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„Unsere Software denkt mit“

Inventur-Software reduziert Aufwand
„Unsere Software denkt mit“

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Alljährlich sind Unternehmen gefordert, ihre Bestände zu prüfen und eine Inventur durchzuführen. Das Aachener Softwarehaus Inform bietet Lösungen an, um die Inventur zu vereinfachen. Beschaffung aktuell hat mit Christian Günther, Projektmanager bei Inform, gesprochen.

Wo Fragestellungen rund um die Logistik zu komplex sind, um von einem Mitarbeiter gelöst werden zu können, bietet Inform Lösungen im Bereich der quantitativen Optimierungsfragestellungen an. Das Unternehmen stellt jedoch klar, dass man nur unterstützen und nicht ersetzen wolle.

Beschaffung aktuell: Herr Günther, Sie sind Projektmanager für den Bereich Inventur. Welche Lösungen bietet Ihr Unternehmen genau an?
Günther: Die Inform ist ein Softwarehaus und bietet Lösungen im Bereich quantitative Optimierungsfragestellungen. Also immer dort, wo die Fragestellung zu komplex ist für einen Mitarbeiter. Zum Beispiel beim Thema Beschaffung. Hier unterstützen wir mit unseren Optimierungslogiken.
Beschaffung aktuell: Was sind die derzeitigen Herausforderungen in der Inventur?
Günther: Zurzeit sehen wir es als Herausforderung an, unsere neue Version der Invent-Xpert-Software, welche in der Cloud arbeitet, auf dem Markt zu etablieren. Hier spielen auch Sicherheitsbedenken eine große Rolle. Die Angst vor der Cloud ist weit verbreitet und wir versuchen, diese Ängste zu entkräften.
Beschaffung aktuell: Sie sagen, Ihre Software denkt mit, was genau kann man sich darunter vorstellen?
Günther: Unsere Software vereinfacht Prozesse und verringert somit den Aufwand. Im Bereich Inventur spart man mit dem Einsatz unserer Stichprobeninventur-Software bis zu 90 Prozent an Aufwand pro Jahr ein. Das ist möglich, indem man durch intelligente Mathematik auf die Vollinventur verzichten kann. Durch den Einsatz unserer Software beläuft sich der reine Aufwand für die Inventur auf lediglich fünf bis zehn Prozent.
Beschaffung aktuell: Welche Rolle spielt RFID in der Inventur?
Günther: Das Thema RFID sehen wir in der Inventur als große Chance. Unsere Leistung ist es, das Ergebnis der RFID-Inventur durch einfache und schnelle mathematisch-statistische Verfahren so zu bestätigen, dass der Wirtschaftsprüfer es auch anerkennt. Es gibt zum Thema Inventur Vorschriften der Finanzbehörden und der Wirtschaftsprüfer. Hier ist beispielsweise das Vieraugenprinzip zu nennen. Das heißt, dass die Zählung immer von zwei Mitarbeitern durchgeführt werden muss, um die Manipulation eines einzelnen zu verhindern. Was jedoch im Bereich RFID nicht erfüllt werden kann, da kein einzelner Mitarbeiter mehr den Blick auf einzelne Positionen hat. Um solche Sicherheitsproblematiken zu verringern, bestätigen wir die Ergebnisse einer RFID-Inventur mit einem Sequenzialtest.
Beschaffung aktuell: Was genau ist ein Sequenzialtest?
Günther: Das ist ein mathematisch-statistisches Testverfahren, welches darauf zielt, die Lagerbuchführung zu bestätigen. Hier hat man im ERP-System eine Lagerbuchführung, die eine Fortschreibung der Bestände macht. Zum Zeitpunkt X gibt man den Bestand als gegeben an. Der Sequenzialtest zieht aus der Bestandsführung 70 Positionen und diese werden dann gezählt. Die Auswertung dieser 70 Positionen beschreibt dann, ob die Bestandsführung bestanden ist oder nicht. Hier gilt es aber zu beachten, dass dieses Testverfahren nur für Bestandsführungen zu verwenden ist, welche eine sehr hohe Genauigkeit mitbringen. Man darf also nur ganz wenige Fehler im Gesamtlager haben. Der Grenzwert liegt hier bei unter einem Prozent validierter Inventurdifferenz.
Bei der RFID-Inventur haben wir eine ganz genaue Aussage, weil das Lager ja einmal komplett aufgenommen wurde.
Beschaffung aktuell: Gibt es einen Richtwert, ab welcher Lagergröße sich eine RFID-Inventur lohnt?
Günther: Dazu haben wir aktuell noch keine Erfahrungswerte. Grundsätzlich sagen wir, dass es sich erst ab einer gewissen Größe lohnt, eine Stichprobeninventur durchzuführen. Je kleiner ein Lager ist, desto kleiner ist auch die Aufwandsersparnis. Der Sequenzialtest geht rein auf die Stichprobe von 70 Elementen, egal wie groß das Lager ist. Hat man also beispielsweise 200 000 Elemente im Lager und zählt nur 70, hat man eine größere Ersparnis, als wenn man nur 1000 Positionen hat und davon 70 zählt.
Beschaffung aktuell: Welche Chancen sehen Sie im Bereich RFID in der Inventur?
Günther: Für den Bereich Inventur sehen wir große Chancen darin, eine große Anzahl an Positionen besonders schnell erfassen zu können. Jedoch gibt es auch noch Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Zum einen sind die Kosten für ein Tagging von Artikeln und Materialien noch relativ hoch, um es flächendeckend in einem Lager einzusetzen, denn nur dann ist es möglich, eine RFID-Inventur zu machen. Zudem muss sich die Kostenstruktur der Tags ändern. Wichtig ist hier, dass der komplette Prozess der Aufbringung der Tags in einer Hand liegt. Ein Unternehmen, das sowohl Produktion als auch Verkauf abwickelt, hat eine viel stärkere Kontrollmöglichkeit als ein Händler mit vielen Produzenten. Obendrein ist das Ganze auch davon abhängig, wie stark das System von den Wirtschaftsprüfern akzeptiert wird.
Beschaffung aktuell: Was bedeutet dies konkret?
Günther: Zurzeit gibt es noch keine einheitliche Aussage zum Thema Akzeptanz von RFID-Inventur. Das ist ein ganz klarer Knackpunkt, denn ohne die Anerkennung des Wirtschaftsprüfers wird sich auch kein Unternehmen dazu entschließen, seine Inventur komplett mittels RFID-Technologie durchzuführen.
Beschaffung aktuell: Vielen Dank, Herr Günther, für das interessante Gespräch.
Für Beschaffung aktuell stellte
Alexander Gölz die Fragen.

Das Unternehmen

Das Unternehmen Inform wurde bereits im Jahr 1969 gegründet. Im Jahr 2014 wurde ein Umsatz in Höhe von 60 Mio. Euro generiert. Seit 1985 sind die Jahresergebnisse stets positiv.
Kerngeschäft von Inform ist Software für intelligente Optimierung. Integriert in die bestehende IT-Umgebung optimieren diese Systeme den Erfolg vieler Planungen, Betriebsprozesse und Dispositionsentscheidungen in Bezug auf Produktivität und Zuverlässigkeit.
Mehr als 550 Softwareingenieure und Berater betreuen rund 1000 Kunden weltweit. Schlüsselfertig eingeführt, mit Customising und Beratung. Unternehmensangaben zufolge soll der Return on Invest nur wenige Monate betragen. Heute sind intelligente Optimierungssysteme von Inform in mehr als 40 Ländern weltweit im Einsatz. Sie werden betreut von einem Mitarbeiterstamm aus mehr als 35 verschiedenen Nationen, in Aachen und in Chicago, USA.
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