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The Second Machine Age: Digitale Revolution in allen Lebensbereichen

Buchrezension
The Second Machine Age: Digitale Revolution in allen Lebensbereichen

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Seit Jahrzehnten arbeiten wir mit Computern – und Computer für uns. Diese werden nach dem Mooreschen Gesetz immer leistungsfähiger. Dank der zunehmenden Vernetzung und ausgefeilter Algorithmen sind sie so intelligent geworden, dass sie zu Aktivitäten fähig sind, die vor kurzem noch völlig undenkbar waren.

Nach der wohl recherchierten Prognose von Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee, Wissenschaftler am weltberühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT), sind die zunehmende Leistungsfähigkeit der Computer und deren Aktivitäten erst der Anfang einer Entwicklung. Sie zeigen in ihrem Buch auf, wie das zweite Maschinenzeitalter unser aller Leben schon heute verändert und in Zukunft noch mehr verändern wird.

Die Lektüre des Buches, das zunächst in den USA veröffentlicht wurde und dort auf großes positives Echo stieß, ist einfach spannend. Es ist kein trockenes IT-Handbuch aber auch kein Science-Fiction-Roman. Es wirft vielmehr konstruktiv-kritisch die Fragen nach den zu erwartenden Auswirkungen des Digital Age auf Wirtschafts- und Sozialordnung, Politik und Gesellschaft insbesondere mit Blick auf die USA auf. Die Schlussfolgerungen und diagnostizierten nachhaltigen Veränderungen sind jedoch übertragbar auf unser Land und unsere Gesellschaft. So gehen die Autoren sowohl auf die Chancen als auch auf die drohenden Risiken des Machine Age ein. Sie werfen die Frage auf, was mit den Menschen und mit der Umwelt geschieht. Sie diskutieren, was Politik und Gesellschaft tun können oder besser sollten, um das Digital Second Machine Age für alle bestmöglich zu gestalten. Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise in die digitale Zukunft, die schon längst begonnen hat. Die Autoren skizzieren die Gewinner aber auch die Verlierer der digitalen Revolution und zeigen ebenfalls auf, was geschehen muss, damit es nicht wesentlich mehr Verlierer als Gewinner gibt – in der Tat ein oftmals von den Technologie-Freaks viel zu klein geredetes Risiko!
Der rasante technologische Fortschritt setzt nach Einschätzung der beiden Experten enorme Wandlungsprozesse in Gang, die neue Antworten auf Fragen nach Wohlstand und finanzieller Sicherheit dringend erforderlich machen. Brynjolfsson und McAfee sind zwar in der Wolle gefärbte Optimisten. Sie stellen daher in ihrer Analyse die Vorteile und Potenziale der digitalen Revolution in den Vordergrund, leugnen aber auch die Risiken nicht. Die medizinische Versorgung wird sich dank künstlicher Intelligenz drastisch verbessern bis „Taube wieder hören und irgendwann auch Blinde wieder sehen können“. Selbstfahrende Autos und Computer, die selbst Großmeistern keine Chance mehr lassen, werden bald Realität. Die Autoren meinen, dass der Wohlstand für einen Großteil der (westlichen) Bevölkerung enorm zunehmen könne. Daneben gebe es auch nicht wenige Wohlstandsverlierer, die „ins Hintertreffen geraten, während der technologische Fortschritt vorprescht.“
Junge Startups mit frischen Ideen im Technologie-Sektor hätten in der digitalen Revolution eine ausgezeichnete Ausgangsposition, um sich zu künftigen „Superstars“ zu entwickeln. Dabei bestehe bei den neuen Firmen die Tendenz zur „absoluten Markt-Dominanz“. Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang zu Recht von der „Alles-oder-nichts-Wirtschaft“, die sich im Zuge der Digitalisierung der Märkte durchsetze.
In der Tat ist nicht zu leugnen, dass die Ikonen des Silicon Valley die Strategie des „The winner takes it all“ verfolgen. Die Monopolisierung ist daher eine große und bisher ungelöste Herausforderung für den Wettbewerb. Als weitere ernstzunehmende Risiken sehen die Autoren die Anfälligkeit der komplexen und eng vernetzten Systeme gegenüber technischen Problemchen sowie Cyberkriminalität.
Die Autoren lassen sich bei ihren Ausführungen völlig zu Recht von zwei Kernfragen leiten:
  • Warum wird die Innovationsgeschwindigkeit ab jetzt auf sehr hohem Niveau bleiben, oder sogar weiter zulegen?
  • Wohin steuert die künstliche Intelligenz?
Hierzu stellen sie fest: „Unsere Generation dürfte das Glück haben, zwei der faszinierendsten Ereignisse der Geschichte mitzuerleben: die Entwicklung wirklich intelligenter Maschinen und die Vernetzung aller Menschen über ein gemeinsames digitales Netz, das die Weltwirtschaft verändert.“ Daraus muss etwas Positives gemacht werden!
Fazit: Ein unbedingt lesenswertes Buch für alle, die offensiv über die Welt in der nicht mehr ganz fernen Zukunft nachdenken und die vorbereitet sein wollen auf eine neue Realität.
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