INA übernimmt FAG

Übernahmeschlacht beendet

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(ch) Jetzt also doch: Der Vorstand der FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG hat seinen Widerstand gegen die Übernahme des Schweinfurter Konzerns durch die INA-Holding Schaeffler KG aufgegeben. Am 14. Oktober 2001 einigten sich der FAG-Vorstand und die INA-Geschäftsführung über erweiterte Modalitäten des öffentlichen Kaufangebots von INA. Kern der Vereinbarung sind eine Erhöhung des Angebots um rund 10% auf 12 Euro pro Aktie sowie Übereinkünfte zu einer die „Interessen der FAG wahrenden Fortführung des Unternehmens“. Der FAG-Vorstand empfahl daher seinen Aktionären die Annahme des öffentlichen Kaufangebots.

Die FAG soll in der INA-Gruppe ein eigenständiger Teilkonzern mit Führungsgesellschaft, Führungsspitze und Sitz in Schweinfurt bleiben. Die beiden Wälzlagerhersteller wollen einen gleichrangig besetzten Integrations- und Zusammenarbeitsausschuss bilden, um Lösungsvorschläge für eine Zusammenführung beider Unternehmen zu erarbeiten.
Nach einer INA-Unternehmensmeldung habe der FAG-Vorstandsvorsitzende Professor Dr.-Ing. Uwe Loos alle Alternativen und Handlungsoptionen eingehend geprüft, um sich dann auf ein gemeinsames Papier einzulassen.
Heraus gekommen ist eine Übereinkunft, die in Schweinfurt vieles dabei belassen soll wie bisher. So sollen Name und Marke des Schweinfurter Traditionsunternehmens, die Unternehmensstruktur („keine Zerschlagung“) sowie die Zusammensetzung des Vorstands erhalten bleiben.
Vor dem 14. Oktober 2001 präsentierte der FAG-Vorstand seinen Aktionären noch „sechs erstklassige Gründe“, die FAG-Aktien zu halten und nicht an INA zu verkaufen. Dazu gehörten u.a. die führende Rolle im Segment der „High-Tech-Wälzlager“, die Aufstellung als Global Player, die strategische Allianz mit dem japanischen Wälzlagerhersteller NTN, das stete Ertragswachstum der letzten zwei Jahre sowie die Unterbewertung der FAG-Leistungen an der Börse.
Doch offensichtlich konnten die Schweinfurter nicht mehr anders: Auch ein so genannter „weißer Ritter“ war nicht zu finden, der ein höheres Gegenangebot abgegeben hätte.
Durch die Übernahme entsteht der zweitgrößte Wälzlagerkonzern der Welt mit 52.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 6,3 Mrd. Euro.
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