Startseite » Allgemein »

Stresstest für Lieferanten?

Allgemein
Stresstest für Lieferanten?

Anzeige
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, sagte der englische Dichter Lord Byron. Manche Männer auch, sage ich. So ein Mann ist Wolfgang Bernhard, derzeit Vorstandsmitglied bei Volkswagen ohne Geschäftsbereich, er soll aber möglichst bald die Marke VW übernehmen. Zugegeben, wir haben noch nicht mit ihm persönlich gesprochen. Was andere Medien, die übrigens auch noch nicht mit ihm gesprochen haben, kolportieren, stimmt uns allerdings nachdenklich.

Als Ausweis seiner Qualifikation nannte das „Manager Magazin“, er habe Chrysler in USA „saniert“ und dabei über 20 000 Stellen abgebaut. Nun heißt das nicht, 20 000 Menschen würden auf der Straße stehen. Outsourcing, zum Beispiel ist nicht gleich bedeutend mit Abbau. Dennoch. Bernhard schloss zahlreiche Fabriken – für diesen Mann offenbar ein Federstrich. Ist es dagegen nicht eine wahre Herkulesaufgabe, 20 000 Stellen zu schaffen?
Ach was, schon 20 neue Arbeitsplätze sind eine enorme Leistung, die den Unternehmer viel Mühe und oft die Gesundheit kostet. Über die Gesundheit von Herrn Bernhard ist nichts bekannt, die Marke Volkswagen gilt dagegen als krank. Wenn er nun bei der Volkswagen-Sanierung ähnlich vorgeht wie bei Chrysler, müssten sich seine Lieferanten auf einige Stresstests einstellen, schreibt der „Spiegel“. Zulieferer bekämen seine ganze Wut zu spüren. An Bernhards klare Sprache („Mit welchen Flaschen habe ich es hier zu tun?“) würden sich Lieferanten und Mitarbeiter des Volkswagen-Konzerns gewöhnen müssen.
Auch für dieses Magazin ist der Umgang mit Lieferanten immer wieder ein großes Thema. Schließlich ist, wie es neudeutsch heißt, Supplier Relationship Management eines der wichtigsten Anliegen von Einkäufern. Dabei sind durchaus andere Methoden empfohlen worden als die von Herrn Bernhard, und zwar eher partnerschaftliche. Gut, der Begriff „Partnerschaft“ ist bisweilen etwas irreführend, weil er verdeckt, dass es letztlich ums Geschäft geht, knallhart und ohne Pardon für Qualitätsmängel, Lieferverzug und Ähnliches.
Sprechen wir stattdessen vom korrekten Umgang miteinander. Beispiele hierfür gibt es, schlagen Sie nach auf Seite 46 in dieser Ausgabe. Dort steht der Bericht über das Lieferantennetzwerk von ContiTech, das sich gemeinsam wieder auf der Hannovermesse präsentiert. Ebenso exklusiv haben wir das Interview mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden des BME auf Seite 52. Das große Interview ist zum festen Bestandteil von Beschaffung Aktuell geworden. Das Vorstandsmitglied für den Einkauf bei Volkswagen, Francisco Javier Garcia Sanz, stand uns an dieser Stelle schon Rede und Antwort. Erst recht freuen wir uns auf ein Gespräch mit Wolfgang Bernhard.
Anzeige
Aktuelles Heft
Titelbild Beschaffung aktuell 4
Ausgabe
4.2020
PRINT
ABO
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de