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Viel Logistik für interdisziplinäre Problemlöser

Fachhochschule Vorarlberg, A-Dornbirn
Viel Logistik für interdisziplinäre Problemlöser

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Durch interdisziplinäre Verknüpfung verschiedener Wissensgebiete werden an der FH Vorarlberg Generalisten mit übergreifendem Fachwissen ausgebildet. Über die ganze Studiendauer werden cross-funktionale Lösungen für unterschiedliche Aufgaben erarbeitet.

Martina Hafner www.fhv.at

Das transdisziplinäre Denken und Handeln wird gelebt, indem Studierende und Dozenten der verschiedenen Fachbereiche gemeinsam an cross-funktionalen Problemlösungen arbeiten. So halten die Logistik-Hochschullehrer Vorlesungen sowohl in den wirtschaftlichen Studiengängen als auch in den technischen bzw. gestalterischen. Dies bereitet die AbsolventInnen besser auf einen Arbeitsmarkt vor, der immer mehr Flexibilität erfordert. Unternehmen schätzen die Ausbildung an der FH Vorarlberg insbesondere aufgrund ihrer Praxisorientierung und des internationalen Bezuges.
Das Wissensgebiet der Logistik spielt hier in allen technischen und wirtschaftlichen Studiengängen eine zentrale Rolle. Dies rührt daher, dass der Logistik durch die international arbeitsteilige Produktion eine immer wichtigere Bedeutung zukommt.
Die Verfügbarkeit, Beseitigung, Verwendung oder Verwertung von Waren steht im Mittelpunkt aller Bemühungen. Wettbewerbsfähige Unternehmen setzen vermehrt darauf, im Bereich der Logistik bzw. des Supply Chain Managements ihre Kompetenzen kontinuierlich zu verbessern. Dies kann nur mit Hilfe eines umfangreichen Know-hows der Mitarbeiter geschehen. Die FH Vorarlberg bildet interdisziplinäre Problemlöser daher praxisnah aus und integriert den Ausbildungsschwerpunkt der Logistik in ihren Studienangeboten. Sowohl das Studium der Betriebswirtschaft sowie der Mechatronik als auch des Wirtschaftsingenieurwesens haben in den jeweiligen Curricula beträchtliche Anteile an dem breiten und aktuellen Wissensgebiet der Logistik. Auch die berufsbegleitenden Weiterbildungs- und Studienangebote bestehen zu einem wesentlichen Teil aus Logistik-Lehrveranstaltungen.
Ausbildungskonzept
Das Logistik-Ausbildungskonzept der FH Vorarlberg gliedert sich in ein 3-Stufen-System. Wie aus der Grafik erkennbar ist, werden im ersten Teil die Grundlagen der Logistik erläutert. In diesem Teilschritt sind auch Unternehmensplanspiele integriert, welche die unternehmerischen Prozesse eines realen Betriebes abbilden. Auf spielerische Art sollen die Zusammenhänge der Unternehmensabläufe den Studierenden veranschaulicht werden. Auf den so gewonnenen Erkenntnissen wird dann im zweiten Teilschritt der Logistik-Ausbildung wissenschaftstheoretisch aufgebaut. Hierzu bereiten die Studierenden z.B. Referate zu ausgewählten Themen vor oder versuchen sich in Rollenspielen.
Im dritten und letzten Teilschritt steht die Integration und Anwendung der zuvor gelernten Inhalte im Vordergrund. In dieser Phase bearbeiten Studenten konkrete Firmenprojekte aus der betrieblichen Praxis. Die engen Beziehungen der FH Vorarlberg zur Wirtschaft ermöglichen es, reale und interessante Projekte bereitstellen zu können. Während der Projektarbeit sind die Studierenden weitgehend selbstständig aktiv und organisieren ihre Tätigkeit selbst. Die Hochschullehrer treten in der Phase des selbstorganisierten Projekt-Lernens als Projektbegleiter bzw. Coachs auf.
Lehr- und Lernmethoden
An der FH Vorarlberg kommen in Veranstaltungen zum Wissensgebiet der Logistik bewusst innovative Lehrmethoden zum Einsatz. Neben der Bearbeitung von Projekten in kleinen Gruppen wird verstärkt auf die Unterrichtsform des Problem Based Learnings (PBL) zurückgegriffen. PBL ist eine aktive und kooperative Lernform für den Kleingruppenunterricht. Grundgedanke dieser Methode ist der, dass Inhalte, die der Lernende selbst erarbeitet hat, besser behalten werden. Bereits bestehendes Wissen soll vernetzt und angewandt sowie neues Wissen im Kontext eines Problems zielgerichtet erworben werden. Diese Form der Wissensakquisition führt zu einem lebenslangen Lernprozess. Die sieben Schritte der Vorgehensweise im PBL-Prozess sind in der Grafik dargestellt.
Das Team von Hochschullehrern für Logistik ist ständig bemüht, das Studium attraktiv zu gestalten. Logistische Fallstudien im Rahmen der PBL-Methode sind i.d.R. von erfahrenen Praktikern aus den entsprechenden Fachgebieten verfasst worden. Dies stellt den hohen Aktualitätsgrad und den engen Praxisbezug sicher. Diese Problemstellungen lassen sich wiederum auf wissenschaftstheoretische Hintergründe zurückführen, was einen idealen Theorie-Praxis-Konnex zur Folge hat. Dies wird außerdem durch die Tatsache sichergestellt, dass der Großteil der Lehrbeauftragten aus Spezialisten besteht, die aus der betrieblichen Praxis stammen.
Auch stellen sich immer wieder erfolgreiche Geschäftsleute aus der Wirtschaft zur Verfügung, im Rahmen der Logistik-Veranstaltungen Gastvorträge zu halten, um den Studierenden praktische Eindrücke zu vermitteln.
Durch Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen im In- und Ausland konnten in diesem Rahmen zusätzlich renommierte FachdozentInnen für Lehre und Vorträge gewonnen werden.
Praxisbezug
Von Managern wird heutzutage nicht nur ein entsprechendes Fachwissen und betriebswirtschaftliches Know-how erwartet, sondern eine Vielzahl zusätzlicher Qualifikationen wie Analysefähigkeit, Problemlösungskompetenz und ein hohes sozial-kommunikatives Potenzial. Solche Fähigkeiten werden im Rahmen von PBL geschult, und die Studierenden bereiten sich so auf ihren späteren Beruf optimal vor.
Im Bereich der Logistiklehrveranstaltungen werden Fallstudien und Projekte gemeinsam mit renommierten Unternehmen (wie z.B. Hilti, Zumtobel STAFF, Kraft Foods oder Dornier Consulting) erarbeitet. So wird der enge Kontakt zur Wirtschaft früh geknüpft, was für den Berufseinstieg nach Abschluss des Studiums sehr förderlich ist.
Im Rahmen solcher zeitlich begrenzten Logistik-Projekte werden reale Problemstellungen aus der Praxis bearbeitet und eine entsprechende Lösung dem auftraggebenden Unternehmen präsentiert. Beispielsweise erstellte eine Studentengruppe für einen der führenden Anlagenhersteller eine Lageranalyse und arbeitete konkrete Optimierungsvorschläge aus. Auf Basis dieser sechs Monate dauernden Analyse konnte das Unternehmen Entscheidungen zur Optimierung der Lagernutzung treffen. Der Nutzen für beide Seiten ist deutlich: Die Studierenden sammeln Eindrücke aus der realen Berufswelt und das Unternehmen profitiert vom Fachwissen der Studenten. Nicht selten entstehen aus solchen Projekten Angebote für spätere Praxissemester bzw. für die wissenschaftliche Bearbeitung eines konkreten Praxisproblems in Form einer Diplom- bzw. Bakkalaureatsarbeit.
Das breite Spektrum der Ausbildungszweige an der Fachhochschule Vorarlberg umfasst auch verschiedene berufsbegleitende Angebote. Diese Aus- und Weiterbildungsangebote bieten berufstätigen Menschen neue Möglichkeiten, sich auf akademischem Niveau weiterzubilden, ohne ihre berufliche Karriere zu unterbrechen und einen Verdienstausfall in Kauf nehmen zu müssen. Die Inhalte der berufsbegleitenden Studien stammen zu einem wesentlichen Teil aus dem Logistik-Fachbereich. Sowohl das Studium der Betriebswirtschaft als auch des Wirtschaftsingenieurwesens richtet sich an Personen, die eine akademische Ausbildung anstreben und in ihrer betrieblichen Tätigkeit z.B. logistische Aufgaben bearbeiten.
Master-Programm
Ein Teil der berufsbegleitenden Studien ist das Ergebnis aus Kooperationsprojekten mit internationalen Partnerinstitutionen (z.B. FH Ravensburg-Weingarten und Hochschule St. Gallen). Das postgraduale Master-Programm des Supply Chain Engineering richtet sich an BewerberInnen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium und mehrjähriger Berufserfahrung. Der 2004/2005 startende Studiengang des Supply Chain Engineering, der von der EU und vom Schweizer Bund gefördert wird, hat einen integrativen Charakter und stellt das Management der Wertschöpfungskette in den Mittelpunkt der akademischen Ausbildung.
Dies beginnt bei der logistikgerechten Produktentwicklung und endet bei der Entsorgung am Ende des Lebenszyklus. Dabei soll den Studierenden die Zielsetzung von Supply-Chain-Konzeptionen klargemacht werden: die Integration der Kunden (Endverbraucher) auf der einen sowie die der Lieferanten (Vor- bzw. Rohmaterialien) auf der anderen Seite. Die Supply-Chain-gerechte Entwicklung von Produkten wird integriert mit den Prozessen der logistischen Leistungserstellung behandelt. Die organisatorische Gestaltung, informationelle Vernetzung und Simulation, sowie die rechtliche Absicherung über die gesamte Leistungskette wird an Fallstudien praxisorientiert erarbeitet und durch den Aufbau von Methodenkompetenz im Team- und Projektmanagement unterstützt.
Zertifizierung auf europäischem Niveau
Im Rahmen eines Assessments des „Austrian board for Logistics Education“ (ABLE) wurde im Jahre 2001 die Logistikausbildung an der Fachhochschule Vorarlberg zertifiziert. Sie war somit die erste österreichische Fachhochschule, welche die European Logistics Association Zertifizierung auf dem Senior-Level erlangte. Mit der Zertifizierung der logistischen Ausbildung auf europäischem Niveau erhalten die AbsolventInnen die Möglichkeit, zusätzlich nach Abschluss ihres Studiums das europäische Zertifikat „Certified European Logistician Senior Level“ (E S Log) zu erwerben. Dies ist für die zunehmende Internationalität der Fachhochschule sehr förderlich. AbsolventInnen sind in der Lage, ein europaweit anerkanntes Zertifikat zu erlangen, welches als wertvolle Zusatzqualifikation anzusehen ist. Mehr zum Zertifikat unter http://www.elalog.org.
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