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Technik für den Weltmarkt

Jungheinrich mit neuer Verbrenner-Generation
Technik für den Weltmarkt

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Das auf dem Weltmarkt dominierende Segment in der Flurfördertechnik sind die klassischen Stapler mit Verbrennungsmotor. Für diesen Bereich wird Jungheinrich auf der Weltleitmesse für Intralogistik, der Cemat 2014 seine neue Wandler-Generation vorstellen. Beschaffung aktuell war bei der ersten Präsentation vor Ort.

Mit dem verbrennungsmotorischen Frontstapler der neuen Generation will Jungheinrich, der Experte für Flurförderzeuge, Lager- und Materialflusstechnik, seine Präsenz auf dem Weltmarkt stärken. Das Hamburger Unternehmen hat dafür seine verbrennungsmotorischen Gabelstaplern komplett neu entwickelt. Die im Einstiegspreissegment angesiedelten Fahrzeuge werden in Deutschland produziert. Sie sind robust und zuverlässig, universell einsetzbar und erreichen in ihrer Klasse überdurchschnittliche Umschlagleistungen bei einem niedrigen Energieverbrauch. Laut Angabe des Herstellers sollen sie bei gleicher Umschlagleistung knapp zehn Prozent weniger Treibstoff verbrauchen, als ihre Vorgängermodelle.

Geplant sind drei Baureihen, von denen zwei auf der Cemat ausgestellt werden und eine später startet. Bei den Cemat-Modellen handelt es sich um hydrodynamisch angetriebene Fahrzeuge (Wandler) vom Typ DFG/TFG 316–320 sowie DFG/TFG 425–435. Die Stapler der neuen Generation können Lasten von bis zu 3500 Kilogramm transportieren und bis zu 7,50 Meter hoch stapeln.
Die Fahrzeuge, die im Werk Moosburg (Bayern) hergestellt werden, sind durchgängig mit Kubota-Motoren ausgerüstet. „Bei diesen Industriemotoren handelt es sich um ein in harten Baumaschineneinsätzen weltweit bewährtes Motorenkonzept mit einem hohen Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen“, erklärt Marek Scheithauer, Leiter Produktmanagement verbrennungsmotorisch angetriebene Gegengewichtsstapler bei Jungheinrich.
Härteste Einsätze in unterschiedlichen Klimazonen. Eigenentwicklungen sind dagegen Wandler, Mast, Rahmen und Lenkachse. Diese robusten Stapler wurden mit hochwertigen, besonders langlebigen Bauteilen ausgestattet „und sind damit für extreme Einsätze in unterschiedlichen Klimazonen hervorragend geeignet“.
Insbesondere im Hinblick auf harte Einsätze sei es wichtig gewesen, bei den Kernkomponenten der neuen Wandler auf Jungheinrich-eigene Entwicklungen „made in Germany“ zu setzen, so Scheithauer weiter. Zu diesen zählen unter anderem der Mast, der Rahmen und die Lenkachse.
Das Gegengewicht der neuen Stapler ist Teil der tragenden Rahmenstruktur. Die Lenkachse wurde in das Gegengewicht integriert. „Der Schwerpunkt des Fahrzeugs liegt daher nicht nur besonders niedrig, sondern physikalisch nahezu optimal, und zwar zwischen den beiden Achsen“, so Scheithauer. Dadurch besitzt der Stapler eine sehr hohe Stabilität und kommt ohne ein aufwändiges zusätzliches elektronisches Stabilitätsprogramm aus. Marek Scheithauer: „Dies ermöglicht eine hohe dynamische Fahrstabilität der Stapler und sorgt so für außerordentlich gute Stand- und Fahrsicherheitswerte.“
Die Antriebsachse des Wandlers ist mit einer integrierten verschleißfreien Nasslamellenbremse ausgerüstet. Marek Scheithauer: „Im Vergleich zu herkömmlichen Trommelbremsen verursachen die Nasslamellenbremsen praktisch keine Servicekosten.“ Zudem wird die Bremswirkung aufgrund der gekapselten Bauweise nicht durch Umwelteinflüsse beeinträchtigt. Das Kühlsystem dieses Fahrzeugs ist auch bei sehr hohen Umgebungstemperaturen voll belastbar. Der Kühler besteht aus einem einzigen Voll-Aluminium-Bauteil. Somit sind die neuen Wandler sehr gut für Einsätze bei großer Hitze gerüstet, sowie vor Staub und anderen Umwelteinflüssen geschützt.
Hohe Verfügbarkeit der Stapler. Auch die Wartung des gesamten Fahrzeugs ist schnell, einfach und kostengünstig zu bewerkstelligen – auch ohne „Expertenwissen, notfalls auch von der Werkstatt um die Ecke“. Scheithauer: „Damit garantieren wir im Falle einer Wartung eine hohe Verfügbarkeit der Stapler sowie nur minimale Unterbrechungen der internen Produktions- und Logistikabläufe.“ Das L-Design der Motorhaube ermöglicht in Verbindung mit einem Öffnungswinkel von nahezu 90 Grad und mit schnell abnehmbaren Seitenteilen einen sehr guten Zugang zum Motorraum.
Bei der Entwicklung dieser Fahrzeuggeneration wurde auch auf den Fahrerarbeitsplatz ein Augenmerk gerichtet. Dank der schmalen Lenksäule ist die Beinfreiheit höher als bei Flurförderzeugen mit herkömmlichen Lenksäulen. Der Fahrersitz verfügt über bequeme Einstellmöglichkeiten, die dem Nutzer ein ermüdungsfreies Arbeiten mit dem Stapler ermöglichen. Ablagemöglichkeiten, zum Beispiel Becherhalter oder Dokumentenklemmen, sorgen dafür, dass im Arbeitsbereich des Fahrers „alles an seinem Platz“ ist.
Serienmäßig verfügen die neuen Baureihen über eine elektrische Parkbremse, wodurch der bisherige Parkbremshebel im Fahrerraum entfällt. Die Parkbremse kann der Fahrer über Knopfdruck aktivieren.
Ein neues Hubmastkonzept sorgt für eine sehr gute Sicht auf Last, Gabeln und Arbeitsumfeld – im Vergleich zu dem Vorgängermodell, sei die Mastdurchsicht um 85 Prozent verbessert. „Eine sehr gute Rundumsicht ist nicht nur eine Voraussetzung für entspanntes und sicheres Arbeiten, sondern auch für hohe Umschlagleistungen“, so Scheithauer.
Preislich sollen die neuen Geräte laut Scheithauer, „deutlich attraktiver sein, als die Vorgänger“. Genaue Preise will der Hersteller erst aber zur Cemat nennen. sas
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