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System- und Betriebsingenieure TBI ‘96

Unterstützung für den Mittelstand
System- und Betriebsingenieure TBI ‘96

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Die Internationale Fachtagung und Ausstellung TBI ‘96, veranstaltet vom Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme (IBF) der Technischen Universität Chemnitz-Zwickau gemeinsam mit dem VDI, fand Ende September unter dem Thema „Strategien für innovative kleine und mittlere Unternehmen“ in Chemnitz statt. An den TBI ‘96 nahmen insgesamt 250 Teilnehmer aus 120 kleinen und mittleren Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie aus wissenschaftlichen, kommunalen und anderen Einrichtungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Rußland teil. In sechs Plenarvorträgen von international bekannten Betriebswissenschaftlern (u.a. Wiendahl, Westkämper, Wojda, Huber, Wirth) wurden weitreichende Entwicklungstrends sowie Beispiele erfolgreicher Restrukturierungen von KMU aufgezeigt.

Die vier Workshops, in denen mehr als 30 KMU zu Wort kamen, waren den Themenkreisen „Umweltmanagement – umweltgerechtes Planen und Betreiben des Unternehmens als Investition in die Zukunft“, „Robuste Produktion durch humanzentrierte Fabrikstrukturen“, „Permanente Unternehmensplanung und Simulation als Antwort auf turbulente Märkte“ und „Synergetische regionale Kooperationsnetze als Überlebensstrategie für Produktions- und Dienstleistungs-betriebe“ gewidmet.
Fazit der Fachtagung ist, daß solche Unternehmen die größte Chance haben, sich am Markt zu behaupten, die ihre Geschäftsprozesse vollständig am Kunden orientieren, sich als Problemlöser beim Kunden verstehen, ihren Mitarbeitern mehr Eigenständigkeit und Verantwortung übertragen, und, ausgehend von ihren Kernkompetenzen und Ressourcen, die Potentiale einer kooperativen Vernetzung mit anderen Unternehmen zu nutzen verstehen.
Der Tagungsband mit den Kurzfassungen der Beiträge und einem ausführlichen Verzeichnis der Erfahrungsträger kann zum Preis von 20.- DM vom IBF bezogen werden: Technische Universität Chemnitz-Zwickau, Institut für Betriebswissenschaften und Fabriksysteme, 09107 Chemnitz, Fax:03 71/5 31 53 27.
Fazit aus Plenarvorträgen und Workshops
Der Kunde mit seinen Forderungen und Wünschen bestimmt letztendlich, wie und in welcher Weise die Adaption der Unternehmen an den Markt erfolgen muß. Zweckmäßig vernetzte Segmente, aber auch kooperative Vernetzung zwischen den Unternehmen, hochmotivierte Mitarbeiter tragen zur Sicherung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit bei.
Die Betriebswissenschaftler sind gefordert, in Zusammenarbeit mit den KMU einfache, handhabbare Lösungen in mittelstandsrelevanten Größenordnungen zu erarbeiten.
Die zukünftige Fabrikplanung als permanente Aufgabe ist, um die Dynamik der Einflußgrößen auf das Planungsergebnis zu beherrschen, nur durch eine Dezentralisierung der Planungsaufgaben, d. h. durch Nutzung des umfangreichen praktischen Wissens der Mitarbeiter zu bewältigen. Dies setzt aber auch Planungskompetenz der Mitarbeiter voraus, die durch Qualifizierung möglichst an der konkreten Gestaltungsaufgabe erworben werden muß.
Markt- und Konjunkturschwächen zwingen die Unternehmen zu lernen, eine komplexe und vernetzte Produktion in ihren Grenzbereichen Qualität und Leistung sicher zu betreiben. Einen Ansatz hierfür stellt das industrielle Lernen (Lernkurve) dar. Es entsteht durch Beobachtung und Analyse von Prozessen und erfordert die Zuhilfenahme modernster Informations- und Kommunikationstechnik.
Zunehmende Bedeutung für KMU als Zulieferer gewinnt in der Produktentwicklung das Prototyping. Reduzierung der Anzahl von Iterationszyklen führen zu einer Verkürzung der Entwicklungszeit und zu besseren Ergebnissen pro Zyklus und schließlich zur Kosteneinsparung.
Robuste Produktion erfordert humanzentrierte Fabrikstrukturen. Eine differenzierte und dynamische Gestaltung der Arbeit des Menschen als flexibelste Komponente im Produktionsprozeß läßt sich durch rechnergestützte Simulation wirkungsvoll unterstützen. Durch wiederholte Simulationsläufe mit Hilfe systematischer Variation der System- und Prozeßparameter lassen sich Aufschlüsse zur Wirtschaftlichkeit des Arbeitssystems gewinnen.
Zunehmende Variantenvielfalt infolge kundenwunschabhängiger Produktion verlangt ein Variantenmanagement. Einerseits Vertriebs- („top down“) und andererseits Wertschöpfungssicht („bottom up“) sind die Grundlage einer objektiven Kommunikation im Unternehmen. Planung, Dimensionierung, Modernisierung und Erweiterung größerer Materialflußsysteme werden zunehmend mit Hilfe der Rechnersimulation vollzogen.
Der Umfang an notwendiger Produkt- und Prozeßinnovation geht oft über die Stärke der einzelnen KMU hinaus, weshalb es gezielt Kooperationen/Allianzen mit anderen Unternehmen auf Zeit eingehen sollte, um unter Nutzung der Stärken der anderen Synergien zu erzeugen. Geeignete Dimensionen sind gemeinsame Teilefertigung, Beschaffung, Entwicklung sowie EDV und PPS. Neue Rationalisierungspotentiale lassen sich auch durch regionales Zuliefermanagement erschließen.
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