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VW stimmt Zulieferer auf harte Zeiten ein

Produktionskürzung
VW stimmt Zulieferer auf harte Zeiten ein

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Die Volkswagen AG, Wolfsburg, soll seine Zulieferer auf Produktionskürzungen vorbereitet haben. Damit ist auch der Marktführer von der prekären Situation in der Autoindustrie betroffen. Der Konzern widerspricht den Berichten.

Wie das Handelsblatt Online berichtet bereitet Volkswagen seine auf mögliche Produktionskürzungen im Herbst vor. Nach Informationen der Automobilwoche wurden die Unternehmensführungen der VW-Partner mündlich darauf hingewiesen, dass die Produktion des Konzerns im Herbst um etwa zehn Prozent sinken könnte.
„Die genannten Szenarien sind spekulativ und sachlich nicht korrekt“, sagte VW-Sprecher Eric Felber. „Obwohl die Situation in einigen Regionen angespannt ist und wohl auch bleibt, sind wir nach wie vor erfolgreich unterwegs. Wir gehen deshalb selbstbewusst in die nächsten Monate, die insgesamt aber deutlich schwieriger und fordernder werden.“
Europas größter Autohersteller warnt bereits seit Monaten, dass das Geschäft in Westeuropa „angespannt“ bleibe. Die Lage der Autoindustrie ist derzeit zwiegespalten: Während Hersteller wie Opel oder Fiat, die vom europäischen Markt abhängig sind, massiv unter der Absatzkrise in den südeuropäischen Ländern leiden, fahren global aufgestellte Marken wie VW oder BMW glänzende Umsätze ein.
Volkswagen meldete erst vor einer Woche starke Zahlen. Demnach verkaufte der Konzern im Juli weltweit insgesamt 734 600 Fahrzeuge und damit 10,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Ende Juli lieferte der Konzern weltweit 5,19 Mio. Autos aus, was einem Plus von rund neun Prozent entspricht.
Dem Bericht zufolge hat außerdem der weltweit größte Zulieferer Bosch einen Einstellungsstopp für einzelne Unternehmensteile im Herbst angeordnet. Ein Bosch-Sprecher relativierte dies allerdings. In einzelnen Bereichen würden lediglich möglicherweise einzelne Stellen nicht besetzt.
Der Konzern prüft allerdings bereits die Einführung von Kurzarbeit im Bosch-Rexroth-Werk in Schweinfurt. Mit Kurzarbeit reagiert auch der schwer angeschlagene Automobilhersteller Opel auf die Absatzkrise. Auch der Zulieferer Schaeffler will das Kriseninstrument in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr ausschließen.
Unterdessen sind die Auftragsbücher des Autozulieferers ElringKlinger AG aus dem schwäbischen Dettingen/Erms und will daher von Kurzarbeit nichts wissen. „Die Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter sind gut gefüllt“, sagt Vorstandschef Stefan Wolf. „Wir rechnen auch im zweiten Halbjahr mit einem zufriedenstellenden Auftragseingang“, sagte Wolf. „Ich sehe daher keine Notwendigkeit für Kurzarbeit.“ Laut Vorstandschef Stefan Wolf kann der Antriebstechnikspezialist mit Aufträgen aus Asien die Defizite in Europa ausgleichen. (Foto: Volkswagen AG) cm
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