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Phelps Dodge erhält Schürfrechte im Kosovo: Die unabhängige Kommission für Minen und Mineralien (ICMM) in der serbischen Provinz Kosovo, die gemeinsam von internationalen und nationalen Kräften getragen wird, hat dem weltgrößten Kupferhersteller, PhelpsDodge, im November 2005 eine Lizenz zum Kupferabbau im Norden des Kosovo erteilt. Bisher wurde dort von keinem Unternehmen Kupfer abgebaut, aber die Behörden haben seit April 2005 ca. 60 Lizenzen vergeben. Man geht davon aus, dass in der Provinz Mineralien im Wert von 13,5 Milliarden Euro lagern. Phelps Dodge muss laut Vertrag binnen 90 Tagen mit dem Abbau beginnen. Das Unternehmen hat erklärt, dass man bereit sei, sofort bis zu 500 Millionen Euro in das Projekt zu investieren, wenn es denn ergiebig genug sei.

China will Kupferproduktion drosseln: Die nationale Entwicklungs- und Reformkommission in China hat entschieden, dass sie weitere Investitionen in die Kupferproduktion drosseln wird. Der Grund dafür sind Überkapazitäten. Die Produktion liegt zurzeit bei rund zwei Millionen Tonnen, und man geht davon aus, dass sie bis Ende 2007 bei ca. 3,7 Millionen Tonnen liegen wird. Das liegt weit über den vorgesehenen Kupferkonzentratreserven.
2005 war ein gutes Jahr für Edelmetalle: Es war schon eine Überraschung: Im November kletterten die Edelmetallpreise in die Höhe, obwohl der Dollar stark und das Öl schwächer waren. Der Goldpreis stieg auf ein 18-Jahres-Hoch, Silber erreichte ein Einjahres-Hoch, Platin erreichte ein 25-Jahres-Hoch, und Palladium war so teuer wie zuletzt im Mai 2004. Verkäufe und Gewinnmitnahmen brachten die Preise wieder nach unten, doch Palladium konnte seine Gewinne halten. Die Gewinneinbrüche könnten anhalten, doch nach einer kurzen Konsolidierungsphase wird sich der Aufwärtstrend Anfang 2006 fortsetzen. Alles in Allem war 2005 ein gutes Jahr für Edelmetalle.
Die Stimmung in der Aluminiumindustrie ist gemischt: Die deutsche Aluminiumindustrie sah Ende Oktober 2005 auf einen freundlichen Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres zurück. Gerhard Buddenbaum, Präsident des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie e.V. (GDA), erklärte anlässlich der Jahrespressekonferenz: „Produktion und Bedarf von Aluminiumprodukten haben insgesamt moderat zugelegt, Umsatz und Beschäftigung stabilisierten sich auf einem guten Niveau. Vor allem in den wichtigen Zielmärkten Verkehr, Maschinenbau und Verpackung verzeichnet die Branche nachhaltiges Mengenwachstum.“ Die gute Auslandsnachfrage setzte sich 2005 fort. Für 2006 ist der GDA verhalten positiv gestimmt. Abzuwarten bleibe allerdings, so Buddenbaum, wie sich die anhaltend hohen Energiepreise auf die Kosten und damit auf die Ergebnisse der Unternehmen auswirken. Die Ergebnisse der Unternehmen seien bereits unter Druck geraten.
Neue Mineralienvorkommen in Schweden: Die schwedische Bergbaugesellschaft Boliden hat in Kvarnberget bei Garpenberg ein ausgedehntes Mineralienfeld gefunden. Es hat den Anschein, dass dort große Vorkommen an Zink, Silber und Blei liegen. Sechs von acht Bohrungen haben gezeigt, dass die Mineralien in ca. 550 Meter Tiefe liegen und bis auf eine Tiefe von ungefähr 1 000 Meter hinabreichen.
Sumitomo kauft Zinkkonzentrat aus Russland: Die russische Bergwerksholdinggesellschaft „East Siberian Metals“ verhandelt zurzeit mit der japanischen Sumitomo über die Lieferung von Zink- und Bleikonzentrat aus der sibirischen Region Buryatia, östlich vom Baikalsee. East Siberian Metals hat die Schürfrechte u. a. für Zink, Blei und Silber. Die zukünftigen Lieferungen sollen aus vier verschiedenen Vorkommen gefördert werden: Ozernoye, Kholodninskoye, Nazarovskoye und Yermakovskoye. Das größte Vorkommen, Ozernoye, hat Eisenerzreserven von rd. 105 Millionen Tonnen mit einem Zinkgehalt von 6,57 Prozent. East Siberian Metals beabsichtigt bis 2010 den Bau einer neuen Konzentrationsanlage mit einer Jahreskapazität von sechs Millionen Tonnen Eisenerz sowie den Bau einer Eisenbahnlinie.
Inco könnte zum größten Nickelhersteller der Welt avancieren: Seit die kanadische Inco bekannt gegeben hat, dass das Unternehmen im Zuge einer „freundlichen Übernahme“ den Aktionären der ebenfalls kanadischen Falconbridge Ltd. – zur Zeit der viertgrößte Nickelproduzent der Welt – ein Angebot zum Kauf ihrer Aktien unterbreitet hat, befürchten einige Marktkenner, dass der Nickelpreis weiter steigen könnte. Die geplante Übernahme von Falconbridge durch Inco würde ca. 45 Prozent des weltweiten Nickelaufkommens in die Hände von gerade mal zwei Unternehmen legen: Inco und GMK Norilsk Nickel.
Marktbeobachter gehen schon heute davon aus, dass es Inco nicht bei Falconbridge belassen, sondern durch die Erschließung weiterer Minen ihren Anteil aufstocken wird, und der Gedanke liegt nicht fern, dass Inco einige der durch die Falconbridge-Übernahme hinzukommenden Geschäftsbereiche (Kupfer, Zink und Aluminium) abstoßen und sich auf das Kerngeschäft Nickel konzentrieren wird.
MMC Norilsk Nickel im dritten Quartal 2005 : Die Mining and Metallurgical Company (MMC) Norilsk Nickel hat die vorläufigen Produktionszahlen ihrer Werke Taimyr (Polar Division) und Kola Peninsulas (Kola MMC) für das dritte Jahresquartal 2005 bekannt gegeben. Demnach hat das Unternehmen sein Plansoll für Nickel und Kupfer im dritten Quartal 2005 erreicht. Es wurden im genannten Zeitraum 61 000 Tonnen Nickel und 113 000 Tonnen Kupfer produziert. In den ersten neun Monaten 2005 wurden insgesamt 181 000 Tonnen Nickel und 338 000 Tonnen Kupfer hergestellt. Für 2005 erwartet man, dass die Produktionszahlen für Nickel bei den prognostizierten 240 000 bis 245 000 Tonnen liegen werden und für Kupfer bei den vorausgesagten 440 000 bis 445 000 Tonnen.
Indien wird möglicherweise den Export von Chromerz unterbinden: Trotz heftiger Gegenwehr der Rohstoffindustrie gegen ein Exportverbot von Chromerz hat die indische Regierung Sorge um den Abbau der eigenen Reserven geäußert und bekannt gegeben, dass sie gegebenenfalls den Erz-Export ganz unterbinden könnte. – In Indien werden jährlich rund drei Millionen Tonnen Chromerz produziert, wobei zwei Millionen Tonnen im Lande verarbeitet werden. hgd
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