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Im Herbst 1954, dieses Magazin erreichte gerade seine ersten Leser, erreichten Freudenberg in Weinheim gute Nachrichten aus den USA. Das Streben nach einer weiteren Fabrik in den Staaten schienen vom Erfolg gekrönt. Tatsächlich begann 1955 eine Fabrik für Formteile mit der Produktion.

Nordamerika war ein ganz wichtiger Baustein der Internationalisierungsstrategie. In den Freudenberg’schen „Geschäftsgrundsätzen“ heißt es: „Wo die Unternehmensgruppe in weltweit oder kontinental zusammenhängenden Märkten tätig ist, muss sie das Ziel haben, durch Präsenz ihres Vertriebes … in allen wichtigen Ländern Marktführer zu sein.“ Soweit die Theorie. In der Praxis konnte man aber auch auf die Nase fallen, so geschehen 1948. In der Chronik heißt es dazu: „Sehr früh, in den späten 40-er Jahren, bemühte sich Richard Freudenberg mit großer Zielstrebigkeit um den Aufbau geschäftlicher Beziehungen mit den Vereinigten Staaten. Er sah sie nicht nur als sie führende Wirtschaftsmacht an, sondern bewunderte auch das Land, das die Welt vom Hitler-Regime befreit und anschließend das besiegte Deutschland bei seinem Wiederaufbau unterstützt hatte. 1948 unternahm er seine erste USA-Reise nach dem Krieg, um Exportmöglichkeiten für das Leder zur erkunden. Mit einer Rolle Boxkalb unter dem Arm antichambrierte er bei den großen Schuhfabriken, die ihn oft wegen schlechter Qualität hinauswarfen. Er mag dabei an ähnliche, 72 Jahre zurückliegende Erfahrungen seines Vaters gedacht haben.“
Internationalisierung bedeutete bei Freudenberg immer auch weltweiter Einkauf. Rohware, vor allem Felle, wurden auf Auslandsmärkten beschafft. Die Keimzelle des Unternehmens war nämlich eine Gerberei und im Laufe der Jahrzehnte wurde daraus eine der größten Europas. Neue, modische Produkte wie Lack- und Satinleder führten zu großen Exporterfolgen.
Bis heute ist Freudenberg ein diversifiziertes Familienunternehmen geblieben. Aktivitätsschwerpunkte sind unter anderem: Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe, Haushaltsprodukte sowie Spezialschmierstoffe. Und in den Vereinigten Staaten gab es schließlich auch ein Happy-End: An neun Produktionsstandorten und einigen Dutzend Vertriebsstützpunkten arbeiten 6.600 Menschen, das sind 24 % der Gesamtbelegschaft (27.700) die aber 32 % des Konzernumsatzes (3,92 Mrd. Euro) erzielen. dz
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