Studie: Nachholbedarf im Personalmanagement

Soziale Netzwerke sind Neuland für deutsche Unternehmen

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Für viele Unternehmen in Deutschland ist das Thema Social Media immer noch Neuland, wenn es um die Gewinnung neuer Mitarbeiter geht. Der Fokus der Personalverantwortlichen liegt nach wie vor auf der eigenen Karrierewebseite, das Potenzial von HR-Seiten in den sozialen Medien bleibt dagegen weitestgehend ungenutzt.

Stelle ausschreiben und abwarten – das war einmal. Wer heute gutes Fachpersonal anziehen möchte, muss im Personalmanagement neue Wege gehen. „In Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels müssen deutsche Unternehmen wesentlich mehr tun, um für hochqualifizierte Mitarbeiter zu werben“, erklärt Prof. Andreas Kiefer, Vorsitzender der Geschäftsführung des HR-Dienstleisters ADP Deutschland.

Ungenutzte Ressourcen. ADP analysierte im Rahmen einer Studie zur Social-Media-Nutzung im Personalbereich die Karrierewebseiten und Social-Media-Auftritte von 87 Unternehmen. Verglichen wurden Unternehmen u. a. in den Branchen Industrie, Groß- und Einzelhandel, Dienstleistung, IT und Telekommunikation sowie Öffentlich-Rechtliche. Das Ergebnis: Deutsche Unternehmen müssen im Social Web deutlich nachbessern.
Mit 2801 von maximal 10 000 erreichbaren Punkten erhielt die Finanz- und Versicherungsbranche die mit Abstand höchste Bewertung in Sachen Auftritt und Reputation im Internet. Neben Karrierewebseiten wurden hier besonders die sozialen Netzwerke genutzt. Im Mittelfeld befindet sich der Handel (1772 Punkte), der Dienstleistungs- und Beratungsbereich (1574 Punkte) und die produzierende Industrie (1484 Punkte). Alle drei nutzen die sozialen Medien noch sehr wenig. Das überraschende Schlusslicht bildet die IT- und Telekommunikationsbranche mit 1374 Punkten.
Ein Vergleich der genutzten Online-Medien zeigt, dass mit 39 Prozent die Unternehmens- beziehungsweise Karrierewebseiten klar an erster Stelle liegen. Hier werden die meisten Personalinformationen mitgeteilt. Darauf folgen die sozialen Netzwerke (Facebook, Xing, LinkedIn, Google+) mit 14 Prozent und die sozialen Medien Twitter, YouTube und Flickr mit 13 Prozent. Dabei bietet gerade YouTube eine günstige und einfach zu bedienende Plattform für Image-Videos und HR-Informationen. „Der Aufwand für HR-bezogene Videos ist relativ gering, der Nutzen und die Attraktivität aber sehr hoch“, erklärt Prof. Dr. Walter Gora, der für die Durchführung der Studie verantwortlich zeichnet. Auch Twitter haben deutsche Unternehmen kaum auf dem Radar, um HR-Informationen und Stellenangebote zu streuen. Ebenfalls wenig genutzt werden Arbeitgeber-Bewertungsplattformen (Kununu, BizzWatch, Jobvoting, MeinChef, Meinpraktikum) mit lediglich sechs Prozent. Obwohl zunehmend Bewertungen und Kommentare auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen vorhanden sind, nutzen die Unternehmen diese Plattformen noch nicht aktiv. Laut Gora ein folgenschwerer Fehler: „Viele Personalleiter unterschätzen den Einfluss solcher Plattformen auf potenzielle Bewerber. Schlechte Kritiken haben unmittelbare Auswirkungen auf das Image des Unternehmens.“ ud
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