem einen feinen Fettfilm und sorgt dafür, dass Augen und Gehirn rhythmische Sehpausen erhalten.
Sehtrainer empfehlen Entspannungsübungen, die die Bildschirmarbeit für die Augen erträglicher machen und Kurzsichtigkeit vorbeugen.
Augenwellness – Entspannungsübungen
Die warmgeriebenen Handinnenflächen für 15 Sekunden wie Deckel auf die Augen legen, Hände bei noch geschlossenen Augen langsam vom Gesicht lösen (Palmieren).
Mit den Fingerkuppen wird der knöcherne Rand der Augenhöhlen mit kreisenden Bewegungen circa eine Minute massiert. Die Daumen dienen dabei als Stütze. Die Übung regt die Durchblutung an.
Sanfte kreisende Bewegungen mit einem Finger an folgenden Akupressurpunkten: im Innenwinkel des Auges in der Vertiefung zum Nasenrücken, in der Mitte unterhalb des Auges (auf dem Jochbein), eine Fingerkuppe entfernt vom äußeren Augenwinkel.
Öfter mal blinzeln und dabei durchatmen. Das befeuchtet und beugt somit trockenen Augen vor.
Alle 30 Minuten aus dem Fenster in die Ferne schauen. Die Ferne beginnt bei circa 40 Metern. Das entspannt den Ziliarmuskel und beugt einem „Tunnelblick“ vor, einer eingeschränkten Wahrnehmung all dessen, was außerhalb eines fokussierten Gegenstandes ist.
Mit geschlossenen Augen für circa 30 Sekunden in die Sonne schauen und den Kopf leicht und langsam drehen, damit das Licht nicht auf die selbe Stelle trifft.
Lockerung der Augenmuskulatur
Mit der Hand wird waagerecht von rechts nach links eine große Acht in die Luft gemalt, wobei die Augen der Hand folgen. Der Nacken bleibt locker.
Die Augen werden langsam nach oben, unten, rechts und links gerollt. Das entspannt die sechs Bewegungsmuskeln des Auges.
Der Blick ist auf einen Gegenstand in der Ferne gerichtet und springt dann heran auf Gegenstände in immer kürzerer Entfernung. Bei jedem Gegenstand verweilen die Augen, bis sie zur Ruhe gekommen sind. Das gleiche wieder zurück.
Akkomodieren – ein Auge wird mit der Hand abgedeckt. Die freie Hand entfernt sich langsam von dem offenen Auge und kommt wieder zurück. Auf diese Weise wandert der Blick langsam und kontinuierlich hin und her.
Die Arme sind angewinkelt, die Hände schulterbreit auseinander und so weit vorn, dass sie unscharf sichtbar sind, während der Blick auf „Ferne“ gestellt ist. Die Finger bewegen sich leicht. Langsam strecken sich die Arme und bewegen sich wie ein Vorhang zur Seite. Das Blickfeld öffnet sich und die Übung trainiert so das peripheres Sehen.
Die Hände werden zu einem „Fernglas“ eingerollt und nebeneinander an die Augen gehalten. Durch das „Fernglas“ nimmt die Tiefenschärfe zu, der Gegenstand ist leichter zu sehen.
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